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Zweite Chance für Jugendliche: CJD Gummersbach setzt auf Stärken

Einen passenden Ausbildungsplatz zu finden, ist heutzutage oft mit vielen Hindernissen verbunden. Jugendlichen mit Behinderungen oder Verhaltensauffälligkeiten ist es daher schon fast unmöglich, ohne Hilfe auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Für diese Menschen ist das CJD, das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands e. V., die erste Anlaufstelle. Sie nennen sich „Die Chancengeber“ und unterstützen an über 150 Standorten jährlich 155.000 Menschen.

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So auch in Gummersbach. Das Gummersbacher CJD ist ein Standort vom CJD Olpe und bildet zurzeit etwa 130 junge Menschen in verschiedenen Berufen und Maßnahmen aus. Die meisten absolvieren eine Maßnahme, die von der Agentur für Arbeit unterstützt wird.

Sascha Erlebach, Leiter des CJD-Standortes Gummersbach, und Umschülerin Vanessa Laatsch.

Bei uns spielt Zeit keine wichtige Rolle“, erklärt Stefan Borner, Ausbilder beim CJD. Standortleiter Sascha Erlebach ergänzt: „Viele unserer Absolventen haben ihre Stärken im praktischen Teil der Ausbildung, weniger im schulischen. Wir versuchen, durch eine Förderung der Stärken eine Motivation zu schaffen, um die schulischen Leistungen als positive Folge wesentlich zu verbessern.“

In der eigenen Küche werden die Hauswirtschafterinnen ausgebildet.

„Intellektuell haben diese jungen Menschen in der theoretischen Ausbildung keine Probleme. Aber andere Dinge, wie mangelnde Disziplin, machen ihnen das Lernen schwer“, weiß Borner. Daher sieht er sich nicht nur als Ausbilder und Lehrer seiner Schützlinge, sondern steht ihnen auch bei Fragen aus dem privatem Bereich zu Verfügung.

Um den Jugendlichen so viele Ausbildungsberufe wie möglich anbieten zu können, hat man einige Kooperationspartner gewinnen können. So wird zum Beispiel die Ausbildung in Metallberufen zusammen mit dem Steinmüller-Bildungszentrum angeboten. Köche und Beiköche erlernen ihren Beruf in der Kantine der Firma Fisia

Das CJD ist ein anerkannter Ausbildungsbetrieb, so dass die Lehrlinge ihre Prüfungen bei den jeweiligen Kammern absolvieren. In den Prüfungsausschüssen sind viele Ausbilder vom CJD selbst vertreten.

Die sehr gute Arbeit der 31 Lehrer, Ausbilder und Sozialpädagogen spiegelt sich in der Vermittlungsquote wieder: Diese liegt bei über 80 Prozent. „In der Regel schaffen alle Maßnahmenteilnehmer ihre Abschlussprüfungen“, berichtet Stefan Borner stolz. Einige seiner Azubis sieht man sogar bei den „Bestenehrungen“ der Kammern.

Text und Bilder: Simone Hawellek

Veröffentlicht von:

ARKM-Zentralredaktion
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