Regionaler Dialogprozess „Arbeit 4.0“ im OBK gestartet Oberbergischer Kreis. 45 Impulsgeber trafen sich am Mi., 25.10.2017 im Oberbergischen Ideenlabor Arbeit 4.0 bei den Bergischen Achsen BPW in Wiehl. Seite 1/3 Unter der Schirmherrschaft des Landrats Jochen Hagt ging die Initiative des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW mit der Regionalagentur Region Köln in Kooperation mit dem IT-Forum Oberberg e.V. und dem Oberbergischen Kreis. Gestartet wurde der regionale Dialogprozess „Arbeit 4.0“.

Aktive aus Unternehmen, Kammern, Hochschulen, Verbänden und Institutionen konkretisierten Ideen zu Lösungsansätzen und verabredeten die weitere Zusammenarbeit im Ideenlabor Arbeit 4.0. Dabei wurde die zentrale Frage, wie Digitalisierung die Arbeit im ländlichen Raum verändert, anhand der 3 Aspekte „Flexibles Arbeiten im Oberbergischen Kreis“, „Attraktivität des Oberbergischen Kreises für Fachkräfte“ und „Stärkung der Ausbildung im Oberbergischen Kreis“ diskutiert. „Die fortschreitende Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt: Welche Auswirkungen die Digitalisierung auf Organisationen und Gesellschaft haben wird, ist dabei nicht allein von der technologischen Entwicklung abhängig – sondern auch von der Frage, wie die Akteure der Arbeitswelt diese gestalten. Hierbei gilt es, den Menschen in den Mittelpunkt des Handelns zu rücken“, bekräftigte Dr. Jens Stuhldreier vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW in seinem Eingangsstatement.

Ziel war es im gemeinsamen Austausch zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, die Chancen und Risiken der Digitalisierung für die Region frühzeitig zu erkennen und transparent zu machen, um die Digitalisierung aktiv für die Oberbergische Region zu gestalten. Und das ließen sich die Oberberger nicht zweimal sagen: rasch, konkret, an der Sache orientiert und in die Zukunft gerichtet wurde quergedacht, entwickelt und auch schon mögliche Finanzierungswege ausgelotet. „Die Regionale 2025 bietet hier echte Chancen. Nur müssen diese Vorhaben von den Unternehmen mitgetragen werden. Die Kreisverwaltung braucht hier den Schulterschluss mit der Wirtschaft“, verdeutlichte OBK Dezernent Uwe Stranz. Die vielen anwesenden Wirtschaftsvertreter waren ganz bei ihm; Zu sehr drückten das Fachkräfteproblem, die Mobilitätsfalle im ländlichen Raum sowie die oft weit entfernt liegenden Berufsschulangebote. Und zu begeisternd waren die Ideen wie „Blendet Learning: Smarte Ausbildung im virtuellen Klassenraum“, oder ein Haus als „Sozial-Co-Working & Event-Space“ mit digitalem Schaufenster zu Angeboten in Unternehmen und ergänzenden Bausteinen im virtuellen Raum, als Verbundangebot auch geeignet für kleine und junge Unternehmen. So würde auch ein derartiges Vernetzungszentrum den attraktiven Karrierestandort Oberberg stärken.

„Dies ist für uns sehr interessant und wir würden dies durchaus nutzen“, bestätigte Barbara Höfel, Leiterin Personal und Mitglied der Geschäftsleitung bei BPW. Die Digitalisierung verändert die Lebens- und Arbeitswelt rasant. Auch im Oberbergischen Kreis sind bereits jetzt ganz konkrete Chancen und Herausforderungen erkennbar, da waren sich alle Anwesenden einig und erklärten ihre Bereitschaft weiter gemeinsam an der Konkretisierung der Ideen zu arbeiten. „Wir werden das erste Ideenlabor Arbeit 4.0 auswerten und den roten Faden zusammen mit dem Oberbergischen Kreis, dem IT Forum Oberberg und Fachkraftwerk weiter aufnehmen. Das Ministerium wissen wir auch in 2018 als Unterstützer an unserer Seite“, bestärkte Birgit Steuer, Leiterin der Regionalagentur Region Köln. „Das nächste Angebot ist die Durchführung der IT ARENA bei Schmidt & Clemens, zu der das IT Forum Oberberg e.V. einladen wird“, so Vorsitzender Josef Haag.

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