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Frank Flatten: Der VfL Gummersbach ist eine Marke

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Im Interview mit Oberberg-Nachrichten sprach Frank Flatten, Geschäftsführer des VfL Gummersbach, über erste finanzielle Erfolge, die anstehende Lizenzvergabe und den Unterschieden zu seiner früheren Tätigkeit bei der HSG Düsseldorf.

Oberberg-Nachrichten (ON): Herr Flatten, Sie sind jetzt seit gut einem halben Jahr in Gummersbach. Wie fällt Ihre Bilanz aus?

Frank Flatten: Wir haben in den letzten Monaten viel bewegt. Aus finanzieller Sicht ist es gelungen, die Hinrunde positiv abzuschließen – obwohl wir eine negative Planung zu Saisonbeginn hatten. Dies war unter anderem durch Kosteneinsparungen möglich. So haben wir das Kapitel „Jan Gorr“ abschließen können und haben uns von Goran Sprem getrennt. Die Verpflichtungen von Frederik Larsson und Raul Santos war durch zusätzliche Werbeeinnahmen möglich.

ON: Im März muss der VfL Gummersbach die Lizenz für die Saison 2013/2014 beantragen. Wie sieht es aktuell aus?

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Bild: Uwe Schlegelmilch.

Flatten: Wenn wir den Antrag abgeben, wird nicht jeder „Hurra“ schreien. Aber ich war acht Jahre im Präsidium der Handball-Bundesliga und stehe bereits seit Oktober im ständigen Dialog mit den Verantwortlichen. Wir werden eine gesunde Planung bis zum 30. Juni einreichen. Und mit der Senkung der Personalkosten geben wir ein weiteres Signal.

Nachdem der VfL die Lizenz im letzten Jahr erst im fünften oder sechsten Anlauf bekommen hat, habe ich mir zum Ziel gesetzt, dass wir die Lizenz im zweiten, spätestens im dritten Anlauf bekommen.

Unabhängig von der Lizenz müssen wir die Konsolidierung weiter vorantreiben. In Bezug auf die bestehenden Altlasten müssen wir in den laufenden Etat eine Tilgung einbauen. Die Nachinvestitionen – wie sie vom Aufsichtsrat immer wieder getätigt werden – müssen aufhören. Gleichzeitig müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass sich der VfL keine gestandenen Spieler leisten kann. Zurzeit gibt es hier auch keinen Bedarf.

Beim Spiel gegen Frisch Auf Göppingen hatten wir eine Mannschaft auf der Platte. Wir brauchen aber immer eine Mannschaft, die auch eine Spielphilosophie hat. Es wird zwei Jahre Zeit in Anspruch nehmen, hier etwas aufzubauen.

ON: Was haben Sie genau vorgefunden, als Sie am 1. September 2012 Ihre Arbeit hier aufgenommen haben?

Flatten: Das, was ich vorgefunden habe, hat meine Erwartungen übertroffen. Außerdem habe ich mit dem Aufsichtsrat ein sehr engagiertes Gremium angetroffen. Denn ohne den Aufsichtsrat würde es den VfL Gummersbach, so wie er heute ist, nicht mehr geben.

ON: Zuletzt waren Sie als Manager der HSG Düsseldorf tätig. Gibt es Unterschiede zwischen Ihrer Arbeit dort und hier beim VfL Gummersbach?

Flatten: Es gibt vier große Unterschiede. Erstens hat der VfL eine andere Stellung in der Stadt als die HSG. Außerdem identifiziert sich hier eine ganze Region mit dem VfL. Wenn ich zum Beispiel den Bürgermeister von Düsseldorf sprechen wollte, hat mich sein Dezernent drei Wochen später mal zurück gerufen. Hier meldet sich der Bürgermeister und fragt, wann ich Zeit für ein Gespräch habe.

Wenn ich eine Stelle annehme, dann arbeite ich engagiert und ungebremst. Ich brenne auf Handball. Während ich in Düsseldorf emotional sehr eingebunden war, kann ich in Gummersbach objektiv arbeiten. Dazu kommt, dass der Zeitaufwand hier wesentlich größer ist als in Düsseldorf, aber es macht Spaß.

Ich denke, der größte Unterschied ist aber der, dass die HSG Düsseldorf ein Handballverein war. Der VfL Gummersbach ist eine Marke!

ON: Wie ist es eigentlich genau zum Ende in Düsseldorf gekommen?

Flatten: Bei der HSG gab es Altlasten, aber auch Zahlungsversprechungen, die nicht eingehalten worden sind. Außerdem haben wir mit der Konsolidierung zu spät begonnen. Im Rahmen einer geplanten Insolvenz wollten wir eigentlich die Saison zu Ende spielen. Dann kam die Diskussion mit der Spielgemeinschaft zwischen Düsseldorf und Dormagen auf den Tisch. Das hat sich alles gut angehört, aber dann hat Dormagen die Insolvenz eingereicht. Damit war dieses Projekt vom Tisch, und wir mussten ebenfalls in die Insolvenz.

ON: Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Simone Hawellek.

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