Morsbach Nachrichten

“Bunt statt blau” – Schüler betreiben künstlerisch Alkoholprävention

Morsbach Auch in diesem Jahr stellte die OVAG für die Kampagne “Bunt statt blau” wieder einen Bus bereit, der mit Bildern von Schülerinnen und Schülern der Leonardo Da Vinci-Schule Morsbach gestaltet wurde, die sie selbst gemalt haben und die Schattenseiten des Alkoholkonsums darstellen sollen. Am Dienstag, den 13. September 2022, wurde dieser Bus auf dem Gelände der Leonardo Da Vinci-Schule vorgestellt.

(Sponsorenpool-Rotation: ARKM.marketing)

Schon seit 13 Jahren gibt es die Alkoholpräventionskampagne “Bunt statt blau”, wo die Krankenkasse DAK-Gesundheit sich zusammen mit der OVAG in Oberberg gegen das “Komasaufen” einsetzt. Zum neunten Mal wurde für die Kampagne ein Bus mit Bildern foliert und somit aufgewertet. Der Schulleiter der Leonardo Da Vinci-Schule, Jürgen Greis, beschrieb die Einweihung des “Bunt statt blau”-Busses als ein besonderes Ereignis und drückte seinen Stolz gegenüber den Schülern aus. “Alkohol darf keine Lösung sein”, so Greis. Anschließend bedankte er sich für die tolle Aktion bei den Beteiligten.

Auch Jörg Bukowski, der Bürgermeister der Gemeinde Morsbach, ist von der Kampagne begeistert. Er sei besonders stolz auf die Umsetzung des Projekts und die Auseinandersetzung der Schüler mit dem Thema Alkohol. Es sei wichtig, dass das Thema Alkoholprävention präsent ist und bei dieser Aktion im Vordergrund steht. Wolfgang Brelöhr von der DAK-Gesundheit Gummersbach schloss sich diesen Worten an. Er begleitet die Kampagne “Bunt statt blau” schon seit langer Zeit. Auch Anna Tomas vom Caritasverband Oberberg unterstützt die Kampagne. Sie macht sich für Alkoholprävention in Schulen stark und betreibt diese.

Für Michaela Engelmeier, Schirmherrin für Oberberg und Vorstandsvorsitzende des Sozialverband Deutschland SoVD, ist die Kampagne ebenfalls ein Herzensprojekt. Der Bus diene als Signal für den Südkreis, so Engelmeier. Schon einige Male hat sie die “Bunt statt blau”-Busse der letzten Jahre an sich vorbeifahren sehen und sie freut sich schon, wenn sie den neuen in Oberberg auf den Straßen sieht. Zudem bezeichnete Tobias Schneider, stellvertretender Landrat für den Oberbergischen Kreis, den “Bunt statt blau”-Bus als “Signal für die Gesellschaft”.

Der “Bunt statt blau”-Bus ist der einzige seiner Art in ganz Deutschland. OVAG-Geschäftsführerin Corinna Güllner liegt die Kampagne ebenfalls am Herzen: “Die Unterstützung der Aktion ist bei der OVAG inzwischen nicht mehr wegzudenken. Auch dieses Jahr sind wir wieder bei dieser tollen Aktion dabei. Den Bus werden wir im gesamten Oberbergischen Kreis einsetzen, um auf die Gefahren des Alkoholmissbrauchs hinzuweisen.” Da jeden Tag etwa 14.000 Schülerinnen und Schüler in Oberberg den Linienverkehr der OVAG nutzen, dient der “Bunt statt blau”-Bus als idealer Botschafter für die Kampagne und macht die Kinder und Jugendlichen als auch andere Fahrgäste auf die Folgen von Alkoholmissbrauch aufmerksam. Im Jahr 2020 wurden 53 Menschen in Oberberg zwischen zehn und 20 Jahren wegen Alkohol ins Krankenhaus eingewiesen. Das sind 8.2 Prozent mehr Einweisungen im Vergleich zu 2019. Ob die Corona-Pandemie darauf einen Einfluss hatte, weiß man zum jetzigen Zeitpunkt nicht. “Daher ist eine anhaltende Aufklärung über die Gefahren des Rauschtrinkens erforderlich […]”, sagt Wolfgang Brelöhr.

(Sponsorenpool-Rotation: ARKM.marketing)

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Die Beteiligten der Kampagne lobten Schülerinnen und Schüler für ihre tollen Bilder. Foto: ARKM

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Auswahl der von den Schülerinnen und Schülern gemalten Bilder für die Gestaltung des Busses war schwierig, denn es standen mehr als 25 Bilder zur Verfügung. Leider konnten nicht alle für die Gestaltung des Busses verwendet werden. Die Schülerinnen und Schüler wurden im Kunstunterricht von Lehrerin Silke Wegner, die die Kampagne ebenfalls gern unterstützt, kreativ und malten Bilder, die Alkoholmissbrauch darstellen sollen. Dabei hatten die Jugendlichen so viel Spaß, dass sie sogar am Karnevalswochenende die Bilder nach Hause nahmen und dort malten. Die Schülerinnen Jule und Sophie gewannen mit ihrem Kunstwerk in diesem Jahr sogar den DAK-Plakatwettbewerb für Schüler zwischen 12 und 17 Jahren. Dieser wird von der Caritas-Suchtberatung und der Fachstelle für Suchtvorbeugung beim OBK unterstützt. Viele der Bilder, die der Bus zeigt, zeigen eine bunte und blaue Seite des Lebens. Die bunte Seite stellt das Leben ohne Alkohol dar und die blaue zeigt den Menschen, wenn dieser Alkohol missbraucht oder gar alkoholsüchtig geworden ist. Schülerin Sophie bekam durch ein persönliches Erlebnis die Idee für das Bild. Sie sah einst an einer Autobahn einen alkoholisierten Mann, der inmitten von Alkoholflaschen lag. Daneben stand ein Rettungswagen. Dieses Bild von dem Mann war sehr einprägsam für die junge Schülerin.

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Die Schülerinnen Jule und Sophie neben ihrem Bild, welches auf dem Bus abgedruckt wurde (links von ihnen). Foto: ARKM

Zum Schluss der Vorstellung des neuen “Bunt statt blau”-Busses wollten einige Schülerinnen und Schüler gerne eine Fahrt in dem Bus machen. Sie schauten sich den Bus von innen an. Der neue “Bunt statt blau”-Bus wird jetzt für ein Jahr auf den Straßen in ganz Oberberg unterwegs sein, vor allem soll er im Südkreis zum Einsatz kommen. Er ist in Waldbröl stationiert. Die Schülerinnen und Schüler freuen sich schon auf die neue “Bunt statt blau”-Kampagne im nächsten Jahr.

 

Autorin: Lana Wirschke

Veröffentlicht von:

Amei Schüttler
Amei Schüttler
Amei Schüttler ist Redakteurin bei den Oberberg-Nachrichten. Sie sitzt in unserer Zentralredaktion in Bergneustadt. Sie ist per Mail [email protected] für unsere Leser erreichbar.

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