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Oberbergischer Kreis veröffentlicht Standorte von Defibrillatoren

Oberbergischer Kreis – Defibrillatoren können Leben retten und sind in vielen öffentlichen Gebäuden verfügbar.

Der Oberbergische Kreis hat die Standorte von öffentlich zugänglichen Defibrillatoren unter www.obk.de/defibrillatoren zusammengetragen.

Der sogenannte „plötzliche Herztod“ stellt eine der häufigsten Todesursachen in der westlichen Welt dar. In Deutschland sterben jährlich weit über 100.000 Menschen außerhalb von Krankenhäusern an einem plötzlichen Versagen der Herzfunktion.

„Die Wiederbelebung eines Menschen, der einen Herz-Kreislaufstillstand hat, muss immer und so früh wie irgend möglich durch Ersthelfer oder Rettungsdienstpersonal durchgeführt werden“, sagt Dr. Ralf Mühlenhaus, Leiter des Amts für Rettngsdienst, Brand- und Bevölkerungsschutz.

Mehrere Defibrillatoren sind in den Einrichtungen des Kreises platziert. (Foto: OBK)
Mehrere Defibrillatoren sind in den Einrichtungen des Kreises platziert.
(Foto: OBK)

Informationen für den Notfall unter www.obk.de/wiederbelebung. Mit jeder Minute, die bis zum Einsetzen rettender Therapiemaßnahmen vergeht, vergrößert sich zum einen die Gefahr schwerer Folgeschäden und nimmt zum anderen die Überlebenschance um bis zu 10 Prozent ab.

Eine effektive Maßnahme, um Menschen mit Herzversagen erfolgreich wiederzubeleben, ist neben einer Herzdruckmassage der unterstützende Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators (AED).

Ein Defibrillator ist eine medizinsiches Gerät zur Wiederherstellung einer normalen Herzaktivität, das auch von medizinischen Laien bedient werden kann. In den überwiegenden Fällen ist eine Herzkreislaufstillstand Folge eines Infarktes. Dabei erscheinen in einem EKG häufig Rhythmusstörungen, die auch durch ein AED-Gerät erkannt werden können.

Nach dem Anlegen von Klebeelektroden analysiert eine Software im AED den Herzrhythmus. Dabei ist der Defibrillator als Computer in der Lage, aus sehr vielen programmierten Herzrhythmen das lebensbedrohliche Kammerflimmern zu erkennen und durch gezielte Stromstöße zu beenden.

Nur wenn tatsächlich ein medizinisches Problem, beispielswiese ein Kammerflimmern, vorliegt, wird die Defibrillation freigeschaltet. Defibrillator kann Herzdruckmassage nicht ersetzen Ein AED navigiert den Anwender mit einer „elektronischen Stimme“ schrittweise durch die Reanimation und gibt genaue Anweisungen zur Vorgehensweise.

„Ein Defibrillator kann keine Herzmassage ersetzen“, sagt Dr. Ralf Mühlenhaus und erklärt: „Durch die Defibrillation kann ein Herz zu einem regulären Rhythmus zurückfinden. Die fortlaufende, händische Herzdruckmassage muss aber immer gewährleistet werden. Nur so kann der Herzschlag nach der Defibrillation wieder in seinen normalen Gang gesetzt werden.“

Standorte von Defibrillatoren im Oberbergischen Kreis unter www.obk.de/defibrillatoren.

Im Oberbergischen sind an vielen öffentlichen Standorten Defibrillatoren zu finden. Eine Übersicht der Standorte ist ab sofort auf der Homepage des Oberbergischen Kreises zu finden. Auf www.obk.de/defibrillatoren sind alle 13 Städte und Gemeinden des Oberbergischen aufgeführt.

Ein Klick auf die jeweilige Kommune zeigt die verfügbaren AED an. Weitere Defi-Standorte können per Email an [email protected] gemeldet werden.

Informationen und Verhaltentstipps für den Notfall finden Sie unter www.obk.de/wiederbelebung . Die Hilfsorganisationen im Oberbergischen Kreis bieten Kurse zu Wiederbelebungsmaßnahmen an. Bürgerinnen und Bürger können hier erlernen, wie eine Herzdruckmassage durchgeführt wird.

Veröffentlicht von:

Aline Walter
Aline Walter ist Redakteurin und kaufmännische Mitarbeiterin bei ARKM. Als Reporterin versorgt die Studentin des Medienmanagements sowie der Unternehmensführung die Oberberg-Nachrichten täglich mit aktuellen Nachrichten und Berichten aus der Region.

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