Verschiedenes

Ein kritischer Diskurs zum Thema „Internet“

Wir erinnern uns noch daran, wie vor 9 Jahren die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel diesen einen Satz ins Mikrofon sprach, der die Nerds der Bundesrepublik mit dem Kopf schütteln ließ? „Das Internet ist für uns alle Neuland.“

Die Ursprünge

Wenn man sich vergegenwärtigt, dass diese Erfindung, die später „Internet“ heißen wird, Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre als Spielerei einer Forschergruppe von BBN, der Firma Bolt Beranek and Newman, einem Rüstungslieferanten, begann und das Internet erst wirklich in den 90ern Fahrt aufnehmen würde, ist es faszinierend, wie eine Frau gleichzeitig Recht, als auch Unrecht, haben kann.

Für einige ausgewählte Sonderfälle, eben uns Nerds – und auch hier nur eine ganz spezielle Untergruppe, nämlich jene, die sich für derlei interessieren – mag dieser Satz Kopfschütteln hervorrufen. Aber schon ab dem Moment, ab dem sich der Nerd nur deshalb für das Internet interessiert, weil er mit anderen Star Trek Fans in Kontakt treten kann, trifft der Satz dann doch schon eher zu.

Und von all jenen, die erst dann anfingen, das Internet wirklich zu nutzen, weil ihre Kinder oder Enkel dies auf dem neuen Laptop oder Tablet-PC eingerichtet haben, reden wir gar nicht erst.

Die Popularität

Aber spätestens seit den frühen 2000ern ist das Internet im Leben und im Alltag angekommen und macht keine Anstalten, zu gehen. Das ist auch absolut nicht nötig, da es ein unglaublich fantastischer Ort sein kann. Das Potenzial, Dinge zu sehen, zu erlernen, von denen man vorher überhaupt keine Ahnung hatte, dass es sie gäbe, ist unglaublich faszinierend.

Man kann hier Dinge einkaufen und per Gutscheinportal sogar ordentlich sparen – Hier mehr Informationen sollte dies interessant sein – man kann mit Leuten in Kontakt treten (Trekkies und andere Fans als Stichwort) und der eine oder die andere haben über die diversen Datingportale sogar das gefunden, was man im englischsprachigen Raum als „the significant other“ bezeichnet. Die wortwörtliche Übersetzung hierfür lautet „der signifikante andere“ oder „die signifikante andere“, was natürlich schon ein Hinweis ist, dass es in Richtung „Partnerschaft“ gehen wird. Also, diese Leute haben ihren/ihre Partner*in fürs Leben gefunden.

Und durch die Corona-Pandemie bekam das Internet einen weiteren Nutzen – die Verwendung des Rechners für die Arbeit und den Unterricht von zu Hause aus.

Das Negative

Natürlich kommt das Internet nicht nur mit Stern-, sondern auch mit Schattenstunden. Das geht bei dem wohl Einfachsten los, was man tut, bevor man auch nur daran denkt, den neu-gekauften Computer in irgendeiner Art und Weise zu personalisieren. Zunächst mal wird ein Virenschutz installiert, so er nicht schon on Board vorhanden ist.

Ein anderes Problem stellen natürlich die ganzen, unzähligen Trolle dar, welche die Kommunikation im Internet, gerade mit jenen, die sich in denselben Interessenskreisen bewegen, wie man selbst, deutlich erschweren.

Und dann gibt es noch das Problem, dass jeder Klick, wie auch der, der den geneigten Leser auf diese Seite gelenkt hat, in ein Datenprofil der eigenen Person gefügt werden kann. Und eigentlich sollte jeder selber darüber bestimmen dürfen, wer wann welche Information über wen erhält. Daher wurde die DSGVO geschaffen und wurde am 25. Mai vier Jahre alt.

Interessanterweise scheint, obgleich sie zweifelsohne sinnvoll ist, eben jene Datenschutz-Grundverordnung mit den auftauchenden „Wir nutzen Cookie“-Bannern überhaupt nicht so gut bei der Bevölkerung anzukommen. Zumindest hat man den Eindruck, wenn man den entsprechenden Zeit-Artikel zum Thema liest.

Auch spannend sind hier die Kommentare unter dem Artikel, an dem man sehen kann, dass dies so, wie es die Headline behauptet, nun auch nicht ist.

Und ja, natürlich stresst ist das Thema „Cookies“ nicht ganz unproblematisch. Der österreichische YouTube-Content-Creator „Tapakapa“ hat zu der Cookie-Problematik ein äußerst amüsantes und recht kurzes Video gemacht, das mit dem schönen Titel „Wia Internetseitn uns Cookies einestopfen“, also „Wie uns Internetseiten Cookies aufzwingen“ überschrieben wurde.

Fazit

Es lässt sich alles in allem festhalten, dass das Internet nicht das Neuland ist, für das Frau Merkel es hielt. Wir können ferner sehen, dass das Netz Potenziale hat. Diese können positiv sein (Lernen, Home-Schooling, Remote-Arbeitsplätze) allerdings auch negativ (Trolle, Internetviren, Cookie-Problematik). Es kommt immer darauf an, wie wir unsere Technologie nutzen.

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