Gummersbach. 2025 weihte das bereits seit 1853 von der Familie Kind geführte Unternehmen AKAH seine neue Lagerhalle ein. 3,1 Millionen Euro kostete der Bau. Dafür brilliert die Halle nicht nur mit modernster Technik, sondern auch mit einer Lagerfläche von insgesamt 4.000 Quadratmetern.
Einer Fläche, von der vor allem kleinere Firmen nur träumen können. Viele von ihnen müssen sich mit einem deutlich begrenzteren Lagerraum zufriedengeben. Diesen zu organisierten, kann sich schnell zu einer Herausforderung entwickeln.
Jedoch gibt es einige Tipps, die einem kleinen Warenlager mehr Effizienz und Übersicht verleihen.
Die Bedeutung einer klaren Lagerplanung
Der Bau einer weitläufigen Lagerhalle bleibt für die Mehrzahl kleinerer Unternehmen im Oberberger Kreis ein Wunschtraum. Aus Platz- und Kostengründen müssen sich viele von ihnen mit einem kleinen Lager begnügen.
Jedoch bedeutet eine geringe Lagerflächen nicht zwangsläufig, dass es an Übersicht und Organisation mangelt. Im Gegenteil. Eine durchdachte Lagerplanung hilft dabei, Waren sicher und gut sichtbar zu platzieren, ohne dass dabei Engstellen entstehen.
Der erste Schritt für die Lagerorganisation besteht darin, die benötigten Lagerbereiche einzuplanen. Typisch sind etwa:
- Wareneingang
- Lagerung
- Kommissionierung
- Verpackung
- Versand
Werden diese Zonen logisch angeordnet, lassen sich Lagerprozesse und -abläufe automatisch beschleunigen. Dadurch können Unternehmen sowohl von einer Zeit- als auch von einer Kostenersparnis profitieren.
Jedoch ist nicht nur die Lagerbereichsplanung entscheidend. Auch die Platzierung einzelner Produkte kann auf die Effizienz im Lager Einfluss nehmen.
So ergibt es Sinn, Artikel mit hoher Umschlagsgeschwindigkeit so zu platzieren, dass sie einerseits leicht erreichbar sind. Andererseits sollten sie sich bereits in der Nähe des Versandbereichs befinden. Dagegen können seltener benötigte Produkte weiter entfernt verstaut werden.
Diese Lagerplanung reduziert Laufwege und spart den Mitarbeitern dadurch Zeit. Dieser Effekt lässt sich sogar verstärken, wenn die Hauptwege im Lager stets frei zugänglich sind. So können sich Lagermitarbeiter, Wagen und Hubgeräte schnell und vor allem sicher durch die Gänge bewegen.
Wie sich der Platz im Lager optimal ausnutzen lässt
Vor allem in kleinen Lagerräumen ist es essenziell, den zur Verfügung stehenden Platz auszuschöpfen. In der Praxis geschieht das meist nicht, da ausschließlich die unteren Lagerebenen Verwendung finden.
Um Produkte auch vertikal lagern zu können, sollten Unternehmen in stabile Schwerlastregale investieren. Vorzugsweise sogar in Lagerregale auf Rollen, die sich flexibel hintereinander oder nebeneinander platzieren lassen.
Schwerlastregale bieten dabei den großen Vorteil, dass sie mehr Stauraum trotz gleichbleibender Lagerfläche schaffen. Das gilt insbesondere für Modelle, die eine Traglast von mehreren hundert oder gar tausend Kilogramm aushalten. Schließlich können Unternehmen auf den Regalsystemen stapelbare Behälter unterbringen, die nochmals Platz für Produkte bieten.
Bei der Nutzung vertikaler Lösungen spielt die Sicherheit eine entscheidende Rolle. Das bedeutet nicht nur, dass Lagerregale stabil aufgebaut werden müssen. Die Mitarbeiter sollten auch problemlos an höhere Regalböden gelangen können. Wichtige Hilfsmittel sind dabei Tritthocker, Leitern oder fahrbare Treppen.
Warum eine feste Struktur bei der Lagerplanung hilft
Um effiziente Lagerprozesse zu schaffen, ist eine klare Struktur im Lager das A und O. Denn sie verhindert, dass Mitarbeiter unnötig Zeit verlieren, in der sie nach Waren suchen müssen. Dadurch entstehen Verzögerungen, die einerseits Arbeitsabläufe verlangsamen und dadurch andererseits zu finanziellen Verlusten führen können.
Daher empfiehlt sich vor allem in kleinen Lagern ein sogenanntes Festplatzsystem. Das bedeutet, dass sämtliche Waren einen festen und eindeutig beschrifteten Lagerplatz erhalten. Sinnvolle Farbcodierungen sowie Zoneneinteilungen sind für Mitarbeiter zusätzlich nützlich, um sich besser im Lager orientieren zu können.