Bergneustadt – „Schön, dass ihr wieder da seid“, freuten sich am Mittwoch (30. April) viele Kunden des Rewe-Marktes an der Stadionstraße. Gemeint war der Stand vom CJD, welcher vor Ort seit Jahren bestens bekannt ist. Beim Anblick des bunten Sonnenschirms des Christlichen Jugenddorfs läuft so Manchem schon das Wasser im Mund zusammen. Denn ist dieser zu sehen, gibt es immer eine Leckerei zu erwerben. So standen schon selbstgemachte Reibeplätzchen, Kartoffelbrot oder Leberkäsebrötchen auf dem Programm. Diesmal warteten frisch gegrillte Würstchen auf hungrige Kunden.

oberberg-nachrichten.de/wp-content/uploads/2014/05/Foto-11.jpg" alt="Foto 1[1]" width="500" height="375" srcset="https://www.oberberg-nachrichten.de/wp-content/uploads/2014/05/Foto-11.jpg 500w, https://www.oberberg-nachrichten.de/wp-content/uploads/2014/05/Foto-11-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /> Die Jugendlichen erfreuten die Rewe-Kunden mit frisch gegrillten Würstchen.

Doch hinter solchen Aktionen steckt viel mehr, als nur eine Annehmlichkeit für die Kunden. Seit nunmehr sechs Jahren arbeiten Stefan Borner, Ausbilder vom CJD Gummersbach, und Bruno Novella, Marktmanager im Rewe-Markt Bergneustadt, vertrauensvoll zusammen, wenn es um die Weiterbildung junger Menschen geht. Dafür ermöglicht der Verbrauchermarkt den Absolventen vom CJD zwei mal jährlich Projektwochen, in denen sie vielfältige Aufgaben aus dem Einzelhandel kennenlernen können.

„Meine Schützlinge eignen sich dabei nicht nur wertvolle Berufspraxis an, sondern wachsen oft auch persönlich über sich hinaus“, freut sich Stefan Borner über diese Chance. So blühen schüchterne Jugendliche im Kundenkontakt regelrecht auf und eigentlich rechenschwache CJDler entdeckten an der Kasse plötzlich ihre Mathekenntnisse.

„Selbst in diesem sensiblen Bereich gab es in all den Jahren nie Probleme“, spricht sich Bruno Novella für das Projekt aus. Denn betriebsfremden Personen so viel Verantwortung zu überlassen, ist eine große Vertrauensfrage. Novella freut sich, den Jugendlichen diese Chance bieten zu können und dem sozialen Verständnis des Rewe-Marktes so gerecht zu werden. „Außerdem können wir in unserem Verbrauchermarkt jede helfende Hand gut gebrauchen. Und auch wenn die Einarbeitung der Jugendlichen vom CJD zu Anfang recht arbeitsintensiv ist, übernehmen diese bereits nach kurzer Zeit viele Arbeiten – zum Beispiel im Lager oder als Verkaufshilfen.“

Der Rewe-Markt bietet als SB-Warenhaus mit seinem vielfältigen Warenangebot von der Leergutannahme über Backwaren und Wurst an der Frischetheke bis hin zu Zeitschriften und der Textilabteilung eine Menge Möglichkeiten für die Praktikanten. So können diese ihre individuellen Stärken herausfinden und austesten, was ihnen wirklich Spaß macht. Eine optimale Förderung in der Ausbildung ist das Ergebnis.

Dass dies der richtige Weg ist, zeigt auch die Vermittlungsquote des CJDs: Über 80 Prozent der fertigen Azubis erhalten im Oberbergischen Kreis erfolgreich einen Arbeitsplatz. Auch der Rewe-Markt in Bergneustadt bringt immer wieder CJD-Azubis in Lohn und Brot. „Durch die Projektwochen kennen wir die Menschen bereits und können sie viel besser einschätzen, als einen externen Bewerber“, schildert Novella die Beweggründe.

CJD-Ausbilder Stefan Borner, Rewe-Marktmanager Bruno Novella und CJD-Standortleiter Markus Bröcher (v.l.)

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