In diesen Tagen wird viel über die Chancen und Risiken der Geldanlage diskutiert. Die klassischen Wege, die von der Hausbank zur Verfügung gestellt werden, liefern heute keine nennenswerte Rendite mehr. Während die Mehrzahl der Anleger sich darüber allein zu brüskieren scheint, treten längst andere Wege der gewinnbringenden Investition auf den Plan. Drei davon haben wir genauer betrachtet.

Die P2P-Kredite

Foto: Bildarchiv ARKM


In einer Zeit niedriger Zinsen haben die meisten Menschen keine Schwierigkeiten damit, ein passendes Darlehen zu günstigen Konditionen zu finden. Doch gerade Freiberuflern und Selbstständigen fehlt es oft an den nötigen Sicherheiten, um den Geldgeber zu überzeugen. Neben der Hausbank traten aus diesem Grund private Vermittler auf den Plan. Dort haben Investoren mit ihrem Geld die Möglichkeit, ausgewählte Projekte zu unterstützen. Auf diese Weise wird anderen Unternehmern nicht nur die Chance gewährt, wichtige Investitionen in die Wege zu leiten. Darüber hinaus zahlt sich die Investition in den Privatkredit über die Jahre mit ansehnlichen Renditen zurück. Je höher das Risiko eines Projekts eingestuft wird, desto höher sind auch die möglichen Erträge für den Kapitalgeber. Weitere Informationen rund um den Privatkredit finden Sie hier.

Die Börse gewinnt


Seit die Zinsen zu Beginn dieses Jahrzehnts den Weg nach unten angetreten haben, konnte vor allem die Börse einen regen Zulauf an Anlegern verzeichnen. Vor allem Privatanleger blickten in Deutschland sehr lange kritisch auf die Welt der Finanzinteressen. Zuletzt konnte sich die Börse jedoch als sinnvolle Alternative zum klassischen Sparbuch immer mehr in Szene setzen. 

Gleichsam gibt es Möglichkeiten, das Risiko der Investition im eigenen Sinne etwas zu senken. Darauf ist etwa die große Beliebtheit der ETFs zurückzuführen, wie sie sich in diesen Tagen beobachten lässt. Da sich hinter den passiv gemanagten Fonds viele verschiedene Einzelwerte verbergen, ist für eine gute Diversifikation gesorgt. Schwankungen einzelner Werte, wie sie von den meisten Privatanlegern nicht gerne gesehen werden, wirken sich auf diese Weise weniger stark auf das Gesamtkonstrukt aus.

Edelmetalle mit neuer Chance?


Doch nicht nur das Streben nach einem möglichst starken Wachstum spielt bei der Geldanlage in diesen Tagen eine Rolle. Bereits kleine Anzeichen, die für eine schwächelnde Wirtschaft sprechen könnten, werden sogleich als Argument für die sichere Geldanlage betrachtet. In den Fokus rücken dabei vor allem die Edelmetalle Gold und Silber. Beide gelten als krisenfeste Währungen, die bei Turbulenzen an der Börse ihre Stabilität behalten. 

Doch nicht nur der Werterhalt selbst belohnte die Besitzer in den vergangenen Jahren. Seit der Jahrtausendwende vervierfachte sich etwa der Preis des Goldes. Damit wurde auf lange Sicht eine Rendite erzielt, wie sie selbst mit den Geldanlagen der Hausbank kaum möglich gewesen wäre. Gleichsam bringt der Kauf die Verantwortung mit sich, die Einstiegspreise genau im Blick zu behalten und den richtigen Moment für den eigenen Kauf zu finden.

Verschiedene Säulen 


Experten verweisen immer wieder auf die große Bedeutung der Diversifikation. So sollten der Geldanlage stets verschiedene Säulen zugrunde liegen, welche ihr eine verbesserte Stabilität verleihen. Auch Privatanleger, die aktuell auf der Suche nach einer Möglichkeit sind, ihr Geld sinnvoll und gewinnbringend zu investieren, sollten dies als ein wichtiges Grundprinzip für ihr Vorgehen erachten. So kann es selbst in der Zeit niedriger Zinsen möglich sein, das verfügbare Kapital arbeiten zu lassen und die gesamte Investition sogleich mit der eigenen Bereitschaft zum Risiko in Einklang zu bringen.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Oberberg-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@oberberg-nachrichten.de

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