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Oberberg: Neue Heimat für ausländische Mitbürger im Oberbergischen

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Landrat würdigt Einbürgerung mit persönlicher Begrüßung

Oberbergischer Kreis. Landrat Hagen Jobi öffnet die Tür zum großen Saal im Untergeschoss des Kreishauses. Fahnen schmücken den hellen Raum und begrüßen die „neuen“ Oberbergerinnen und Oberberger. Der Landrat wird ihnen gleich ihre Einbürgerungsurkunden überreichen. Ein wenig aufgeregt und feierlich geht es zu. Familien, Ehepaare und junge Erwachsene unterschiedlicher Nationalitäten finden sich ein, nehmen Platz und schauen erwartungsvoll zum Rednerpult.

Die Schreibweise und die Aussprache der fremd klingenden Namen sind kein Hindernis. „Fremde sind Freunde, die man noch nicht kennt“, zitiert Landrat Hagen Jobi einen unbekannten Verfasser.

„Der Zuzug von Menschen auch anderer Nationalitäten ist für die Zukunft unserer Region wichtig. Wir brauchen ihre Kenntnisse als Fachkräfte, als Kapazitäten, die sie zum Teil ja schon seit Jahren einbringen.“

Da ist der chinesische Ingenieur, der an der FH-Gummersbach studiert hat und im Oberbergischen beruflich und privat Fuß gefasst hat. Eine Familie aus Sri Lanka freut sich auf eine gemeinsame Zukunft in der Region. Der 19-jährige Tolga Atas ist hier „zu Hause“ wie er sagt. „Ich bin im Oberbergischen geboren, in Marienheide aufgewachsen und fühle mich als Oberberger.“ Das möchte er mit dem Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit nun dokumentieren.

Vor drei Jahren hat die gebürtige Weißrussin Natallia Brogno ihren Antrag auf Einbürgerung gestellt. Während die deutschen Behörden sehr schnell und unkompliziert vorgegangen seien, habe das Verfahren in ihrem Heimatland sehr viel Zeit in Anspruch genommen. „Immer wieder kamen neue Listen, die abzuarbeiten waren, immer wieder Anfragen nach Dokumenten und Papieren, dazu 500 Euro Bearbeitungsgebühr, die ich aufbringen musste, damit ich überhaupt aus Weissrußland ausreisen konnte.“

Die Zeit des Wartens ist vorbei

„Sie haben sich eine wunderschöne Region als Ihre neue Heimat ausgesucht … aber, da werde ich Ihnen nichts Neues sagen. Die meisten von Ihnen leben seit vielen Jahren in Deutschland, eventuell auch im Oberbergischen Kreis“, ergänzt der Landrat. Natallia Brogno fühlt sich in der Gemeinde Reichshof zu Hause. Es sei für sie als Großstädterin aus Brest schon eine Umstellung gewesen, vor 11 Jahren „auf`s Land zu ziehen.“ Doch die Reichshöfer hätten ihr das Einleben sehr leicht gemacht. Die 37-Jährige wohnt mit ihrem Mann in Eckenhagen. Das Paar hat inzwischen zwei Söhne, die im Oberbergischen geboren wurden und hier aufwachsen sollen, wünscht sich Natallia Brogno.

Landrat Hagen Jobi ist überzeugt, dass die meisten „Neubürger“ sich bereits in die deutschen Lebensverhältnisse integriert und die deutsche Sprache erlernt haben. „Wenn nicht, müssen Sie dieses als Ihre eigene wichtige Aufgabe unbedingt angehen“, empfiehlt Hagen Jobi.

Sprachbarrieren abzubauen sei sehr wichtig, unterstreicht Natallia Brogno. Nur so könne es ein wirkliches Miteinander geben. „Wir hoffen, unsere Kinder hier im Oberbergischen groß zu ziehen, zu arbeiten und uns so auch in die Gesellschaft zu integrieren. Es ist schön, dass wir Freunde gefunden haben. Sie ersetzen uns ein wenig die fehlende Verwandtschaft und die großen Familienfeiern“, sagt die 37-Jährige.

Selbstverständlich sprechen alle Mitbürger der unterschiedlichen Nationalitäten das feierliche Bekenntnis: „Ich erkläre feierlich, dass ich das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland achten und alles unterlassen werde, was ihr schaden könnte.“

Danach ruft der Landrat persönlich die „neuen Mitbürger im Oberbergischen“ auf und überreicht die Einbürgerungsurkunden. „Heute gratuliere ich Ihnen als frisch gebackenen Oberbergerinnen und Oberberger ganz herzlich“, freut sich Hagen Jobi. Fröhliches Lachen, Rührung, ein Aufatmen – sehr bewegt nehmen sie ihre Einbürgerungsurkunden entgegen und leisten ihre Unterschrift. Auf ihren neuen Lebensabschnitt und auf eine „gute Partnerschaft“ stoßen alle erwartungsvoll mit dem Landrat an.

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