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Ist CBD wirklich legal? Ja, aber die Lage ist verzwickt!

Die Substanz CBD (Cannabidiol) ist einer von mehr als einhundert Wirkstoffen der Hanfpflanze. Im Gegensatz zu THC (Tetrahydrocannabinol), welches aus dem gleichen Gewächs gewonnen wird, zeitigt CBD weder psychoaktive noch gesundheitsschädliche Wirkungen auf den menschlichen Körper. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt dies in ihrem Report von 2017 und geht sogar noch weiter, indem sie positive Wirkungen auf den Organismus für möglich hält. Trotzdem halten sich hartnäckig Gerüchte, die CBD in die Drogenecke rücken und den freien Verkauf stark einschränken. Dies hat vielerlei Gründe.

Teils beruhen die Annahmen auf Vorurteilen und Unwissenheit. Cannabidiol wird immer noch in vielen Köpfen mit THC gleichgesetzt. Zum anderen gerät CBD ob seines großen Erfolges in ein Gemenge verschiedener Interessenlagen, personifiziert durch die pharmazeutische Industrie. Außerdem überlagern sich rechtliche EU-Vorgaben mit dem deutschen Lebensmittelrecht und dem BTM (Betäubungsmittelgesetz), die die Angelegenheit different bewerten. Damit aber noch nicht genug, betrachtet der Gesetzgeber die verschiedenen Produkte, die aus CBD hergestellt werden, nicht gleichwertig. Für medizinische Zwecke dürfen sowohl THC als auch CBD seit 2017 auf Indikation des Arztes verschrieben werden. Der beschriebene Rechtswirrwarr führt dazu, den freien Markzugang der Produkte schmerzhaft einzuschränken. Zurzeit wird CBD Öl in Apotheken und Fachgeschäften angeboten. Zudem ist es über spezialisierte Online-Portale wie Candropharm.de legal zu beziehen.

Warum ist CBD legal und doch wieder nicht?

Der Basiskonflikt liegt darin begründet, dass verschiedene Instanzen CBD unter unterschiedlichen Prämissen einordnen wollen. So betrachtete das BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) CBD als zulassungspflichtiges Lebensmittel nach der Novel Food Regelung. Im März 2020 wurde dem vom BMEL (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) teilweise widersprochen. Seitdem gilt, dass natürliches CBD keine Zulassung benötigt, Isolate und Hanfextrakte dagegen schon.

Geklärt scheint, dass CBD-Produkte mit einem Gehalt von weniger als 0,2 % THC nicht unter das Gesetz für Betäubungsmittel fallen. Dazu muss nachgewiesen werden, dass die Produkte aus EU-zertifiziertem Anbau stammen. Nun gilt das für Kapseln, CBD Öl und Tabletten. Die Verkehrsfähigkeit der Hanfpflanze an sich bleibt weiterhin verboten. Und so fallen Kraut und Blüten demnach unter die Regelungen des BTM, auch wenn sie angeführten Anforderungen entsprechen.

Aufgrund des Hypes um den Wirkstoff hat auch die Pharmaindustrie ihre Ansprüche angemeldet. Deren Lobby ist eine der stärksten in Berlin und Brüssel. Man verspricht sich bei den Vertretern von Bayer, BASF und Merck hohe Gewinne, wenn CBD als Arzneimittel zulassungspflichtig eingestuft wird.

So wird die Ausformulierung klarer Regeln ausgebremst, was beim Verbraucher eine große Unsicherheit hinterlässt. Zumal der Wirkstoff vielen Betroffenen das Leben erleichtern könnte.

Wie wirkt CBD?

CBD entfaltet seine Wirkung im körpereigenen Endocannabinoid-System. Dabei dockt es an den Rezeptoren der Nervenzellen des Gehirns und des Nervensystems an. Der Wirkstoff hat entspannende und entzündungshemmende Wirkungen und stärkt dadurch das Immunsystem. Bisher wird es zu medizinischen Zwecken als begleitende Maßnahme in der Schmerztherapie eingesetzt. Patienten von Autoimmunkrankheiten berichten von signifikanten Verbesserungen ihrer Symptome.

Epileptiker, Asthmatiker und Allergiker geben kund, dass bei regelmäßiger Einnahme die Anfälle sowohl in der Anzahl als auch in der Ausprägung zurückgehen. Menschen, welche an Schizophrenie, Depression und Angstzuständen leiden, lassen Ähnliches verlauten. Imposant sind die Aussagen von Parkinson-Patienten, die von einer beträchtlichen Steigerung ihrer Lebensqualität sprechen.

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