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Magische Beschäftigungsmarke überschritten

Jetzt ist es offiziell: Die Stadt Wiehl hat die 10.000er-Marke bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten überschritten. Bei der Firma Appenfelder in Marienhagen begrüßte die Rathaus-Verwaltungsspitze den 10.000sten Beschäftigten. Und noch etwas besonderes: Mit 10.000 Arbeitsplätzen hat die Stadt einen deutlichen Überschuss, wenn man dem die Jobs der momentan 9.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gegenüberstellt, die im Stadtgebiet leben.

In einer Stadt mit über 25.000 Einwohnern sei solch eine Zahl an sozialversicherten Beschäftigten eine überproportionale Dimension, so Wiehls Bürgermeister Werner Becker-Blonigen. Zur besonderen Würdigung dieses Ereignisses begrüßte er gemeinsam mit dem Verwaltungsvorstand der Stadtverwaltung Wiehl am Mittwoch, bei der Firma Appenfelder im Industriegebiet Wiehl-Marienhagen, den 10.000sten Beschäftigten in der Stadt Wiehl, Steffen Gensow. 10.000 sei eine magische Marke, so Wiehls Bürgermeister. In so einer Kleinstadt wie Wiehl müsse eine Willkommenskultur stattfinden und den Menschen Zukunftsperspektive und Erwerbseinkommen ermöglicht werden. Da müsse auch die Struktur darum herum stimmen, denn auch das zähle zur wirksamen Wirtschaftsförderung. Doreen Fiedler – Leiterin Personal der Firma Appenfelder – ist von Berlin über Neuss nach Wiehl gekommen und freut sich über die Möglichkeit, ihr Kind auch nachmittags im Kindergarten betreuen lassen zu können. „Frau Appenfelder hat das vorgelebt,“ erzählte Becker-Blonigen. Im Nebenzimmer ihres Büros, damals noch in Weiershagen, stand ein Laufställchen für den Nachwuchs.

Seit September 2012 arbeitet Steffen Gensow als Verkaufsinnendienstmitarbeiter für die Vermietung und Disposition von Gabelstaplern bei der Firma Appenfelder in Wiehl-Marienhagen. Da das Potential für die Kurzzeitmiete in der oberbergischen Region zugenommen hatte, wurde diese Funktion in Wiehl neu besetzt. Der 32-jährige Steffen Gensow ist gelernter Europasekretär und hat sich als Quereinsteiger in einer Remscheider Spedition als Dispositionsleiter eingearbeitet. Sein Job in Marienhagen sei perfekt für ihn – Kundennähe und das schnelle Agieren und Organisieren liege ihm. Steffen Gensow erhielt eine Urkunde sowie ein Buch über Wiehl und einen Gutschein über eine Ballonfahrt. Da solle er sich Wiehl mal genau anschauen – Bürgermeister Werner Becker-Blonigen hofft, ihn auch bald als Bürger der Stadt Wiehl begrüßen zu können, denn noch wohnt der gebürtige Thüringer in Wipperfürth. Ob er nun genau der 10.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte ist, kann nicht hundertprozentig belegt werden. Fakt ist aber, dass die Stadt diese Marke überschritten hat und dies im Nachhinein vom Statistischen Landesamt erfahren hat. Somit musste zurückgerechnet werden und Gensow passt genau in den Zeitraum der Überschreitung.

Erwerbseinkommen sei wichtig für die Zukunftsperspektive, so Becker-Blonigen, denn „Arbeit ist das A und O“. In Wiehl haben sich hauptsächlich kleine, mittelständische Unternehmen angesiedelt. Gerlinde Appenfelder – Geschäftsführerin der Firma Appenfelder – betonte, dass in Wiehl langfristig gedacht werde. Für die Ansiedlung von Firmen in Gewerbebieten wie Marienhagen war nicht die Erzielung eines hohen Preises beim Flächenverkauf wichtig, sondern verschiedensten Gewerbebetrieben einen Standort zu bieten. Seit Ende 2011 ist die Firma, die auf eine über 60jährige Firmengeschichte zurückblicken kann und Spezialist für Flurförderzeuge aller Art ist, in Marienhagen angesiedelt. Insbesondere die persönliche Verantwortung in kleineren Betrieben lobte Becker-Blonigen. So hat die Firma Appenfelder 110 Mitarbeiter, von denen zehn Prozent Auszubildende aus der Region sind. Etwa 70 Techniker sind hier beschäftigt, die restlichen Mitarbeiter in Verwaltung, Innendienst und EDV. Die Firma Appenfelder ist Teil einer Firmengruppe, deren Gesellschafterin Gerlinde Appenfelder ist. Die Appenfelder GmbH (Wiehl-Marienhagen), Sixt Fördertechnik GmbH & Co.KG (Bergheim) und M Fahrzeugbau GmbH (mit, Betriebsstätte in Neuwied).

Vera Marzinski

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche verantwortet die Redaktion Oberberg-Nachrichten. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist telefonisch unter 02261-9989-885, oder über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected] - Redaktionssprechstunde: Mo, Di und Do von 10-12 Uhr.
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