Bereits im Jahr 2025 sprach die Polizei Oberberg Eltern zukünftiger Abc-Schützen ins Gewissen. Es reiche nicht aus, den Nachwuchs bei der Einschulung mit einer Zuckertüte zu beschenken und ihn anschließend einfach in den Schulalltag zu schicken. Vielmehr müssen die Grundschüler auf den sprichwörtlichen Ernst des Lebens vorbereitet werden. Etwa, indem die Eltern mit ihnen mehrere Wochen vor dem Schulstart den Schulweg üben.
Diese Ausrüstung braucht ein zukünftiges Schulkind in Oberberg
Für die meisten Kinder – und natürlich deren Eltern – ist der erste Schultag ein ganz besonderes Erlebnis. Für die Kinder besonders spannend. Für die Eltern besonders emotional.
Und bei allen beginnt die Vorfreude darauf schon weit, weit im Voraus. Meist bereits dann, wenn Mama und Papa gemeinsam mit dem Nachwuchs die Ausstattung für den Schulalltag einkaufen.
Bereits sechs Monate vor der Einschulung kann dabei die Suche nach einem geeigneten Kinderrucksack beginnen. Diese lang anmutende Vorlaufzeit ist wichtig, damit der Nachwuchs die Schultasche in aller Ruhe anprobieren kann. Schließlich ist nicht jedes Modell wie das andere.
Wichtig bei der Wahl eines Schulranzens: Er sollte mitsamt Inhalt nicht mehr als zehn bis 15 Prozent des Körpergewichts des Kindes auf die Waage bringen. Wiegt ein zukünftiges Schulkind als Beispiel 30 Kilogramm, darf der volle Rucksack also nicht schwerer als 3,5 Kilogramm sein.
Welche Schulsachen sollten schon vor dem ersten Schultag gekauft werden?
Der Schulranzen ist für viele Grundschüler nicht nur ein alltäglicher Begleiter. Er symbolisiert zugleich auch den großen Schritt vom Kindergarten- zum Schulkind. Allerdings nur, wenn er vor dem ersten Schultag bereits mit den wichtigsten Schulsachen gefüllt ist.
Federmappe, Brotdose und Trinkflasche sind für den Schulalltag essenziell. Gleiches gilt für Hefte, Schulbücher und die ersten Mal- und Schreibmaterialien. Diese Dinge sollten Oberberger Eltern ihrem Nachwuchs also schon vor dem Schulstart besorgen. Auch die Sporttasche und zumindest ein Set Sportsachen sind am besten schon vorhanden, bevor die Schule beginnt.
Andere Utensilien dagegen lassen sich auch problemlos zu einem späteren Zeitpunkt nachrüsten. Etwa der Zirkel, das Geodreieck oder der Taschenrechner. Denn diese Sachen können die Kinder meist nicht direkt beim Schulstart, sondern erst in den höheren Klassen gebrauchen.
Wie lernen Abc-Schützen ihren Schulweg kennen?
Der Schulbeginn hält für Erstklässler viel Neues bereit. Oft auch einen neuen Schulweg, auf dem so einige Gefahren drohen können. Zwar nehmen die meisten Autofahrer auf Abc-Schützen besonders viel Rücksicht. Dennoch sollten Oberberger Eltern den Weg zur Schule und wieder zurück mehrmals zusammen mit ihren Kindern üben. Und zwar mehrere Wochen vor dem ersten Schultag.
Denn kann der Nachwuchs seinen Schulweg allein zu Fuß oder auf dem Fahrrad bewältigen, fördert das nicht nur seine Selbstständigkeit. Auch die Anzahl der Elterntaxis lässt sich dadurch reduzieren.
Diese sind in vielen Städten inzwischen zu einem Ärgernis geworden, gegen das bundesweit zahlreiche Konzepte entwickelt werden. So geht das Bielsteiner Schulzentrum etwa mit Sperrungen und Halteverboten gegen die Flut an Fahrzeugen vor, die sich längst kommunenübergreifend zu einem Dauerthema entwickelt hat.
Wollen Oberberger Eltern dabei helfen, den Verkehr vor Schulen zu senken, bringen sie ihre Grundschüler morgens nicht mit dem Auto zur Schule. Stattdessen zeigen sie ihnen, wie sie den Schulweg per pedes, auf dem Rad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln meistern.
Sinnvoll ist es dabei, den Weg mehrmals gemeinsam mit dem Nachwuchs abzugehen. Dabei sollten Eltern ihren Kindern genau erklären, an welchen Stellen Vorsicht geboten ist und wie sie sich dort zu verhalten haben.
Nach dem gemeinsamen Ablaufen des Weges dürfen sich die zukünftigen Schulkinder dann allein bewähren. In sicherer Entfernung begleitet von Mama oder Papa. Sobald die Grundschüler ihren Schulweg einmal selbstständig meistern, sind sie bestens auf den Schulstart vorbereitet.