Gummersbach: Vor 20 Jahren wurde der Beruf des Operationstechnischen Assistenten (OTA) erstmalig in der Fachpresse beschrieben. Die grundlegende Idee war damals eine Verkürzung der Ausbildungszeit von 7 Jahren (Krankenschwester & Weiterbildung OP) auf 3 Jahre, gezielt zum OTA. Von Anfang an, also seit 20 Jahren wird diese Ausbildung auch in Gummersbach angeboten – und der Bedarf steigt kontinuierlich. Anfänglich waren es gerade mal 12 Teilnehmer, aktuell lernen 65 Auszubildende im Gesundheits- und Bildungszentrum (GBZ) des Klinikums Oberberg am Kreiskrankenhaus Gummersbach. „Ohne ausgebildete OTA ist heute keine Sicherstellung des OP-Betriebs in der Region mehr möglich“, sagt Dirk Broß, Leiter des Gesundheits- und Bildungszentrums in Gummersbach.

Inzwischen sind die Räumlichkeiten im Kreiskrankenhaus Gummersbach für den ständig steigenden Bedarf zu klein geworden. Das Klinikum Oberberg hat für die Region und darüber hinaus reagiert und neue Räume in der Becketalstraße 3 geschaffen. Zwei weitere Unterrichtsräume, ein Büro sowie ein Lagerraum sind auf rund 400 Quadratmetern frisch bezogen.

Am Donnerstag, 03.März 2017 um 15 Uhr in der Becketalstraße 3, Gummersbach, werden die Räumlichkeiten zur Vorstellung geöffnet. Von Lennestadt bis Leverkusen, von Wipperfürth bis Eitorf kommen die Auszubildenden der Krankenhäuser inzwischen nach Gummersbach zum theoretischen Unterricht, die Ausbilder (Berufspädagogen MA) fahren zum praktischen Unterricht in die Krankenhäuser und begleiten dort die praktische Ausbildung.

Als dritte Lernoption neben Theorie und Praxis gibt es das so genannte Skills-Lab: Hier werden Fähigkeiten unter Laborbedingungen eingeübt. Beispielsweise werden an einem künstlichen Torso Instrumentiertätigkeit und Springertätigkeit eingeübt und reflektiert.

Die dreijährige Ausbildung ist durch die Deutsche Krankenhausgesellschaft anerkannt. Zu den Ausbildungsinhalten gehören unter anderem:

  • Fachkundige Betreuung der Patienten vor/ während / nach der OP
  • Arbeitsabläufe selbständig organisieren, koordinieren und durchführen
  • Den OP –Saal vor-/ nachbereiten
  • Vorbereitung von Operationen einschl. der Instrumente
  • Springertätigkeiten vor/ während/ nach OP
  • Instrumentieren in verschiedenen Fachdisziplinen
  • Entsorgung und Aufbereitung der Instrumente
  • Sachkundige Wartung und Kenntnis von med. Geräten und Materialien

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Oberberg-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@oberberg-nachrichten.de

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