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Hildegard von Bingen ist nun offiziell eine Heilige

Seit dem 11. Mai 2012 ist die Mystikerin und Äbtissin Hildegard von Bingen offiziell eine Heilige: Gut 900 Jahre nach ihrem Wirken wurde sie nun in den Heiligenkalender der römisch-katholischen Kirche aufgenommen. Streng genommen ist das keine wirkliche Heiligsprechung – aber eine ganz besondere Würdigung ihrer Person. Und das hat die mittelalterliche Klosterfrau sich auch redlich verdient.

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Damit nicht genug wird es Ende 2012 noch besser kommen: Dann nämlich soll die Benediktinerin von Papst Benedikt XVI. tatsächlich heiliggesprochen und auch noch in den Stand einer Kirchenlehrerin erhoben werden. Damit wäre sie die erste deutsche Frau, die diesen Titel erhält. Grund genug, sich Hildegard von Bingen und ihre Lehren einmal genauer anzusehen. Wer war diese Frau und was machte sie so besonders?

Wer war Hildegard von Bingen?
Geboren wurde Hildegard von Bingen als Tochter der Edelfreien Hildebert und Mechthild im Sommer 1098. Wahrscheinlich in Bermersheim vor der Höhe oder in Niederhosenbach im heutigen Rheinland-Pfalz. Gestorben ist sie mit 81 Jahren im Kloster Rupertsberg bei Bingen. Für die Verhältnisse des Mittelalters hatte sie damit ein geradezu biblisches Alter erreicht.
Hildegard war das 10. Kind der Familie und so war ihr Lebensweg vorgezeichnet: „Ein Zehnter an Gott“ hieß es damals bei den Adeligen und so wurde sie mit 8 Jahren zur Erziehung ins Kloster gegeben. So richtig freiwillig haben ihre Eltern das wohl nicht gemacht, denn Hildegard schreibt selbst in ihrer Autobiografie: „[…] und meine Eltern weihten mich Gott unter Seufzern […]“. Trotzdem scheint das genau der richtige Weg für Hildegard gewesen zu sein, denn sie hatte schon als Kind erste Visionen, in denen sie – von der damaligen Kirche anerkennt – Botschaften von Gott empfing.

Hildegard entwickelte im Kloster einen enormen Wissensdurst und wurde zur Universalgelehrten, die wegen ihres charismatischen Auftretens auch tatsächlich gehört wurde.
Für uns heute liegt ihre größte Bedeutung in ihrem enormen Wissen über Pflanzen- und Naturheilkunde. Allem zugrunde lag die Idee, dass jegliches Übermaß dem Körper schade. Alles sollte mit dem rechten Maß geschehen und nichts übertrieben werden. So befürwortete sie Fastenkuren zum Ausleiten von Giften, sprach sich jedoch gegen übermäßig langes Fasten aus.

Körper und Seele als Einheit
Für Hildegard von Bingen bildeten Körper und Seele eine Einheit. Was der Seele gut tut, ist auch für den Körper gut. Umgekehrt sorgt eine schlechte seelische Verfassung dafür, dass der Mensch anfällig für Krankheiten ist.
Neben allen Kräutern aus dem Klostergarten war Ihr Allheilmittel für Seele und Körper vor allem der Dinkel. Sie schreibt: „Der Dinkel ist das beste Getreide, er ist kraftvoll und besser verträglich als alle anderen Getreidearten. Er bereitet dem, der ihn isst, Gesundheit und Wohlbefinden. Die Seele des Menschen macht er froh. Wenn einer vor Krankheit nichts mehr essen kann, dann nehme man ganze Dinkelkörner, koche sie in Wasser und gebe sie dem Kranken zu essen. Es heilt ihn von innen heraus wie eine gute und kräftige Salbe.“ Dementsprechend basieren viele ihrer Rezepte auf Dinkel oder Dinkelmehl. Heute weiß man, dass Dinkel tatsächlich eines der gesündesten Getreide überhaupt ist. Die Rezepte sind einfach und lassen sich auch heute leicht nachkochen. Einfach mal ausprobieren!

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