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Entwicklungen in der Uhrenbranche

Wer Armbanduhren für obsolet hält, weil man sich heute mit Smartphones einen Blick auf die Uhrzeit verschaffen kann, hat Unrecht. Den weiterhin bestehenden Bedarf erkennt man u. a. sehr gut an den technologischen Fortschritten, die Uhrenhersteller immer wieder selbst erforschen und in ihren Uhren integrieren.

Welche Fortschritte in der Uhrenbranche gab es bisher, und wie sehen aktuelle Entwicklungen aus?

Multifunktionale Armbanduhren

Uhren sind ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Noch immer gehören sie zu beliebten Geschenken, die zu gewissen Lebensabschnitten wie der Kommunion / Konfirmation oder einem Abschluss geschenkt werden.

Ein großer Faktor dahinter ist das Prestige, das durch eine Uhr angezeigt wird. Es macht den Markt für Luxusuhren so attraktiv. Mit der Uhr zeigt man an, welchen Status man hat und was man sich leisten kann. Noch dazu stecken viel Handwerkstalent und wertvolle Materialien in der Uhr, die viele Käufer anziehen. Für sie sind die Uhren Kunststücke mit Sammlerwert.

Forschung und Ansprüche der Uhrenhersteller

Die Uhrenhersteller der erfolgreichsten Marken haben dabei einen hohen Anspruch an sich selbst, ihren Kunden ein Objekt mit einem hohen Wert zu bieten. Er liegt in der jahrelangen Expertise der Traditionsunternehmen und den komplexen Technologien, die sie entwickelt haben.

Dabei haben viele Uhrenhersteller unterschiedliche Leitgedanken. Citizen-Uhren für sie und ihn können etwa von einer breiten Gesellschaftsschicht bezahlt werden. Ziel des Unternehmens ist es, den Qualitätslevel und die Technologien von Luxusuhren für alle Menschen verfügbar zu machen.

Aber auch die traditionellen Uhrenhersteller wie Rolex aus der Schweiz sind ganz vorn mit dabei. Die Schweizer Manufakturen haben den Ruf, die besten der Welt zu sein, und mit diesem Anspruch forschen sie auch stets an neuen Entwicklungen.

Technologiesprünge von Armbanduhren

Die Innovationen, die man in der Uhrenbranche erkennen kann, liegen neben den verwendeten Materialien vor allem in den Antrieben, die die Uhren zum Ticken bringen. Dazu gehören:

  • Quarz-Batterieantrieb
  • Mechanischer Antrieb
  • Automatikantrieb
  • Solarantrieb

Mechanische Uhren

Mechanische Uhren sind die frühsten Uhren-Formen. Bevor es Batterien gab, musste man andere Energien nutzen, um die Uhr zum Ticken zu bringen. Der Anfang der Technologie liegt in rein mechanischen Antriebsformen. Sie kennt man durch das System an Gewichten und Pendeln bei Standuhren.

Durch ein komplexes Zusammenspiel von Zahnrädern, Sprungfedern und mehr wird die Armbanduhr zum Laufen gebracht. Damit das funktioniert, muss der Träger sie täglich durch ein kleines Rad am Rand ihres Gehäuses aufdrehen.

Das klingt veraltet. Mechanische Uhren gehören aber noch immer zu den beliebtesten Uhren, insbesondere im Luxus-Segment. Aufgrund der Komplexität und der notwendigen Expertise für die Herstellung der handgefertigten Modelle finden Uhrenfans hier besonders interessante Modelle.

Quarzuhren

Danach entstanden erst elektromechanische und schließlich vollelektronische Uhren. Der Quarz gibt Schwingungen ab, die der Uhr als Taktgeber dienen. Erste Bemühungen, tragbare Quarzuhren herzustellen, gab es bereits um 1920 herum. Erst 1950 konnte der Genfer Hersteller Patek Philipp sie auf den Markt bringen. Wirklich bezahlbar wurden sie erst um 1970.

Asiatische Hersteller, wie Seiko und Citizen, trieben diese Entwicklung dank ihrer verfügbaren Mikroelektronik an. Citizen machte sie für den breiten Markt bezahlbar, indem sie 1973 die erste Quarzuhr mit Flüssigkristallanzeige (LCD) entwickelten.

1986 folgte die nächste große Entwicklung im Bereich der Quarzuhren, die ersten Funkuhren von Junghans und Kundo, die ihre Genauigkeit an Funksignalen ausrichten konnten.

Automatikuhren

Automatikuhren sind eine Weiterentwicklung der Mechanikuhren. Auch sie haben ein detailreiches und komplexes System aus Federn und Zahnrädern. Statt des manuellen Antriebs ist hier allerdings ein Bewegungssensor eingebaut. Durch die Bewegungen des Arms übernimmt dieser den Antrieb des mechanischen Systems.

Solarbetriebene Uhren

Schon 1976 hat der Hersteller Citizen die erste Uhr mit analoger Anzeige und Solarzellenbatterien auf den Markt gebracht. Diese haben sie stetig weiterentwickelt, zu ihrem Markenzeichen, dem Eco-Drive. Die Gaskrise der 1970er war ihr Impuls dafür, eine nachhaltige Energieform zu finden.

Der Eco-Drive nutzt sowohl Sonnenlicht als auch jede künstliche Lichtquelle und wandelt das Licht zu Energie für ihren Antrieb um. Entsprechend der heute wieder auftretenden Frage nach nachhaltigen Energiequellen waren diese frühen Gedanken der Firma, die sich auch in ihren Herstellungsweisen zeigen, ihrer Konkurrenz weit voraus.

Smartwatches

Der neuste Entwicklungsschritt in der Uhrenbranche sind Smartwatches. Hier ist der Antrieb nicht mehr wirklich mit denen vergangener Uhrentypen zu vergleichen, da die ‘Uhren’ in Wirklichkeit kleine Hochleistungscomputer sind. In den meisten von ihnen werden Lithiumakkus verwendet, die wiederaufladbar sind. Im Vergleich zu modernen, mechanischen Uhren der Traditionshersteller finden sie auf dem Luxusuhren-Markt kaum Beachtung.

Fazit

Armbanduhren haben eine lange Geschichte. Im Laufe der Zeit haben sie sich zu einem Prestigegegenstand entwickelt. Hochwertige Uhren sind heute ein Anzeiger für unseren Stand und Erfolg.

Dank des technologischen Fortschritts sind aufwendige und luxuriöse Uhren auch für die breite Masse verfügbar, wenn sie von neuen Technologien für die neusten Modellreihen abgelöst werden. Die Top-Klasse unter ihnen, handgefertigte Mechanik- und Automatikuhren, sind auch heute noch ein wertvoller Gegenstand, der häufig sogar als Investition dienen kann, die in Zukunft an Sammlerwert zunimmt.

Ein Kommentar

  1. Ein guter Artikel über Uhren! Es gibt eine vielzahl an Uhren, aber die hochwertigsten kommen aus der Schweiz, darum würde ich immer zu dieser Uhr greifen und sonst zu keiner anderen.

    Freundliche Grüße
    Atanas Ickarov

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