Wipperfürth – Wer mal erfahren möchte, wie sich ein Alkoholrausch anfühlt, ohne Alkohol getrunken zu haben; wer mal in die Haut eines 85-Jährigen schlüpfen möchte; wer ein Notfallbeatmungsgerät, ein Ultraschallgerät beim Anlegen eines Schmerzkatheters sehen, oder selbst mal einen Gefäßcheck durchführen möchte, für den ist der Weg in die Alte Drahtzieherei Wipperfürth am 8. und 9. März 2014 ein Muss.

Täglich von 11 bis 17 Uhr finden dort die „Oberbergischen Gesundheitstage“, die neue Gesundheitsmesse für den Oberbergischen Kreis statt. Krankenhäuser, Ärzte, Heilpraktiker, Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Pflegeeinrichtungen, Hospizgruppen, Versicherungen und viele andere Spitzenanbieter aus dem gesamten Oberbergischen Kreis informieren dort zum Thema Gesundheit.

Dirk Westerheide, Daniela Sappok, Frank Sering, Sabine Cassel, Wipperfürths Bürgermeister Michael von Rekowski, Angela Altz, Rainer Drevermann (v.l.) – Quelle: ZVW Event & Marketing

„Ich halte das für ein ganz wichtige Veranstaltung“, erklärt Wipperfürths Bürgermeister Michael von Rekowski, der beruflich im Pflegebereich groß geworden ist, unter anderem 11 Jahre als Pflegedienstleiter im Lindlarer Herz-Jesu-Krankenhaus gearbeitet hat. „Angesichts der demographischen Entwicklung und der Pflegesituation freue ich mich über jede Gelegenheit, darauf aufmerksam zu machen“.

Anlässlich eines Pressegesprächs stellten Veranstalter ZVW Event & Marketing sowie die Premiumpartner Klinikum Oberberg, Katholische Kliniken Oberberg und Sana Klinikum Radevormwald heute die geplanten Aktivitäten vor. Alle Oberbergischen Krankenhäuser werden mit umfangreichen Aktionen am Stand sowie zahlreichen Vorträgen für ein schwungvolles, von zahlreichen Mitmachaktionen geprägtes und höchst informatives Programm sorgen.

So führt das Sana-Klinikum „GERT“ vor. GERT ist ein Anzug, der seinem Träger vorgaukelt, er sei 85 Jahre alt – GERT kann jeder Besucher anprobieren. „Wir werden aber auch Gelegenheit bieten, eine Operation mal selbst durchzuführen, zur Belohnung angelt man sich Gummibärchen aus der Bauchhöhle“, so Pflegedienstleiterin Daniela Sappok. „Jeder kann auch eine Arthroskopie am Schuler- oder Kniemodell mal selber ausprobieren.

„Bei uns am Stand“, Frank Sering, der stellvertretende Pflegdienstleiter der Katholischen Kliniken Oberberg in Engelskirchen, „spielt unter anderem der demografische Wandel eine Rolle, etwa mit unseren Ausbildungsangeboten im Bereich Krankenpflege. Dazu bringen wir eine Blackbox mit, in der jeder kontrollieren kann, ob er es schafft, seine Hände richtig zu desinfizieren, denn Hygiene spielt eine immer wichtigere Rolle“. Blutzuckermessung, Ernährungsberatung, Naturheilkunde sind weitere wichtige Aspekte am Stand und in den Vorträgen. Und, so Sering, „wir gehen auch Tabuthemen wie etwa Harninkontinenz an“.

Rainer Drevermann, stellvertretender Pflegedienstleiter im Klinikum Oberberg in Gummersbach: „Ich bin froh, dass alle Krankenhäuser aus dem Oberbergischen Kreis vertreten sind. Anhand des Messeprogramms kann man so sehen, dass, außer einer Hautklinik, alle Bereiche der regionalen Gesundheitslandschaft auf der Messe dabei sind.“ Das Klinikum Oberberg will den Besuchern die Scheu vor Wiederbelebunsgeräten nehmen, die man zum Beispiel in Kaufhäusern sieht. Drevermann: „Keiner traut sich, die Geräte zu benutzen. Wir zeigen, dass das aber ganz einfach ist“. Die Ausbildung im Gesundheitsbereich, Diabetes bei Kindern und die Sprechstunde des Puppendoktors (ein Arzt aus dem Klinikum Oberberg behandelt die Puppen und LIeblingsteddys der kleinen Besucher). Angela Altz, die Marketingleiterin des Klinikum Oberberg fasst die Absicht zusammen: „Wir wollen Kindern die Angst vor dem Krankenhaus nehmen. Und dafür bringen wird das Krankenhaus in die Alte Drahtzieherei“.

Ein Schwerpunktbereich wird das Thema Pflege sein. Dazu gibt es konkrete Informationen für Menschen, die eine Ausbildung im Gesundheitswesen und Pflegebereich planen. Und für die kleinen Besucher ist ebenfalls gesorgt – sie können sich zum Beispiel den Arm eingipsen lassen, oder (siehe oben) ihre Puppen mitbringen, die dann von einem echten Doktor behandelt werden.

Die Oberbergischen Gesundheitstage bringen eine Fülle an Attraktionen und Informationen, die es in dieser Vielzahl und dieser Qualität im Oberbergischen Kreis noch nicht gegeben hat. Ob es um die „Volkskrankheiten“ wie Rücken oder Diabetes, um Alkoholprobleme, um die Geburt und die Behandlung von Babies geht, um Pflege im Alter, um Seh- und Hörtests, um die angemessene Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln und, und, und – es gibt kaum ein wichtiges Thema, dass nicht von den Ausstellern oder den hoch qualifizierten Referenten im Vortragssaal angepackt wird.

Und deshalb sind die Gesundheitstage auch eine Messe nicht nur für Senioren oder Junioren, für Groß oder Klein, für Männlein oder Weiblein – sie sind eine Messe für alle. Mit Ausstellern, die zeigen, was im gesamten Oberbergischen Kreis in Sachen Gesundheit und Pflege getan und angeboten wird, mit Spitzenärzten, die ihr Wissen bereitwillig weiter geben, mit hoch qualifizierten Spezialisten für Augenoptik und Hörgeräteakustik (machen Sie doch einen Seh- oder Hörtest direkt vor Ort!), mit Kompetenzteams für Betreuung und Pflege, für Versorgung mit Hilfsmitteln oder psychologischer Unterstützung, mit alternativen und außergewöhnlichen Angeboten für körperliche und geistige Gesundheit.

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