Kulinarisches Oberberg

Genuss für Gaumen und Seele: Fondue mit Schweizer Käse

Einem genießerischen Schweizer Mönch aus dem 13. Jahrhundert haben wir wohl eines der beliebtesten Festessen der Herbst- und Winterzeit zu verdanken: das Käsefondue. Aber nicht nur deshalb gehört in ein echtes Fondue nur Käse aus der Schweiz…

Foto: Switzerland Cheese Marketing AG/spp-o
Foto: Switzerland Cheese Marketing AG/spp-o

Wer seinen Gästen original Käsefondue servieren möchte, sollte auf Schweizer Käse zurückgreifen. Die Käsermeister stellen ihre Spezialitäten mit rein natürlichen Zutaten und zum Teil fast 1.000 Jahre alten Rezepten her.

Jede Region hat für das Nationalgericht ihre eigene Variante. In St. Gallen ist ein Fondue zum Beispiel ohne Appenzeller nicht denkbar, wie Christoph Holenstein von der Sortenorganisation Appenzeller Käse erzählt: „Der Appenzeller hat eine 700 Jahre alte Tradition und wird in insgesamt 52 Käsereien in Handarbeit hergestellt. Sein Geheimnis ist eine spezielle Kräutersulz.“ Das Rezept mit Kräutern, Wurzeln, Blüten, Blättern, Samen und Rinden wird bis heute behütet wie ein Schatz und lagert in einem Schweizer Bankschließfach.

Wer es ganz klassisch mag, probiert das Fondue „Moitié-Moitié“ (übersetzt: halbe-halbe). Es besteht zu gleichen Teilen aus Le Gruyère AOP und Vacherin Fribourgeois AOP. Nicht ganz so bekannt, aber ebenso fein schmeckt das „Vier-Käse-Fondue“ nach unserem Rezepttipp. Darin verschmelzen Appenzeller, Le Gruyère AOP, Vacherin Fribourgeois AOP und Schweizer Emmentaler AOP zu einer köstlichen Mischung.

Die passende Anekdote zur Entstehung des Schweizer Nationalgerichtes können Gastgeber als amüsantes Extra servieren: Ein Mönch soll in der Fastenzeit einen solchen Heißhunger auf Käse verspürt haben, dass er ihn kurzerhand erwärmte und mit der „Käsesuppe“ die kirchlichen Vorschriften umging.

Rezept-Tipp:

Schweizer Vier-Käse-Fondue mit krossem Bündnerfleisch-Crumble

für 4 Personen:

2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 Schalotten, fein gehackt
200 g Bündnerfleisch, fein gehackt

1 Knoblauchzehe, in zwei Hälften geteilt
500 ml Fendant oder anderer trockener Weißwein
je 200 g frisch geriebener Appenzeller, Le Gruyère AOP, Vacherin Fribourgeois AOP, Schweizer Emmmentaler AOP
4 EL Maisstärke
Alle Zutaten für den Crumble in einer antihaftbeschichteten Pfanne kross anbraten, gut mischen.
Den Caquelon mit der Knoblauchzehe einreiben, Wein zugeben und aufkochen lassen. Nach und nach den frisch geriebenen Käse zugeben und mit der aufgelösten Maisstärke binden. Würzen und mit dem Crumble bestreuen.

Tipp: Wenn Kinder mitessen oder wer es lieber ohne Alkohol mag, ersetzt den Weißwein einfach durch Apfelsaft.

Quelle: akz-o 

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