Laut einer erst vor kurzem veröffentlichten Statistik steigt die Anzahl der Smartphone-Nutzer weiterhin rapide an. Waren es im Jahr 2017 noch 54 Millionen Nutzer der mobilen Geräte, ist die Zahl der Verbraucher im Jahre 2018 auf 57 Millionen gestiegen. Grund hierfür: Die mobilen Telefone sind mittlerweile in zahlreichen Lebensbereichen so fest verankert, dass sie für viele Menschen aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken sind. Eine Studie des Beratungsunternehmens Deloitte prognostizierte, dass bis Ende 2023 etwa 90 Prozent der Erwachsenen ein Smartphone besitzen.

 

Mehr als nur ein Telefon

 

Bild von Jan Vašek auf Pixabay

Der Durchschnittsdeutsche verbringt etwa 3,25 Stunden vor dem kleinen Bildschirm – Tendenz steigend. Dabei ist die Altersgruppe zwischen 14 und 49 besonders stark vertreten: Hier besitzen etwa 95 Prozent ein Smartphone.

Grund: Das Smartphone wird immer unentbehrlicher. Nicht nur, dass es Kamera, MP3-Player und Co. in sich vereint – mittlerweile regelt das mobile Gerät viele Bereiche des Alltages. Ob Einbruchschutz, der Lieferdienst oder das Navigationsgerät: Das Smartphone ist in sämtlichen Lebensbereichen vertreten. Dabei verliert die klassische Telefonie nach und nach an Bedeutung. Vielmehr geht der Trend in die Richtung der digitalen Abonnements. Während Nachrichtendienste zunehmend eine untergeordnete Rolle spielen, sind Video-, Film und Musik-Abos auf dem Vormarsch. Als weiterer Nebeneffekt wird das Smartphone immer mehr zum Statussymbol. Schutz-Hüllen mit Aussparungen für Kamera und Markenlogo oder die große Auswahl an verschiedensten Materialien und Farben bezeugen diesen Trend.

 

Je jünger die Zielgruppe, desto häufiger wird das Smartphone genutzt

 

Die Smartphone-Besitzer werden immer jünger: Ab etwa zehn Jahren besitzen bereits ein Großteil der Kinder ein eigenes internetfähiges Telefon. Dadurch findet auch der Zugang zum Internet immer früher statt: Mittlerweile können sich Kinder bereits im Alter zwischen sechs und sieben Jahren im World Wide Web bewegen. Etwa 40 Prozent dieser Altersgruppe gibt an, das Internet gelegentlich zu nutzen. Mit etwa 97 Prozent der Zwölfjährigen ist nahezu die gesamte Altersgruppe online und nennt das Anschauen von Videos als einen der Hauptgründe für die Internetnutzung.

 

Eltern stehen in der Verantwortung

 

Dank des mobilen Telefons ist die Mediennutzung nun fast überall möglich. Das wirft allerdings auch viele Fragen und Bedenken auf. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit dem Internet und dem Smartphone ist daher von klein auf wichtig. Die Verantwortung liegt hierbei bei den Eltern: „Eltern haben die Aufgabe, ihren Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Smartphone beizubringen“, meint Achim Berg, Präsident des Bundesverbandes für Informationswissenschaft, Telekommunikation und neue Medien. Eltern können zuhause beispielsweise Smartphone-freie Zeiten und Zonen einrichten und sollten ihre Kinder über die Konsequenzen der Nutzung des Internets aufklären.

Immerhin: Etwa zwei Drittel aller Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren achtet auf einen verantwortungsbewussten Umgang. Damit sind die Informationen gemeint, die sie selbst über sich online stellen. Über die Hälfte der Jugendlichen hat ebenfalls im Blick, welche Auskünfte über sie einsehbar sind.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Oberberg-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist telefonisch unter 02261-9989-885, oder über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@oberberg-nachrichten.de

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