Oberberg In den Monaten Juli und August dieses Jahres ereigneten sich auf den ländlichen Straßen im Oberbergischer Kreis insgesamt 212 Wildunfälle. Dies bedeutet für diese Sommermonate im Vergleich zu den vergangenen Jahren eine außerordentlich hohe Anzahl.

Die meisten Wildunfälle in den vergangenen Jahren passierten in den Monaten Oktober und November sowie im April und im Mai. Hierbei sind besonders die ländlichen Kommunen betroffen.

Der Sommer neigt sich dem Ende und der Herbst rückt näher. Das erfordert besondere Aufmerksamkeit im Straßenverkehr. Aus diesem Grund warnt die Polizei aktuell vor den Gefahren von und durch Wildunfälle(n).

Vor allem in den Morgen- und Abendstunden sollten Autofahrer zurzeit besonders vorsichtig sein. Denn dann ist die Gefahr besonders hoch, dass Wildtiere wie Reh, Wildschwein und Hase die Straße kreuzen. Wildtiere kennen keine Regeln, sie müssen über Straßen wandern um zu fressen oder Partner zu finden.

Joachim Höller, Leiter der Verkehrsdirektion der Kreispolizeibehörde, gibt den Verkehrsteilnehmern folgende Tipps für das richtige Verhalten, um Wildunfälle zu vermeiden oder im Unglücksfall richtig zu reagieren.

„Fahren Sie in den ländlichen und waldreichen Gegenden in den kommenden Wochen besonders vorsichtig. Ist ein Verkehrszeichen Wildwechsel aufgestellt ist die Gefahr besonders hoch. Die Hinweisschilder werden an gefährdeten Stellen mit häufigem Wildwechsel aufgestellt und sollten ernst genommen werden. Wenn dann plötzlich ein Tier auf der Straße auftaucht, nicht ausweichen sondern kontrolliert abbremsen und notfalls einen Zusammenstoß in Kauf nehmen. Rechnen Sie bei Wildwechsel immer mit Nachzüglern – ein Tier kommt selten alleine.“

Ist es jedoch zu einem unvermeidlichen Zusammenstoß gekommen, ist die Unfallstelle sofort und richtig abzusichern. Ziehen Sie ihre Warnweste an, schalten Sie die Warnblinkanlage ein und stellen Sie deutlich sichtbar ein Warndreieck auf. Nach einem Unfall sollten Sie in jedem Fall die Polizei über Notruf (110) verständigen.

Der beste Schutz gegen Wildunfälle sind angepasste Geschwindigkeit und ein vorausschauendes Fahren. Wer Tempo 80 statt 100 fährt, reduziert seinen Bremsweg um 25 m.

Quelle: Kreispolizeibehörde Oberbergischer Kreis

Veröffentlicht von:

Annalena Rüsche
Annalena Rüsche
Annalena Rüsche befindet sich aktuell in der Vorbereitung zum Studium. Sie absolviert in unserer Redaktion ihr Jahrespraktikum. Im Anschluss will Sie "Medienmanagement" studieren. In unserer Redaktion ist sie aktuell für den Newsdesk zuständig und hält Ausblick nach aktuellen und für unsere Leser wertvollen Informationen. Sie ist unter redaktion@oberberg-nachrichten.de direkt erreichbar.

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