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Gut besuchter Studientag zum Weltgebetstag der Frauen

Wiehl – 150 Frauen aller Konfessionen haben am 28. Januar im Paul Schneider Haus am Studientag für den diesjährigen Weltgebetstag (WGT) teilgenommen. „Wir sind positiv überrascht von der großen Zahl der Teilnehmerinnen, die nach Oberwiehl gekommen sind“, freute sich Ute Schell, Vorsitzende des einladenden Kreisverbandes der Evangelischen Frauenhilfe An der Agger. Jedes Jahr rückt ein anderes Land mit einer für dieses Land typischen Problematik in den Mittelpunkt des Gottesdienstes zum Weltgebetstag, zu dem Frauen aller Konfessionen einladen, zu dem aber auch Männer eingeladen sind. Am Freitag, 1. März 2013 bildet Nachbarland Frankreich unter dem Motto „Ich war fremd- ihr habt mich aufgenommen“ den inhaltlichen Schwerpunkt.

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Referentin Jutta Grashof.

Pfarrerin Jutta Grashof vom Landesverband der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland führte als Referentin kenntnisreich und unterhaltsam ins diesjährige WGT Themenland Frankreich und die Problematik von Migration und Flucht ein, die in Frankreich aufgrund der kolonialen Vergangenheit des Landes besonders brennend ist. Aber der Transfair ins eigene Land ist erwünscht: „Wie gehen wir mit Fremden um? Sind wir eine Willkommens-Gesellschaft?“ Das sind Fragen, mit denen sich der WGT auseinandersetzt .

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Das Vorbereitungsteam des Studientages: Ute Schell (hintere Reihe), Renate Karnstein, Erika Theisen, Elvira Prinz, Jutta Grashof.

Die Gottesdienstordnung und die Liturgie für den diesjährigen WGT haben Frauen aus Frankreich erarbeitet. „Glaube und Politik gehören bei Weltgebetstag zusammen. Der WGT gehört zur politischen Frauenarbeit der Kirche. Hier schauen Frauen auf Frauenschicksale und beten und handeln informiert“, beschrieb Jutta Grashof die Bedeutung des Weltgebetstages.

Informiert beten und handeln

Die Teilnehmerinnen des Studientages nehmen als Multiplikatorinnen für den Weltgebetstag der Frauen am 1. März Wissen über Land und Leute, Material und konkrete Gestaltungsvorschläge mit in ihre jeweiligen Gemeinden. Vor Ort bereiten sie dann in ökumenischen Vorbereitungsgruppen den Gottesdienst vor, an den sich vielerorts eine Möglichkeit zum Austausch,ein gemeinsames Kaffeetrinken oder ein Buffet anschließt.

Kreisverbandsvorsitztende Ute Schell ist zuversichtlich, dass aufgrund der hohen Teilnehmerinnenzahl auch in diesem Jahr in allen Gemeinden des Kirchenkreises wieder eine ökumenische Veranstaltung zum Weltgebetstag der Frauen zustande kommt. Veranstaltungsorte und Zeiten werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Weltweite ökumenische Bewegung

Den Weltgebetstag gibt es seit über 100 Jahren. Weltweit nehmen 170 Länder teil. Weltgebetstags-Engagierte sind solidarisch und übernehmen Verantwortung, weltweit und vor ihrer Haustür („Informed Prayer – Prayerful Action“). Ein sichtbares Zeichen dieser Solidarität ist die weltweite Förderung von Projekten für Frauen und Mädchen. Jährlich kommen beim WGT weltweit zwischen 2,5 und 3 Millionen Euro ein. In diesem Jahr wird u.a. ein französisches Hilfsprojekt für Prostituierte in der Illegalität gefördert.

Text: Karin Vorländer, Bilder: Evangelischer Kirchenkreis An der Agger

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