Wie Sie Ihre Wirbelsäule in der kalten Jahreszeit fit halten

Viele Menschen mit Rückenproblemen bewegen sich einfach zu wenig. Und gerade in der dunkleren Jahreszeit lockt die Couch. Allerdings können die Konsequenzen eines inaktiven Lebensstils vor allem für die empfindliche Wirbelsäule dramatisch sein. Daher ist Bewegung trotz der Minusgrade das A und O, um den Rücken gesund zu halten.

„Häufiges Sitzen ist Gift für die Wirbelsäule“, erklärt Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde aus München und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga. „Denn es lässt die Muskulatur erschlaffen.“ Als Folge wirken Schwerkraft und Belastung direkt auf die Bandscheiben und Wirbelgelenke ein. Sind die stützenden Muskeln an Bauch und Rücken zudem nicht gut trainiert, werden die Bandscheiben im Sitzen regelrecht zusammengedrückt und bei einem krummen Rücken in Richtung Wirbelkanal geschoben. Die Folge von Verschleiß und übermäßiger Belastung sind dann beispielsweise Bandscheibenvorwölbungen, bei denen vorgequollenes Gewebe auf die Nerven drückt und Schmerzen verursacht.

Foto: pixabay.com

Rückenschmerzen einfach verdampfen
„Bandscheibenvorwölbungen können starke Schmerzen verursachen“, so Dr. Schneiderhan. „In unserer interdisziplinären Praxisgemeinschaft behandeln wir sie etwa mit dem Mikrolaser.“ Bei der Mikrolaser-Behandlung nach Dr. Schneiderhan wird die Bandscheibe unter lokaler Betäubung über eine besonders dünne Mikronadel zielgenau mit einem modernen Diodenlaser bestrahlt. Das Besondere: Die Therapie erlaubt auch eine Behandlung in besonders engen und schwer zugänglichen Bereichen der Bandscheiben. Dabei wird das vorgewölbte Gewebe komprimiert, sodass der ausstrahlende Schmerz oft bereits spontan während des Laservorganges abklingt.

Ausgleichstraining für „Schreibtischtäter“

Doch soweit muss es nicht kommen. Viele Rückenprobleme werden durch unzureichende oder teilweise einseitige körperliche Belastung wie etwa beim Sitzen verursacht. Die meisten Menschen sitzen im Laufe eines Tages im Auto, im Büro und auf der Couch – und das vorwiegend in gekrümmter Haltung. Gerade bei „Schreibtischtätern“ ist ein Ausgleichstraining für den Rücken Pflicht, damit die Wirbelsäule flexibel bleibt und die wichtigen Stützmuskeln an Bauch und Rücken gestärkt werden. Eine aktuelle Studie zeigt, dass jeder vierte Befragte, der keinen Sport betreibt, ständig unter Rückenschmerzen leidet. Bei Gelegenheitsportlern, die zumindest eine Stunde Sport pro Woche machen, sind es nur 15 Prozent.

Aktivität bringt die Wirbelsäule in Schwung

Menschen, die in ihrer Freizeit aktive Sportarten betreiben wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen, tuen ihrem Rücken Gutes. Denn die Bandscheiben – die kleinen Stoßdämpfer zwischen den Wirbeln – benötigen viel Bewegung. Und gut ausgeprägte Rücken- und Bauchmuskeln entlasten die Bandscheiben und geben der gesamten Wirbelsäule Halt.

Durch sportliche Aktivitäten füllen sich die Bandscheiben zudem mit lebensnotwendiger Flüssigkeit und erhalten dadurch ihre natürliche Pufferfunktion. Bei Bewegungsmangel verlieren sie hingegen nach und nach Flüssigkeit und … weiterlesen »

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