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Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Wiehl – Der Projektkurs „…dass Auschwitz sich nicht wiederhole“, bestehend aus 17 Schülerinnen und Schülern der Stufe 12, hat sich ein Jahr lang intensiv mit der Thematik Rechtsradikalismus beschäftigt und dabei festgestellt, dass diese Erscheinungen keineswegs Geschichte sind. Wer ehrlich hinschaut, stellt fest, dass Ausgrenzung und Diskriminierung in Alltag häufig passieren. Das war der Grund, warum die Abiturienten sich dazu entschlossen, alle Schüler des DBG ins Boot zu holen: das Thema wurde aufbereitet, allen Klassen vorgestellt und die Unterschriftenliste, die u.a. Voraussetzung für den Erhalt des Schulsiegels ist, erstellt.

Fotos: Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Wiehl
Fotos: Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Wiehl

Am 22.05.2014 war es dann endlich soweit: das Wiehler Dietrich-Bonhoeffer- Gymnasium (DBG) wurde mit dem Schulsiegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet. Das mit der der Unterschrift abgegebene Statement, sich für Toleranz und Zivilcourage einzusetzen, untermauerten die DBG-ler an diesem Tag zusätzlich mit einer Fotoaktion. Sie stellten sich auf dem Sportplatz als Schriftzug „DBG“ auf und wandelten sich auf ein Zeichen zu dem Logo des Schulsiegels.Bild 2 komprimiert

Anschließend fand die feierliche Vergabe des Siegels statt, zu der die Landeskoordinatorin Renate Bonow anreiste und die treffenden Worte sprach: „Das Siegel ist kein Pokal, der an vergangenen Ruhm erinnert, sondern ein Versprechen an die Zukunft.“

Als Paten für das Projekt konnte Raul Santos, VfL-und Handball-Nationalspieler gewonnen werden. Er wurde von den Schülern interviewt und wusste aus eigener Erfahrung davon zu berichten, wie es sich anfühlt, Diskriminierung ausgesetzt zu sein: „Ich bin gerne Pate für die Aktion, denn ich weiß, wie blöd es sich anfühlt, wenn man diskriminiert wird.“

Das Engagement der Projektkurs-Schüler wurde im Rahmen der Veranstaltung auch von Schulleiter Frank Mistler gewürdigt. Er forderte alle Schüler und Gäste auf, Stellung zu beziehen und machte an einem eindrücklichen Beispiel fest, wie unbedacht wir alle oft in unserem Alltag reden und handeln.

Herzlich gratulierte auch Gernot Wölfer, Vertreter der Volksbank Oberberg im Rahmen der laufenden Kooperation „sozialgenial“ den Jugendlichen für ihr mitreißendes Agieren und ihr Bedürfnis, die Öffentlichkeit miteinzubeziehen.

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