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Eugen Haas – Vater des Gummersbacher Handballs

Gummersbach – Nur noch ein Bundesligaspiel werden die Handballer des VfL Gummersbach in der Eugen-Haas-Halle absolvieren, dann zieht der Umzug in die Schwalbe-Arena an (ON berichtete). Ein Grund mehr, einmal die Person Eugen Haas zu beleuchten, nach dem die „Altehrwürdige“ im Zentrum der oberbergischen Kreisstadt benannt ist.

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Durch das Engagement von Eugen Haas erlebte der VfL Gummersbach seine sportlich erfolgreichsten Jahre – Bilder: VfL Gummersbach.

Egal, wen man in Gummersbach fragt, Eugen Haas ist allen ein Begriff. VfL-Manager Frank Flatten bringt es auf den Punkt: „Eugen Haas ist der Vater des Gummersbacher Handballs. Er hat den Sport hier etabliert.“

Geboren wurde Haas am 15. Juli 1916. Schon früh hatte er Kontakt zum Handball gefunden, spielte in der ersten Großfeldmannschaft des VfL Gummersbach. Nach dem zweiten Weltkrieg verschlug es ihn kurzzeitig nach Süddeutschland, wo er in der Nähe von Fürth wohnte. Seiner Liebe zum Handball tat dies keinen Abbruch. Im Gegenteil: In Fürth trainierte er regelmäßig. Doch schon bald ging es zurück ins Oberbergische.

Als er 1954 die Zügel in der Handballabteilung des VfL Gummersbach in die Hand nahm, konnte keiner ahnen, dass dies der Beginn einer Ära war. Unter der Führung von Haas holten die Blau-Weißen insgesamt zehn Deutsche Meistertitel, wurden fünf Mal Pokal-Sieger, feierten acht Europapokalsiege. 1979 holte das Team die erste Vereins-Europameisterschaft. Als 1983 diese Meisterschaft zum letzten Mal in ihrer Art ausgetragen wurde, standen die Mannen von Eugen Haas ebenfalls ganz oben auf dem Treppchen. 13-06-06eugenhaas2

Auch, wenn Haas noch ein Geschäft für Bürobedarf führte, so war für ihn der VfL Gummersbach wichtiger Lebensbestandteil. Damals war Eugen Haas VfL und der VfL war Eugen Haas. Die Spieler nannten ihn nur noch „Haasen-Papa“, denn er war für alle da. Egal, ob es sportliche Hürden zu nehmen galt, oder es private Probleme gab: Haas hatte immer ein offenes Ohr für „seine Jungs“, stand im Rat und Tat zur Seite.

Während seiner Zeit als Manager entwickelte er besonders zu Hansi Schmidt, Erhard Wunderlich und Andreas Thiel eine besondere Beziehung und wurde für diese drei Spieler zu einer Vaterfigur. Er half den Spielern, sich in Gummersbach zurechtzufinden, half bei der Arbeits- und Wohnungssuche und ersetzte ihnen – so weit es möglich war – die Familien.

Nur, wer sich vollkommen mit dem Verein identifizieren konnte, durfte auflaufen. Wer nur des Geldes wegen Handball spielte, brauchte erst gar nicht in Gummersbach vorstellig zu werden. Kameradschaft unter den Spielern war ihm sehr wichtig. Denn nur, wenn alle Spieler zufrieden seien, hätte man eine funktionierende Mannschaft, erklärte er einmal seine Philosophie. Im Team dürfe es nicht das kleinste Problem geben. Gab es auch nicht, denn dafür sorgte Haas mit seinem Engagement und seiner Bereitschaft, alles für die Spieler zu tun.

Letzter sportlicher Höhepunkt für den Macher des VfL Gummersbach war 1991der Gewinn der ersten Gesamtdeutschen Meisterschaft. Danach zog sich Haas aus gesundheitlichen Gründen immer weiter zurück, ehe er am 22. Juli 1995 verstarb.

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