Wipperfürth – Zum diesjährigen Welttierschutztag am 4. Oktober ruft der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit seinen über 740 Mitgliedsvereinen das Leitmotto „Lieblingstier – Tierheimtier“ aus. Die Tierschützer wollen damit aufzeigen, dass die Übernahme eines Tierheimtiers nicht nur bedeutet, einem Tier in Not zu helfen, sondern vor allem auch, einen einzigartigen Freund zu finden.
„Für jeden, der sich ein Tier wünscht, sollte der erste Gang ins Tierheim führen, wo tausende tolle Tiere sehnsüchtig auf ein neues Zuhause warten“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Jedes Tierheimtier bringt seine eigene Geschichte, aber auch seinen ganz eigenen Charakter mit: Es gibt Frohnaturen, ausgeglichene und zurückhaltende Gemüter oder auch ängstliche Persönlichkeiten. Tiere sind Unikate, so wie wir selbst. Die Tierheimmitarbeiter wissen dies und achten genau darauf, dass Tier und Halter zusammenpassen. So knüpfen Tierheime einzigartige Bündnisse fürs Leben!“

Die Tierheime leisten Großes im Tierschutz

Die mehr als 550 dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossenen Tierheime nehmen jedes Jahr etwa 370.000 Tiere auf, die aus unterschiedlichsten Gründen abgegeben, gefunden oder aus leidvoller Haltung gerettet werden, darunter knapp 150.000 Katzen und 75.000 Hunde und 50.000 Kleinsäuger. Obwohl Tierheime immer wieder an die Grenzen ihrer finanziellen und räumlichen Kapazitäten stoßen, wählen die Mitarbeiter und Helfer stets sorgfältig aus, an wen ihre Schützlinge weitergegeben werden und begleiten die Vermittlung beratend und kontrollierend. Zum Welttierschutztag will der Deutsche Tierschutzbund als Dachverband der Tierheime deshalb auch auf die großartige Arbeit hinweisen, die die vereinseigenen Tierheime und Auffangstationen vor Ort leisten. Der Dachverband setzt sich für die dringend notwendige Unterstützung der Tierheime durch die Kommunen ein und fordert einen Investitionstopf, mit dem man etwa dringend notwendige Renovierungen von Tierhäusern in Angriff nehmen kann.

Auch ältere Tiere suchen ein neues Zuhause

Das Tierheim Wipperfürth nimmt den Tag zum Anlass, um darauf hinzuweisen, dass im allgemeinen immer mehr ältere Tiere in unserem Tierheim landen, weil die Besitzer sich teilweise nicht mehr um ihre Schutzbefohlenen kümmern können. Die Vermittlung von älteren Haustieren ist schon grundsätzlich nicht einfach. Wir appellieren daher an alle Tierfreunde, hier ihre Herzen zu öffnen und gerade solchen Tieren ein neues Zuhause zu bieten. Kein Tier sollte seinen Lebensabend bis zum Tod im Tierheim verbringen. Eine eigene Familie ist immer besser und erhöht auch die Lebenserwartung. Die neuen Besitzer „profitieren“ auch davon, lernen sie doch, wie dankbar und glücklich diese Tiere bei ihnen sind.

Pony Max und Esel Felix fühlen sich im Tierheim wohl

Wir haben im Tierheim seit einer Weile zwei ältere Tiere, das Pony Max und den Esel Felix. Beide sind mindestens 25 Jahre alt – stehen aber nicht zur Vermittlung!! Die bisherigen Halter konnten sich nicht mehr adäquat um die Tiere kümmern. Beide Tiere sind kastriert und haben bei uns im Tierheim ihren Endpflegeplatz.

Quelle: Tierheim Wipperfürth

Die beiden Huftiere sind etwas Besonderes. Sie kommen aus einem anderen Kreis – aber Tierschutz hat bekanntlich keine Grenzen. Man kann beobachten, dass das Pony der Chef ist, und der Esel macht ihm Sachen nach. Sie sollen nicht geritten werden. Eine Ehrenamtlerin kümmert sich speziell um die Beiden. Diese Vierbeiner haben im Tierheim einen Platz gefunden, wo sie ihr Gnadenbrot bekommen und wo man sich liebevoll um sie kümmert.

Quelle: Tierheim Wipperfürth

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Amei Schüttler
Amei Schüttler
Amei Schüttler ist Redakteurin bei den Oberberg-Nachrichten. Sie sitzt in unserer Zentralredaktion in GM-Windhagen und ist unter Tel. 02261-9989-885 bzw. Mail: redaktion@oberberg-nachrichten.de für unsere Leser erreichbar.

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