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Aus Müll Gold machen

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Europäische Tagung am Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln und am „Lehr- und Forschungszentrum :metabolon der FH Köln“ in Lindlar

v.l.n.r.  Dr. Elaine Groom, Prof. Dr. Michael Bongards, Monika Lichtinghagen-Wirths. (Quelle: FH Köln)
v.l.n.r. Dr. Elaine Groom, Prof. Dr. Michael Bongards, Monika Lichtinghagen-Wirths. (Quelle: FH Köln)

„Wir sind stolz darauf, an diesem Projekt teilnehmen zu dürfen.“ So äußerte sich Prof. Dr. Michael Bongards vom Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln  während der  Tagung zum EU-Projekt „RENEW – REsource innovation Network for European Waste“. Prof. Bongards hatte das Treffen nach Gummersbach geholt, es fand am 23. und 24. April 2013 am Hochschulcampus und  im Lehr-und Forschungszentrum :metabolon der Fachhochschule Köln in Lindlar statt, rund 50 Teilnehmer aus Belgien, Deutschland und Irland berichteten und diskutierten über Möglichkeiten zur Gewinnung von Rohstoffen aus Abfall. RENEW war aus 20 Bewerbungen aus verschiedenen EU-Ländern als zweitbeste bewertet worden, das Projekt wird bis Juni 2015 mit 2,4 Mio. Euro gefördert.

Worum es geht, erläuterte Prof. Bongards an einem einleuchtenden Beispiel: Um 1 Gramm Gold zu gewinnen, muss im Durchschnitt eine Tonne Erz verarbeitet werden. Gleichzeitig kann man aus einer Tonne unbrauchbarer Computer-Leiterplatten rund 200 Gramm Gold gewinnen. Das bestätigte Monika Lichtinghagen-Wirths , die Geschäftsführerin des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes /(BAV) und als solche auch zuständig für das :metabolon-Projekt auf der Leppe-Deponie in Lindlar. Das Problem dabei  ist aber, wie sie erläuterte, dass die Leiterplatten alle unterschiedlich aufgebaut sind, das Gold also an verschiedenen Stellen sitzt, was ein automatisiertes Recycling sehr erschwert. Ähnlich es ist bei Mobiltelefonen, aber auch Autos, in denen eine Vielzahl von recyclebaren Rohstoffen stecken. Hier muss noch in weit stärkerem Maße ein Umdenken stattfinden, der Fachausdruck dazu heißt Kreislaufwirtschaft („Cradle to Cradle“ – engl. „ von Wiege zu Wiege“). Wenn bei einem Produkt schon beim Entwurf an die nächste Generation gedacht wird, dann werden die Rohstoffe so verarbeitet, dass sie später mit möglichst geringem Aufwand wiedergewonnen werden können.

„Ich bin sehr froh, dass die Konferenz hier auf dem :metabolon-Gelände stattfindet,“ erläuterte die BAV-Geschäftsführerin, „ denn sie behandelt genau unsere Themen.“  So wird „RENEW“ im Umweltbereich neue Konzepte zur Gewinnung von Rohstoffen aus Abfall entwickeln, das umfasst Metalle, Nährstoffe und Chemikalien. Im betriebswirtschaftlichen Bereich  geht es aber auch um fachliche Unterstützung für Unternehmen und Unternehmensgründer, die in den Markt für Rohstoffe aus Abfällen eintreten wollen.

Neben Hochschulen sind auch Forschungsinstitute und staatliche Einrichtungen der Abfallwirtschaft an dem EU-Projekt beteiligt. Den Vorsitz im Forschungsverbund hat Dr. Elaine Groom , Mitglied des QUESTOR Centre an der Queen’s University Belfast. Das Forschungszentrum QUESTOR befasst sich mit Umweltthemen wie Abwasserbehandlung; Energiegewinnung aus Biomasse oder  Bodensanierung, aber auch Beratung in Umweltprojekten.

Teilweise die gleichen Themen bearbeitet das  “Gummersbach Environmental Computing Center” (GECO>C) am Campus Gummersbach der FH Köln, das die Tagung vor Ort organisiert hat. GECO>C ist eine Forschungsgruppe von 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter Leitung von Prof. Dr. Michael Bongards mit den Schwerpunkten Steuerung und Regelung von Kläranlagen und Biogasanlagen. GECO>C  hat die wissenschaftliche Leitung für das Lehr- und Forschungszentrum :metabolon der FH Köln im 14-Millionen-Euro-Projekt „:metabolon“, der neu gestalteten ehemaligen Müll-Deponie in Lindlar.

Info:

www.renew-network.eu
www.metabolon.de

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