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Pigmentflecken durch Selbstbräuner: Wahrheit oder Mythos?

Viele nutzen den Sommerurlaub, um die Winterblässe abzustreifen und der Haut unter der Sonne einen gebräunten Teint zu verleihen. Alternativ sind auch Solarien sehr beliebt, um den Hautton aufzufrischen. Allerdings ist einen sonnengebräunte Haut immer mehr in Verruf geraten, denn mit jedem Sonnenbad altert die Haut schneller und das Hautkrebsrisiko steigt. Stattdessen setzen immer mehr Menschen auf Selbstbräuner. Doch auch die Bräune aus der Tube ist nicht ganz hautfreundlich.

Wie funktioniert Selbstbräuner?

Selbstbräuner sind für viele Sonnenanbeter eine hautschonendere Alternative zu echten Sonnenstrahlen. Denn es ist allgemein bekannt, dass die UV-Strahlung freie Radikale in der Haut entstehen lässt, die Oxidationsreaktionen in den Zellen verursachen. Dieser oxidative Stress beschleunigt die Hautalterung und kann sogar das Erbgut verändern.

Selbstbräuner wirkt oberflächlich auf der Haut und färbt sie durch chemische Reaktionen ein. Ausgelöst wird diese Reaktion durch den Stoff Dihydroxyaceton (DHA), der in den meisten Selbstbräunern enthalten ist. DHA gehört zur Gruppe der einfachen Kohlenhydrate so wie z.B. Glucose und Fructose. Die Braunfärbung der Haut entsteht, wenn das DHA mit den Proteinen in der Hautoberfläche reagiert. Diese chemische Reaktion wird auch als Maillard-Reaktion bezeichnet, die Teil der sogenannten Glykation ist. Es entsteht ein brauner Farbstoff, der in der oberen Hautschicht eingelagert wird und dort für einige Tage eine sommerliche Bräune erzeugt.

Kann Selbstbräuner Pigmentflecken verursachen?

Dem Bräunungseffekt, also der Maillard-Reaktion, liegt eine Glykation zugrunde. Die Glykation oder auch Verzuckerung bezeichnet die chemische Reaktion zwischen Zuckermolekülen und Eiweißen bzw. Fetten, bei der die Gewebefasern im wahrsten Sinne des Wortes verzuckern, also verhärten. Die Maillard-Reaktion kann vor allem bei der Zubereitung von Lebensmitteln sehr gut beobachtet werden. Unter Einfluss von Hitze entsteht beim Backen und Braten von Gerichten eine appetitliche, braune Kruste z.B. bei Brot oder Fleisch. Es findet eine Karamellisierung statt. Das Gleiche passiert auch auf der Haut beim Auftragen von Selbstbräunern.

Die Verhärtung der Gewebefasern ist jedoch alles andere als vorteilhaft. Wenn die Kollagenfasern im Bindegewebe verkleben, wirkt sich das auch auf die Hautfunktionen aus. Mit der Verhärtung geht die Spannkraft und Elastizität der Haut verloren. Auch die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, nimmt ab. Mit der Glykation entsteht oxidativer Stress in der Haut, der die Zellfunktionen beeinträchtigt und Abnutzungspigmente bzw. Alterspigmente entstehen lassen kann. Abgesehen davon bildet sich bei der chemischen Reaktion in geringen Mengen schädliches Formaldehyd, das auf der Haut verbleibt. All das beschleunigt die Hautalterung und macht die Haut anfälliger für schädliche Einflüsse.

Der Selbstbräuner selbst kann äußerlich zwar keine Pigmentflecken verursachen, da der Farbstoff nur oberflächlich eingelagert ist. Die schnellere Hautalterung kann jedoch dazu beitragen, dass sich Sonnenschäden wie Pigmentstörungen bzw. Altersflecken eher auf der Haut zeigen. Die Haut verliert ihre Widerstands- und Regenerationsfähigkeit und es entstehen Alterspigmente, die sich einlagern und so zu Pigmentflecken führen können.

Wie können Pigmentflecken vorgebeugt bzw. aufgehellt werden?

Pigmentflecken sind in erster Linie das Ergebnis von übermäßiger Sonneneinstrahlung, die die Haut irreversibel schädigt. Aber auch die exzessive Verwendung von Selbstbräunern trägt neben weiteren Faktoren wie Stress, ungesunde Ernährung, Rauchen oder Luftverschmutzung einen Teil dazu bei, dass die Haut altert und Flecken früher entstehen. Um Pigmentflecken vorzubeugen bzw. verblassen zu lassen, sollten daher folgende Dinge beachtet werden:

Sonnenschutz verwenden: Wenn es darum geht, Falten und vor allem Pigmentflecken vorzubeugen, steht die Verwendung von Sonnenschutz an erster Stelle. Die Hauptursache für Alterungszeichen auf der Haut ist nämlich der schädliche Einfluss der UV-Strahlung. Umso früher man damit beginnt, die Haut vor der Sonne zu schützen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit für Pigmentflecken. Das gilt nicht nur für Sommerurlaube, sondern für jeden Tag des Jahres. Daher sollte zumindest das Gesicht auch in den restlichen Jahreszeiten zumindest mit einer Gesichtscreme mit Lichtschutzfaktor geschützt werden.

Aufhellende Wirkstoffe: Sind auf der Haut bereits erste Pigmentflecken erschienen, ist das ein Zeichen dafür, dass die Haut geschädigt wurde. Nun heißt es einerseits weitere Flecken durch Sonnencreme vorbeugen und andererseits die sichtbaren Flecken aufhellen. Je nach Größe und Intensität der Pigmentflecken sind nicht unbedingt drastische Maßnahmen wie Laserbehandlungen nötig. Mit kosmetischen Wirkstoffen wie dem Kresse-Extrakt in der Aktiv Kressesalbe Thiamidol, Süßholzwurzelextrakt oder Kojisäure können Pigmentflecken schonend aufgehellt und außerdem auch vorgebeugt werden.

Antioxidantien: Freie Radikale sind einer der größten Risikofaktoren für unterschiedliche gesundheitliche und auch optische Beschwerden wie Pigmentflecken. Sie verursachen oxidativen Stress, der die Körperzellen schädigt. Um dem entgegenzuwirken, werden Antioxidantien benötigt. Sie neutralisieren die freien Radikale und leisten so einen großen Beitrag zum Zellschutz. Antioxidantien sind in zahlreichen pflanzlichen Lebensmitteln wie z.B. Beeren und Gemüse enthalten und können zusätzlich in Form von Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden.

DHA-freie Selbstbräuner: Wer regelmäßig und häufig Selbstbräuner anwendet, sollte darüber nachdenken, auf eine DHA-freie Alternative umzusteigen. Nicht nur zur Verhinderung von Glykationsprozessen in der Haut, sondern auch zum Schutz vor Formaldehyd, das bei der Bräunungsreaktion entsteht. Mittlerweile ist die Auswahl an verschiedenen Selbstbräunern sehr umfangreich und und im Bereich der Naturkosmetik findet man zahlreiche Bräunungsmittel, die ohne DHA auskommen.

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