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“Blackout” Vorsorge: Was passiert bei einem siebentägigen Stromausfall?

BergneustadtVerschiedene Kommunen machen längst kein Geheimnis mehr daraus: In Nordrhein-Westfalen bereitet man sich auf einen möglichen Blackout vor. Genauer gesagt, auf ein sogenanntes “Szenario 4”. Bei einem “Szenario 4” handelt es sich um sieben Tage ohne Strom. Das Szenario wird bisher für unwahrscheinlich gehalten, doch wie auch bei dem Warntag geht es darum, auf Katastrophen vorbereitet zu sein. Das NRW-Innenministerium hat daher alle Kreise und kreisfreien Städte aufgefordert, Pläne für den Ernstfall zu erstellen. So trifft man beispielsweise auch in Bergneustadt Vorkehrungen. 

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Sieben Tage ohne Strom bedeuten auch sieben Tage ohne Internet, Telefon oder Mobiltelefone. Ärzte und Apotheken sind nicht erreichbar, die Wasserversorgung funktioniert ohne Strom für entsprechende Pumpen ebenfalls nicht. Tankstellen fallen aus, weshalb Notstromaggregate nicht mehr betrieben werden können. In sämtlichen Bereichen unseres Lebens sind wir inzwischen auf Strom angewiesen, weshalb viele Punkte für eine angemessene “Blackout” Vorsorge bedacht werden müssen. 

Im Fall eines “Blackouts” sollen daher sieben Infopunkte in Bergneustadt eingerichtet werden, an denen auch ein Notruf abgesetzt werden kann. Hierzu sind die Feuerwehrhäuser vorgesehen, ergänzt durch zwei weitere Punkte auf dem Baldenberg und der Belmicke. Diese Infopunkte werden mit Satellitentelefonen und Notfallausrüstung ausgestattet. Hinzu kommt ein “Leuchtpunkt”, an dem auch der Krisenstab stationiert sein soll – das Rathaus. Durch die Satellitentelefone soll zudem der Kontakt zum Oberbergischen Kreis aufrechterhalten werden. Zudem sollen das Ordnungsamt und zum Teil auch das Standesamt, beispielsweise für Todesfälle, am Laufen gehalten werden.

Teil des “Blackout”-Konzepts ist auch die ärztliche Versorgung inklusive der Versorgung mit Medikamenten. Die Wasserversorgung soll durch die Versorgung zweier Pumpen mit Strom sichergestellt sein, sodass jeder einzelne Haushalt in Bergneustadt weiterhin Zugriff auf Trinkwasser hat. Die Feuerwehrhäuser sollen mit Strom versorgt werden, fehlende Ausrüstung wie etwa Satellitentelefone sind bereits bestellt. Für Diesel und Benzin wurden Vorräte angelegt. Zudem soll es auch ein Personaleinsatzkonzept geben. Der Krisenstab bekommt Pieper, wie man sie zum Beispiel von Feuerwehr kennt.

Wie bereits beschrieben, wird ein “Blackout”-Szenario für unwahrscheinlich gehalten. Auf der Website der Bundesregierung heißt es hierzu: “Die vier Übertragungsnetzbetreiber haben im Auftrag des BMWK in der Sonderanalyse („Stresstest“) die Sicherheit des Stromnetzes für diesen Winter unter verschärften äußeren Bedingungen untersucht: Eine stundenweise krisenhafte Situation im Stromsystem im Winter 2022/23 ist zwar sehr unwahrscheinlich, kann aktuell aber nicht vollständig ausgeschlossen werden.”

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Dennoch gibt es auch für Privatpersonen Möglichkeiten, sich auf einen “Blackout” vorzubereiten. Hinweise hierzu gibt es unter anderem auf der Website des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Autorin: Amei Schüttler

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Amei Schüttler
Amei Schüttler
Amei Schüttler ist Redakteurin bei den Oberberg-Nachrichten. Sie sitzt in unserer Zentralredaktion in Bergneustadt. Sie ist per Mail redaktion@oberberg-nachrichten.de für unsere Leser erreichbar.

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