Eine Frage, die sich vor allem die Sparer stellen werden: Wird die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (kurz: EZB) im Jahr 2019 fortgesetzt werden oder kommt es (endlich) zur Erhöhung des Leitzinssatzes?

Folgt man den aktuellen Prognosen, so hält die Niedrigzinsphase wohl auch im kommenden Jahr an. Angeblich – so Insider – wird der Leitzins erst nach Mario Draghis Abgang erhöht. Seine Periode endet mit Oktober 2019. Doch bedeutet die Fortführung der Niedrigzinspolitik, dass die Zinsen für Tages- wie Festgeldkonten weiterhin so niedrig bleiben?

Leitzins bleibt wohl bis Ende 2019 bei 0,0 Prozent

Quelle: ARKM Archiv

1. Jänner 2008: Für 5.000 Euro gab es einen Zinssatz von durchschnittlich 3,82 Prozent – gegen Ende des Jahres lag man bei durchschnittlich 4,50 Prozent. Heute sind derartige Prozentsätze undenkbar. Derzeit bewegen sich die Zinsen für Tagesgeld zwischen durchschnittlich 0,17 Prozent und 0,20 Prozent. Der Grund? Der Leitzins der EZB liegt bei 0,0 Prozent. Solange es hier keine Erhöhung gibt, werden auch die Banken nicht reagieren und die Zinsen bei weit unter 1,0 Prozent belassen.

Doch seit geraumer Zeit gibt es immer wieder Angebote von Direkt- wie auch Online-Banken, die Neukunden einen höheren Zinssatz versprechen. Auch wenn der angebotene Zinssatz nur für eine bestimmte Zeit – in der Regel sind es sechs Monate – gültig ist, so ist es dennoch ein Zeichen, dass wieder etwas mehr Bewegung in die Sache kommt.

Wer sich für ein derartiges Angebot entscheidet, der sollte aber unbedingt das Kleingedruckte lesen – gibt es eine Mindesteinlage, fallen Gebühren an und wie hoch ist der reguläre Zinssatz?

Sichere Produkte können einfach nicht mehr empfohlen werden

All jene, die sich mit dem Vermögensaufbau befassen, brauchen natürlich eine Alternative. Tages- wie Festgeldkonten überzeugen nicht mehr – auch das klassische Sparbuch kann nicht empfohlen werden. Am Ende erlebt der Anleger, berücksichtigt man die Inflation, sogar noch einen Verlust – er wird sozusagen bestraft, wenn er sich für ein sicheres Produkt entscheidet.
Eine Alternative, die besonders empfehlenswert ist, stellen hingegen Wertpapiere dar. Auch wenn man immer wieder liest, dass Aktieninvestments extrem gefährlich sind, so bleibt den heutigen Anlegern eigentlich kaum noch eine andere Wahl, sofern es darum geht, ein Vermögen aufzubauen. Auch wenn Aktien „gefährlicher“ als Tages- wie Festgeldkonten und Sparbücher sind, so kann das Risiko mit ein paar Tricks und Tipps dennoch reduziert werden.

Vergleich durchführen – wer hat das beste Angebot?

Möchte man nicht auf das Tagesgeldkonto verzichten, so sollte im Vorfeld ein Vergleich der unterschiedlichen Anbieter durchgeführt werden. Aufgrund der Tatsache, dass die Zinsen so niedrig wie noch nie sind, ist es extrem wichtig, dass man sich zu Beginn einen Überblick über die aktuellen Zinssätze der jeweiligen Banken verschafft – einfach diese Webseite besuchen und die Tagesgeldzinsen miteinander vergleichen.

Auch wenn Online-Banken Tages- wie auch Festgeldkonten kostenlos anbieten, so ist es dennoch ratsam, im Vorfeld zu klären, ob es nicht doch etwa versteckte Gebühren gibt. Zudem sollte die Frage gestellt werden, ob nicht auch ein Festgeldkonto eine Alternative ist. Muss nämlich nicht das gesamte Ersparte stets zur Verfügung stehen, so kann auch ein Teil des Ersparten festveranlagt werden – in der Regel gibt es, wenn man sich für eine zwei- oder dreijährige Laufzeit entscheidet, wesentlich bessere Konditionen als bei einem Tagesgeldkonto.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Oberberg-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@oberberg-nachrichten.de

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