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Der Bergische Geschichts Verein im Eisenbahnmuseum

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Bei strahlendem Sonnenschein konnte Volker Eisenhauer, der Schriftführer des Fördervereins am Eisenbahnmuseum Dieringhausen, fast 30 Mitglieder des BGV-Oberberg auf dem Museumsgelände begrüßen. Das Museum liegt auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerkes. Die Führung startete er an der großen Drehscheibe mit einem Bericht über die Bedeutung der Eisenbahn für das Aggertal und auch für Dieringhausen. Für die wirtschaftliche Entwicklung im Aggertal, insbesondere für die Textilindustrie, kam der Streckenausbau im Jahre 1884 bis Ründeroth und 1887 bis Derschlag gerade noch rechtzeitig, um ein starkes Wachstum zu ermöglichen. Die Lage in Dieringhausen bot sich für den Aufbau der notwendigen Versorgungseinrichtungen an, die sich aufgrund des engen Aggertales neben dem Güterbahnhof auf 3 Ebenen befinden. Dies ist in dieser Vollständigkeit einmalig in Deutschland. Die erste Ebene im Talgrund umfasst den Lokschuppen von 1905, Strahlenkranz und Drehscheibe. In diesem Bereich sind eine große Anzahl von historischen Dampf- und Diesellokomotiven in unterschiedlichem Erhaltungszustand zu sehen. Über eine Treppe kann man zur 2. Ebene gelangen. Dort liegen Kohlenbunker und Sturzbekohlungsanlage. Diese Einrichtung ist ebenfalls einmalig. Hier konnten die Tender der Dampfloks über eine Rutsche von oben befüllt werden. Auf der dritten Ebene, auf der auch der heutige Personen-Bahnhof liegt, war der Ablaufberg mit den zahlreichen Gleisen zur Zusammenstellung der vielen Güterzüge angelegt.

Quelle: Foto Begrüßung: BGV-Bildarchiv
Quelle: Foto Begrüßung: BGV-Bildarchiv

Aufgrund seiner Bedeutung wurden Bahnhof und Betriebswerk im Krieg öfter bombardiert und 1944 so schwer getroffen, dass man auf ein Ersatzgelände in Osberghausen ausweichen musste, um noch einen Mindestbetrieb zu sichern. Ab 1945 konnte die Bahn mit ihren Dampfloks erheblich den Wiederaufbau unterstützen. Im Jahr 1956 gingen erste Schienenbusse und 1962 Dieselloks in Betrieb. Im Jahre 1969 war die Dampflokherrlichkeit mit Abgabe der letzten Dampflokomotiven vorbei. Für mehr als 20 Jahre wurden nun Dieselloks gewartet. Von der Deutschen Bahn wurde das Betriebswerk 1982 geschlossen, konnte aber von dem Mäzen Hermann Haeck gekauft werden, der auch den Förderverein unterstützte und damit die Grundlagen zur Erhaltung des Betriebswerkes schuf. Nach seinem Tode ging die Einrichtung in die Hermann-Haeck-Stiftung über, die den weiteren Betrieb aber deutlich erschwert, da nun auch ein wirtschaftlicher Erfolg erwartet wird, damit die Stiftung aus ihrem Engagement auch Gewinne erzielen kann. Nach einer Schließung im Jahre 2009 konnte aber der neu gegründete Förderverein „IG Bw Dieringhausen“ das Gelände als Pächter übernehmen und den Betrieb fortführen. Glanzstück ist bis heute die Dampflok „Waldbröl“ der Kleinbahn Bielstein-Waldbröl, die das Museum betriebsbereit aufgearbeitet hat. Sie stellt als letztes Exponat der Region ein besonderes Kulturgut dar und ermöglicht als „Bergischer Löwe“ regelmäßige Fahrten auf der Strecke nach Wiehl.

Zum Abschluß des Besuches konnten bei einem Kaffeetrinken die zahlreichen Eindrücke diskutiert und verarbeitet werden.

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