Gummersbach – Vor zehn Jahren war Filip Ivic sein erster Schüler. Jetzt treffen Ivic und sein damaliger Torwarttrainer Marko Markis ausgerechnet 800 Kilometer Luftlinie von der kroatischen Heimat der beiden wieder aufeinander. Beim VfL Gummersbach sind Ivic und Markis nach jahrelanger Zusammenarbeit beim kroatischen Verband erstmals auch in einer Vereinsmannschaft vereint. Seit Saisonbeginn stehen beide bei den Oberbergischen unter Vertrag.

„Natürlich“ auch die Verpflichtung seines Schützlings bewegte Markis vor Saisonbeginn dazu sich den Gummersbachern anzuschließen. Der alleinige Grund sei dies jedoch nicht gewesen. Vielmehr die lange Tradition des VfL gab den Ausschlag für den Schritt ins Oberbergische: „Schon als ich klein war, haben wir im Fernsehen immer die Spiele vom VfL verfolgt und viele Spieler aus dem Balkan haben schon hier gespielt“, erklärt der 34-Jährige: „Für mich war es immer ein Traum hier herzukommen.“

In seiner Arbeit mit der Profimannschaft ist Markis der Austausch mit Cheftrainer Torge Greve enorm wichtig. „Für mich war es wichtig schon in den ersten Wochen zu merken, dass Torge mit meinen Ideen einverstanden ist. Dazu gehört, dass Torhüter ein spezielles Training brauchen, das mehr als nur ein paar Minuten pro Trainingseinheit betrifft. Das beinhaltet beispielsweise auch das physische Training, weil bei Torhütern ganz andere Muskeln beansprucht werden als bei Feldspielern.“ Als Torwarttrainer der Bundesliga- und aller Akademiemannschaften ist er sowohl für die Förderung junger Talente als auch die Weiterentwicklung gestandener Torhüter verantwortlich.

Im Zentrum seiner Arbeit betrachtet Markis die Bewegungsabläufe von Torhütern aus wissenschaftlicher Sicht. Insbesondere das Thema Reaktionsschnelligkeit spielt in den Konzepten des Kroaten eine zentrale Rolle: „Für ein ideales Torwartspiel muss man die Zeit zwischen der Aufnahme von vorwiegend optischen Reizen und der Reaktion des Körpers auf diese Signale so gering wie möglich halten“, so Markis, der sich und seinen Schützlingen große Ziele steckt. „In der Theorie ist es möglich, dass ein Torhüter einhundert Prozent der Würfe auf sein Tor hält. Das ist zwar ein Ziel, das wir nicht erreichen werden, aber wir wollen so nah rankommen wie möglich.“

Quelle: VfL Handball Gummersbach GmbH

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Annalena Rüsche
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