Gummersbach – Gestern Vormittag wurde in Gummersbach Geschichte geschrieben. Das neue Seven Kinocenter Gummersbach wird im Mai 2019 eröffnen und löst auf dem ehemaligen Steinmüller Gelände, das in die Jahre gekommene „Burgtheater“ als modernes Lichtspielhaus ab. 

Seven – Kinocenter Gummersbach

Der Name wurde auf der gestrigen Pressekonferenz sehr schnell erklärt. Filmhaus-Betreiber Roland Wolf ist Gummersbacher und freut sich darauf seiner Heimatstadt ein Kino der Superlative bieten zu können. 

7 Kinos – 7 Säle – 7 Highlights

Das neue Gummersbacher Kino hat insgesamt 1230 Sitzplätze und ist in einem architektonisch modernem Stil von den „Hilnhütter Architekten“ geplant und von der „MK Immobilien“ realisiert worden. Das neue Gebäude ist zwischen der Halle32 und dem FORUM-Einkaufszentrum entstanden.  

Es war ein langer Weg für das neue Kino. Von der Idee, über die Planung, bis zur Fertigstellung werden im Mai 2019 gut zweieinhalb Jahre dann vergangen sein. Im Video-Interview mit unseren oberbergischen Kollegen von „News-on-Tour“ konnte Kino-Chef Roland Wolf nur die Eröffnung im Mai 2019 vermuten. Leider kann bei solchen Gewerbeimmobilien immer wieder etwas unvorhergesehenes passieren, was dann den aktuellen Wunschtermin unmöglich macht.

Wie viele andere Immobilienprojekte, steht und fällt ein Eröffnungstermin immer am Ende mit der Brandschutzabnahme. Sobald der endgültige Termin feststeht, werden Sie dieses selbstverständlich hier auf den Oberberg-Nachrichten erfahren.

Seven Kinocenter Gummersbach – wurde in einer Pressekonferenz von Christoph Bois (links) – Marc Schroeder und Roland Wolf (rechts) präsentiert. Foto: Christian Sasse/NEWS-on-Tour.de

Aber was sind die wirklichen Highlights?

Ein neues Gebäude, dass extra für den professionellen Kinobetrieb geplant und realisiert wird, hat zahlreiche Vorteile. So finden im Seven Kinocenter Gummersbach die modernsten Techniken Einzug in die Kreisstadt.

Im Kino wird es einen RGB-Laser-Projektor geben, der aktuell bisher in Deutschland nicht mehr als zehn Mal verbaut wurde (laut Roland Wolf). Für die Bildübertragung zur Leinwand wurden hochmoderne Glasfaserverbindungen innerhalb des Gebäudes verlegt. Ein besseres Bild gibt es mit keiner anderen Kinotechnik.

Diese Technik sorgt dann für starke visuelle 3-D Erlebnisse, die es ansonsten im ganzen Bergischen Land nirgendwo anders zu finden gibt. Aber auch, wenn das Bild nicht aus dem RGB-Laser entspringt, redet Kinobesitzer Wolf ausschließlich von digitalen Projektoren. 

Modernste Soundsysteme im Seven Kinocenter Gummersbach

Auch bei der Akustik entwickelt sich die Technik immer weiter. Beim hochmodernen Audioformat „Dolby Atmos“ (Schutzmarke) sorgen über 64 Lautsprecher-Kanäle für ein Rund-um-Sound-Erlebnis. Für Audio-Freaks werden 100.000 Watt Audioleistung für glänzende Augen sorgen. Bei 64 Lautsprecher-Kanäle wird schnell klar, dass hier eine große Anzahl an Verkabelungen verlegt werden musste. In einem neuen Gebäude konnte das natürlich besser während der Bauphase eingeplant werden, als wenn man ein älteres Gebäude sehr aufwändig umbauen müsste.

Wenn der Kinostuhl einen Vibrator hat …

… dann kann das Kinoevent niemals langweilig werden. Der Zuschauer wird durch eine spezielle „Motion-Technik“ noch fesselnder in die Spielfilmszenen auf der Leinwand eingebunden. Eine spannende Weltraumverfolgungsjagd kann er dann auch durch die Bewegungen des Kinostuhls „hautnah“ miterleben. Vibrationen und Rotationen folgen dann parallel zu den Filmszenen statt. Liebhaber von dieser neuen Technik halten für dieses spezielle Kinoerlebnis Ausschau nach „D-Box-Filme“ im Seven Kinocenter Gummersbach!

