Ratgeber

Wenn die Schrift im Alltag kleiner wird: Was hinter nachlassender Sehkraft steckt

Viele Menschen im Oberbergischen bemerken es zunächst beim Zeitunglesen oder an der Supermarktkasse: Die Buchstaben wirken verschwommen, das Licht in Räumen scheint plötzlich nicht mehr auszureichen. Nachlassende Sehkraft gehört zu den häufigsten Beschwerden, die Hausärzte im Kreis zu hören bekommen, und dennoch warten viele Betroffene viel zu lange, bevor sie etwas unternehmen. Dabei lässt sich in den meisten Fällen mit einfachen Mitteln gegensteuern, wenn man früh genug hinschaut.

Warum das Sehvermögen mit den Jahren nachlässt

Ab etwa dem vierzigsten Lebensjahr verliert die Augenlinse nach und nach an Flexibilität. Dieser natürliche Prozess, in der Fachsprache Presbyopie genannt, macht das scharfe Sehen aus der Nähe zunehmend schwieriger. Was viele nicht wissen: Auch Bildschirmarbeit, Schlafmangel und anhaltender Stress können die Augen dauerhaft belasten und die Beschwerden früher einsetzen lassen.

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Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft weist darauf hin, dass regelmäßige Sehtests ab dem vierzigsten Lebensjahr empfehlenswert sind, weil viele Erkrankungen wie das Glaukom lange Zeit symptomfrei verlaufen. Wer auf Warnsignale wartet, kann wichtige Zeit verlieren.

Warnsignale, die man nicht ignorieren sollte

Es gibt eine Reihe von Anzeichen, die darauf hindeuten, dass ein Besuch beim Augenarzt oder Optiker überfällig ist:

  • Häufiges Zusammenkneifen der Augen, um Entferntes oder Nahes scharf zu stellen
  • Kopfschmerzen nach längerem Lesen oder Bildschirmarbeit
  • Lichtempfindlichkeit oder Blendungserscheinungen im Straßenverkehr
  • Schwierigkeiten beim Lesen von Straßenschildern oder Beschriftungen
  • Trockene oder gereizte Augen, die durch Reiben kurzfristig besser werden

Wer mehrere dieser Punkte bei sich erkennt, sollte zeitnah einen Fachmann aufsuchen. Ein Sehtest kostet wenig Zeit und kann viel Aufschluss geben.

Brille oder Kontaktlinse: Was passt zu welchem Lebensstil?

Die Wahl des richtigen Korrektionsmittels ist persönlicher als viele annehmen. Brillen haben sich in den vergangenen Jahren vom reinen Hilfsmittel zum Modeobjekt gewandelt. Fassungen aus Titan, dünne Gläser mit Entspiegelung und Gleitsichtbrillen für Menschen mit mehrfacher Fehlsichtigkeit gehören heute zum Standard. Kontaktlinsen wiederum bieten Freiheit bei Sport und körperlicher Aktivität, erfordern aber mehr Pflege und Disziplin. Für Berufstätige, die täglich viel am Bildschirm arbeiten, können sogenannte Bildschirmbrillen mit spezieller Entspiegelung eine sinnvolle Ergänzung sein.

Wer auf der Suche nach einem breiten Sortiment an Fassungen und professioneller Beratung ist, findet bei eyes and more eine umfangreiche Auswahl, die von Einstärkengläsern bis zu modernen Gleitsichtlösungen reicht.

Was man selbst tun kann: Augen im Alltag schonen

Neben dem Gang zum Optiker gibt es einige Gewohnheiten, die die Augen langfristig schützen. Die sogenannte 20-20-20-Regel empfiehlt, alle zwanzig Minuten für mindestens zwanzig Sekunden auf einen Punkt zu schauen, der mindestens sechs Meter entfernt liegt. Das entspannt die Augenmuskulatur und beugt dem digitalen Erschöpfungssyndrom vor. Ausreichend schlafen, genügend trinken und eine ausgewogene Ernährung mit Lebensmitteln, die Lutein und Zeaxanthin enthalten, etwa Grünkohl, Spinat oder Eigelb, unterstützen die Augengesundheit nachweislich.

Wer mehr über Gesundheitsvorsorge im Alltag erfahren möchte, findet auf Oberberg-Nachrichten weiterführende Hinweise zu praktischen Tipps für mehr Wohlbefinden im Alltag.

UV-Schutz: Ein unterschätztes Thema in der Region

Gerade im Sommer, wenn die Sonne im Bergischen Land höher steht, spielt UV-Schutz für die Augen eine wichtigere Rolle als vielen bewusst ist. Langwellige UV-A- und kurzwellige UV-B-Strahlen können das Augengewebe dauerhaft schädigen und das Risiko für die Entstehung eines grauen Stars erhöhen. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt deshalb das Tragen einer Sonnenbrille mit zertifiziertem UV-400-Schutz immer dann, wenn man sich längere Zeit im Freien aufhält. Auch an bewölkten Tagen dringt bis zu achtzig Prozent der UV-Strahlung durch die Wolken.

Das Informationsangebot des Bundesamts für Strahlenschutz zu UV-Schutz liefert dazu verständliche Hintergrundinformationen für den Alltag.

Letztlich gilt: Die Augen sind ein sensibles Organ, das Aufmerksamkeit verdient, lange bevor echte Probleme auftreten. Wer die kleinen Signale seines Körpers ernst nimmt und frühzeitig handelt, tut sich auf lange Sicht einen großen Gefallen. Und manchmal beginnt das schon damit, dass man endlich den überfälligen Sehtest vereinbart, den man seit Monaten vor sich herschiebt.

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