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Wipperfürther Marktplatz – Endabnahme erneut vertagt

Marktplatz weiterhin gesperrt

Der neue Marktplatz in Wipperfürth sieht auf den ersten Blick eigentlich soweit fertig aus. Die Firma Boymann hatte bereits am 19.03.2020 ihre Baustelleneinrichtung abgeräumt und am 16.03.2020 sollte die Endabnahme erfolgen. Dazu wurde insbesondere die Ausführung der Pflasterarbeiten auf dem Marktplatz gründlich in Augenschein genommen, zunächst vorab von Mitarbeitern der Stadtverwaltung, anschließend gemeinsam mit dem ausführenden Bauunternehmen. Wie bereits berichtet, konnte eine Abnahme der Gesamtmaßnahme an dem ursprünglich dafür anberaumten Termin nicht erfolgen, da die Leistungen von dem beauftragten Subunternehmen nicht abnahmereif erstellt wurden. Der Subunternehmer, der die Pflasterarbeiten ausgeführt hat, wurde daraufhin durch die Bauleitung angehalten, die erforderlichen Nacharbeiten innerhalb von zwei Wochen so durchzuführen, dass eine Endabnahme erfolgen kann.

Ein neuer Termin zur Endabnahme wurde für den 30.03.2020 anberaumt. Die Hansestadt Wipperfürth sah sich jedoch gezwungen, die Abnahme erneut zu verweigern. Einige Stellen weisen noch immer nicht die erforderliche Fugenbreite auf, so dass die Pflasterer dort ein weiteres Mal nachbessern müssen. Die Firma Boymann konnte somit also auch noch nicht aus der Pflicht entlassen werden, einen einwandfreien Marktplatz inklusive der angrenzen- den Bereiche an die Hansestadt Wipperfürth zu übergeben. Zur Durchführung der Nacharbeiten wurde gestern nochmals eine Frist von zwei Wochen eingeräumt.

„Wir bleiben zuversichtlich, dass bis spätestens Mitte April die Abnahme erfolgen kann. Während die Pflasterer ihre Nacharbeiten durchführen, werden voraussichtlich auch die Holzauflagen für die neuen Sitzgelegenheiten wieder montiert. Die Corona-Pandemie veranlasst mich, in dem Zusammenhang deutlich darauf hinzuweisen, dass auch beim Probesitzen grundsätzlich das derzeit geltende Kontaktverbot einzuhalten und auf den Mindestabstand von 1,5 Metern zu achten ist“, so Bürgermeister Michael von Rekowski.

„Dass so kurz vor der offiziellen Freigabe nur wenig Trubel auf dem Marktplatz ist, hätten wir vor wenigen Wochen noch nicht für möglich gehalten und der Anblick ist schon irgendwie bedrückend. In Anbetracht der Corona-Krise nehmen wir nun aber vielleicht alle etwas leichter hin, dass der Marktplatz nun doch nicht mehr vor Ablauf des Monats März freigegeben werden kann. Ich gehe fest davon aus, dass das Bild auf dem Marktplatz in den Sommermonaten schon wieder deutlich lebendiger sein wird. Dazu müssen sich im Augenblick aber alle an die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie halten,“ appelliert der Bürger- meister an die Bürgerinnen und Bürger.

Da die Fahrbahn der Hochstraße bzw. die Straße „Marktplatz“ ebenfalls zur Gesamtmaß- nahme der Umgestaltung des Marktplatzes gehört, kann auch die Freigabe der Straße für den üblichen Straßenverkehr zum jetzigen Zeitpunkt aus Gründen der Gewährleistung noch nicht erfolgen.

Durch eine Freigabe vor der baurechtlichen Vertragsabnahme würde die Stadtverwaltung das unkalkulierbare Risiko eingehen, Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Vertragspartner unter Umständen nicht mehr geltend machen zu können. Das könnte die Hansestadt Wipperfürth teuer zu stehen kommen, weil sie die Kosten für spätere Reparaturen dann selbst zu tragen hätte. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis dafür, dass dieses Risiko nicht eingegangen werden kann und darf.

Dass es auch nach der Endabnahme durchaus noch geringfügige Unterschiede in der Fu- genbreite geben kann, hängt damit zusammen, dass Natursteine mit gebrochenen Kanten für den neuen Marktplatz verwendet wurden und diese -anders als Betonsteine- keine glatte Kante aufweisen. „Die Fugen an der Oberfläche können daher stellenweise etwas breiter ausfallen als an den unteren, verdeckten Kanten – und umgekehrt. Das ist eben Natur“, so Stephan T. Hammer, Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen und Umwelt.

Insgesamt befindet sich die Baumaßnahme immer noch innerhalb des ursprünglich geplanten Zeitrahmens.

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