Ratgeber

Mangel an Mikronährstoffe und ihre Auswirkungen

Mikronährstoffexperte Uwe Gröber erklärt, warum Magnesium unverzichtbar ist

(djd). Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind an wesentlichen Grundfunktionen des Organismus beteiligt. Einer dieser Mikronährstoffe, der mehr als 600 Vorgänge im Körper beeinflusst, ist Magnesium. “Es reguliert das Zusammenspiel von Muskulatur und Nerven. Ein Mangel kann spürbare Auswirkungen auf alle Muskeln, von den Zehen und der Wade bis zum Herzmuskel und Augenlid, haben”, weiß Uwe Gröber. Der Leiter der Akademie für Mikronährstoffmedizin in Essen betrachtet Magnesium nicht nur als Manager des Energiestoffwechsels, sondern auch als den Herzschrittmacher unter den Mineralstoffen: “Es gibt unserem Herzen Kraft und Rhythmus und kann als natürliches Anti-Stress-Mineral auch das Risiko für Herzrhythmusstörungen senken.”

Aktive brauchen mehr Magnesium als andere

Um ein Defizit zu vermeiden, das sogar Herz-Kreislaufprobleme begünstigen kann, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gesunden Erwachsenen eine tägliche Zufuhr von 350 Milligramm Magnesium für Frauen und 400 Milligramm für Männer. Alter, Lebensstil sowie besondere Lebensphasen können den individuellen Bedarf noch erhöhen. So benötigen aktive Menschen und Sportler ein Plus an dem Mineralstoff. “Magnesium fördert die Belastbarkeit und Regenerationsfähigkeit des Körpers”, erläutert Mineralstoffexperte Gröber. Wer gern wandert, intensiv im Garten arbeitet, regelmäßig joggt oder für einen Marathon trainiert, hat durch Muskelaktivität und vermehrtes Schwitzen einen besonders hohen Verbrauch, der über eine entsprechende Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel aus der Apotheke ersetzt werden sollte. Unter www.diasporal.de finden Sportler alle Infos und Tipps zum Thema.

Foto: djd/Magnesium-Diasporal/PantherMedia/pressmasterAuf die Bioverfügbarkeit kommt es an

Um die Versorgung sicherzustellen, rät Uwe Gröber zu einer magnesiumreichen Ernährung mit Vollkornprodukten, Weizenkeimen, Hülsenfrüchten, Bananen und Nüssen. Dabei sei allerdings zu beachten, dass die Bioverfügbarkeit des Mineralstoffs aus Lebensmitteln stark schwanke. Gröber empfiehlt daher, mit einem Präparat aus der Apotheke auf Nummer sicher zu gehen. Wer unter Mangelsymptomen leidet oder einen erhöhten Bedarf hat, sollte zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung täglich eine Extraportion Magnesium in Form von Magnesiumcitrat zu sich nehmen. Die organische Verbindung sei besonders körperfreundlich, gut verträglich und schnell aktiv, so der Mikronährstoffexperte.

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