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Büromarktentwicklung in Nordrhein-Westfalen

Büromarktentwicklung in Nordrhein-Westfalen
Quelle: pixabay.com/skeeze

Nordrhein-Westfalen ist mit seinen rund 18 Millionen Einwohnern das einwohnerstärkste Bundesland. Es ist damit zugleich der wichtigste deutsche Immobilienmarkt. Angesichts des derzeitigen »Booms« vor allem auf dem deutschen Büromarkt, erscheint es somit lohnenswert auch die entsprechende Entwicklung in NRW zu betrachten.

NRW ist nicht nur das einwohnerstärkste Bundesland, sondern auch Heimat von 30 DAX-Unternehmen. Hier liegen ganze zehn der 20 an der Einwohnerzahl gemessen größten Städte Deutschlands. Mit Köln und Düsseldorf liegen hier zudem zwei Top-Standorte im Bereich der Büroimmobilien. Aber auch weitere Bürozentren wie Bonn oder Essen sorgen für eine rege Nachfrage nach Büroräumlichkeiten.

Laut dem Bericht des Zentralen Immobilienausschusses e.V. (ZIA) seien Büroimmobilien seit 2012 bundesweit die „dominierende Assetklasse am deutschen Immobilieninvestmentmarkt“. Dies hänge mitunter mit dem Zuzug von hochqualifizierten Arbeitnehmern einerseits sowie mit dem Anstieg der Bürobeschäftigung insgesamt zusammen. Letztere ist vor allem eine Folge des Strukturwandels der Arbeitswelt. Vor allem gebe es einen Anstieg bürointensiverTätigkeiten imBereich freiberuflicher, wissenschaftlicher und technischer Dienstleistungen sowie im Information- und Kommunikationssegment, wie eine Studie der Wüest Partner Deutschland berichtet. Dass die „Jobs der Zukunft“ auch weiterhin immer bürointensiver werden dürften, bezeugen auch die Beiträge in der Computerwoche (Ausgabe vom März 2017).

Bürobedarf wächst

In NRW bleibt die künftige Entwicklung des Büromarktes zunächst noch abzuwarten. Wie es in einer Studie der DG HYP zum Immobilienmarkt in NRW von 2016 heißt, stehe dem Strukturwandel der Arbeitswelt hin zu mehr Dienstleistungsberufen nach wie vor ein Einwohnerrückgang gegenüber. Zudem würden viele Angehörige der sogenannten »Babyboomer-Generation«, die derzeit bürointensiven Tätigkeiten nachgehen, in absehbarer Zeit in Rente gehen. Es bleibe abzuwarten, ob dies durch nachströmende Fachkräfte ausgeglichen werden kann. Zurzeit sei jedenfalls noch festzustellen, dass die Zahl der Bürobeschäftigten in NRW ebenso wie im Bundesdurchschnitt kontinuierlich ansteige. Verantwortlich hierfür seien insbesondere „Umwälzungen in der Wirtschaft“, wie etwa Digitalisierung, Automatisierung und eine grundsätzlich immer weiter steigende Bedeutung von Dienstleistungen verschiedenster Art. An ehemals traditionsreichen Industriestandorten wie Dortmund oder Essen wäre der Anteil der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe auf rund 10 % hinabgesunken. Allein zwischen 1995 und 2015 ist der Anteil der Bürobeschäftigten dagegen von 180.000 auf 920.000 und damit um 24 % gestiegen. Das Wachstum an Bürobeschäftigten unterscheide sich jedoch von Standort zu Standort. Am schnellsten geht es in Aachen, während Dortmund das Schlusslicht bildet.

Dagegen ist der Büroflächenbestand in NRW seit den 1990er Jahren beständig gesunken. Seit etwa zehn Jahren würden die Büroflächen deutlich langsamer wachsen als die Zahl der Bürobeschäftigten, so die Autoren der DG HYP. In Abhängigkeit vom konkreten Standort gibt es jedoch unterschiedliche Entwicklung hinsichtlich der Leerstandquoten. So liegt der Leerstand in Aachen, Bielefeld und Duisburg seit gut 20 Jahren konstant niedrig bei zwei bis drei Prozent und verweist auf eine sehr am Realbedarf orientierte Planung. In Bonn, Dortmund, Essen und Münster ist der Leerstand dagegen im NRW-Maßstab überdurchschnittlich gewachsen. Beim Büroflächenumsatz und den Mieten entspricht die Entwicklung in NRW weitgehend dem positiven bundesdeutschen Schnitt.

Konsequenzen des steigenden Bürobedarfs für die Bürosuche

Der kontinuierlich steigende Bürobedarf in Deutschland sowie an ausgewiesenen Standorten in NRW bleibt natürlich nicht ohne Konsequenzen. Vor allem in den Top-Lagen wie Köln oder Düsseldorf fällt die Suche nach passenden Räumlichkeiten zunehmend schwerer. Hier empfiehlt sich durchaus der Rückgriff auf professionelle Hilfe bei der Bürosuche, um etwaige Komplikationen für das Geschäft zu vermeiden. Viele neuartige Suchkonzepte ermöglichen es heute, auch trotz der teilweise angespannten Lage auf dem Büromarkt, relativ zügig erschwingliche Immobilien ausfindig zu machen.

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