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Umstrittene OP: Wann muss der Meniskus wirklich operiert werden?

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Operationen am Meniskus gehören in Deutschland zu den an den häufigsten durchgeführten operativen Eingriffen. Die hohe Anzahl solcher Knie-Operationen ist dabei nicht ganz unumstritten. Die Eingriffe gelten als lukrativ für Krankenhäuser und Ärzte. Immer wieder hört man von unnötigen Eingriffen, die am Ende manchmal mehr schaden als nutzen. Viele Meniskus-Patienten sind deshalb verunsichert, wenn ihnen eine OP vorgeschlagen wird. Wann ist der Eingriff wirklich notwendig und erfolgversprechend? Und wie lassen sich Nutzen und Risiko richtig abwägen?

Erfolg einer OP hängt von verschiedenen Faktoren ab

Meniskusverletzungen sind leider keine Seltenheit. Sie verursachen nicht nur Schmerzen, sondern schränken mitunter auch die Bewegungsfähigkeit deutlich ein. Viele Patienten erhoffen sich Besserung durch eine OP. Dabei wird der betroffene Meniskus ganz oder teilweise entfernt. Der gewünschte Erfolg stellt sich aber nicht immer ein. Manchmal verbessern sich die Beschwerden kaum oder gar nicht.

Untersuchungen von Forschern der Universität Rotterdam zeigen, dass der Erfolg einer Meniskus-Operation durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird. Bestehen die Beschwerden schon lange, liegt gleichzeitig eine Arthrose im Knie vor oder werden besonders große Teile des Meniskus entfernt, ist die Wahrscheinlichkeit einer signifikanten Verbesserung durch den Eingriff offenbar deutlich geringer. Insbesondere in solchen Fällen kann das Abwägen von Risiken und Nutzen einer OP für Betroffene durchaus sinnvoll sein. Den vorgeschlagenen Eingriff kritisch zu hinterfragen und sich über mögliche Alternativen zu informieren, ist grundsätzlich ratsam.

Es gibt Alternativen

Nicht immer ist eine umfangreiche Operation die einzige Möglichkeit Meniskus-Beschwerden zu behandeln. Eine noch relativ neue, innovative Methode ist beispielsweise das Kleben des Meniskus.

Die Behandlung wird minimalinvasiv durchgeführt. Sie erfolgt ambulant und nur mit einer lokalen Betäubung des Knies. Dabei wird der Meniskusriss mittels eines speziellen Präparates fixiert. Durch Injektion von körpereigenen Proteinen, die das Wachstum anregen, wächst der Riss im Meniskus in den folgenden Wochen wieder zusammen.

Durch diese Technik ist es möglich Meniskusschäden zu behandeln, ohne die betroffenen Bereiche zu entfernen. Der Meniskus bleibt im Idealfall vollständig erhalten und die Risiken einer Operation unter Vollnarkose können vermieden werden. Weitere Informationen zu dieser neuen Behandlungsmethode finden sich unter Meniskus kleben – www.orthopaede-koeln.de.

Auch gezielte Physiotherapie kann eine Alternative zum operativen Eingriff sein. Das zeigt eine medizinische Studie aus Norwegen. 140 Meniskusriss-Patienten wurden hier entweder mittels operativem Eingriff oder durch langfristige Physiotherapie behandelt. Das Ergebnis: Beide Behandlungsmethoden erwiesen sich hinsichtlich des Behandlungserfolges als in etwa gleichwertig.

Was tun, wenn der Arzt zur OP rät?

Wenn Patienten Zweifel am Sinn eines operativen Eingriffes haben, kann das Einholen einer zweiten Meinung hilfreich sein. Gesetzlich Versicherte haben in Deutschland bei bestimmten Operationen einen Rechtsanspruch darauf, die Meinung eines weiteren Arztes einzuholen. Es ist empfehlenswert sich an einen Arzt mit entsprechender Qualifikation zu wenden. Die bisherigen Untersuchungsunterlagen muss der behandelnde Arzt in Kopie zusammenstellen, damit sie dem zweiten beratenden Arzt zur Verfügung stehen.
Der genaue Ablauf eines Zweitmeinungsverfahrens unterscheidet sich von Krankenkasse zu Krankenkasse. Er sollte vorab mit der Versicherung abgeklärt werden.

Das Ergebnis bekommt der Patient meist direkt mitgeteilt, es kann aber auch ein schriftlicher Bericht erstellt werden.

Eine zweite Meinung kann bei der Entscheidung für oder gegen eine Operation mehr Sicherheit bringen und mögliche Alternativen aufzeigen.

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