Aber auch in den Sitzreihen / Kinosälen, wo nicht diese Vibrationssitze verbaut wurden gibt es Komfort-Sitze und extragroße Sitzreihenabstände für mehr Beinfreiheit. 

TH Köln plant Vorlesungen in den ungenutzten Zeiten

Die TH Köln wird das Seven Kinocenter Gummersbach in den vorstellungsfreien Zeiten nutzen und hierfür die Kinosäle 2 und 7 für Vorlesungen nutzen. Eigentlich ein genialer Schachzug mit einer klassischen „Win/Win“ Situation. Die FH braucht nicht teuer neu zu bauen bzw. zu erweitern und das Seven Kinocenter Gummersbach bringt sich mit jeder Vorlesung in Erinnerung und kann den Studenten zeigen, welche tollen aktuellen Filme laufen. 

Natürlich wurde die benötigten Vortrags-Technologien und auch ein kostenloses WLAN-Netz schon in der Bauplanung berücksichtigt. Das Kino kann so auch für andere Sonderveranstaltung angemietet werden. Egal ob es sich um Messen, Jubiläumsfeiern oder Firmenpräsentationen handelt. Das Foyer des neuen Seven Kinocenter Gummersbach fasst gut 2400 Personen.

Hungern braucht keiner – tavola Restaurante

Das neue Seven Kinocenter Gummersbach hat auch kulinarisch etwas zu bieten. Es hat mit dem „tavola“ ein integriertes Restaurant, dass mit italienischen Pasta-/Pizza Leckereien den kleinen oder großen Hunger vertreibt. Das neue „Restaurante“ hat 60 Sitzplätze und auch eine sonnige Außenterrasse. Verantwortlich ist die Messing Gastronomie GmbH, die in Gummersbach schon das 32Süd in direkter Nachbarschaft erfolgreich betreibt. 

Versteckte Highlights gibt es aber auch!

Alle reden von Nachhaltigkeit – das Seven Kinocenter Gummersbach handelt! Auf dem Gebäude wurde von einem regionalen Energieanbieter eine leistungsstarke 180 KW-Peak Photovoltaikanlage und innovative Klimatechnik, sowie Wärmetechnik in Form eines hochmodernen Blockheizkraftwerks verbaut. Das neue Kinocenter kann somit den vor Ort klimafreundlich produzierten Strom nutzen und in den sonnenarmen Tagen sorgt das Blockheizkraftwerk für Strom und Klima. 

VIP Bereiche für Menschen mit Handicap!

Ebenso Nachhaltig ist auch der Blick auf Menschen mit Handicap. Das neue Kino in Gummersbach hat auch spezielle extragroße Stellflächen für Rollstuhlfahrer/-innen geschaffen. Natürlich ist das Kino auch barrierefrei – der Zugang zu den Kinosälen ist über einen Aufzug gewährleistet. 

Gummersbach immer attraktiver

Das neue Kino ist im „neuen Zentrum“ der Kreisstadt ein weiteres Highlight für die Freizeitgestaltung alle Oberberger. Auf dem alten Industrie-Areal hat sich in den letzten Jahren sehr viel positives getan.

Kein Mensch muss mehr nach Köln flüchten …„, war der erste Gedanke vom Verfasser dieses Berichtes. In der Tat ist es wirklich so, dass unsere Kreisstadt in den letzten Jahren immer attraktiver wurde.

Das „hypermoderne Wahnsinns Kino“ ist ein weiterer Baustein, den hoffentlich auch im weiteren Umland bemerkt wird. Gerade die über die Regionalbahn angebundenen Orte (Meinerzhagen im Märkischen Kreis und auch Overath/Rösrath im Rhein-Bergischen-Kreis) sollten aktiv angesprochen werden. Für diese Menschen lohnt sich nun noch mehr der Blick nach Gummersbach.

Einkaufen – Handball – Popcorn Kino und kulinarische Leckereien in der ganzen Innenstadt sollten ein gutes Angebot für einen schönen Samstagabend sein! 

Veröffentlicht von:

Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist parteilos, Herausgeber der Oberberg-Nachrichten und schreibt über Vereine, Menschen, Tourismus und die Wirtschaft. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Sie erreichen ihn per Mail unter redaktion@oberberg-nachrichten.de

ON - Oberberg Nachrichten | Am Puls der Heimat.

Einsortiert unter:

Ihr Kommentar zum Thema

Ich akzeptiere