Die frostigen Temperaturen und die Eiskratzgeräusche der Autofahrer am frühen Morgen lassen keinen Zweifel daran, dass der Winter nun tatsächlich Einzug gehalten hat. Und mit diesem Einzug hört man in den morgendlichen Radionachrichten auch beinahe täglich wieder den Warnhinweis, dass mit Bodenfrost und stellenweise auch Glätte gerechnet werden muss. Gerade diese Ansage sollten alle, die sich früh morgens auf den Weg zur Arbeit machen, besonders ernst nehmen, denn sie birgt einige unberechenbare Gefahren. So fährt oder läuft jeder besonders vorsichtig, wenn eine geschlossene Schneedecke oder eine großflächige Eisschicht auf den Straßen und Bürgersteigen liegt. Doch die Glätte lauert nur an einigen wenigen Stellen, wähnt man sich in trügerischer Sicherheit und ein überraschendes (Aus-)Rutschen kann umso schlimmer ausgehen.

Besondere Vorsicht an gefährdeten Stellen

Natürlich kann Eisglätte im Prinzip überall auftreten, doch es gibt einige Stellen und Wetterlagen, die besonders prädestiniert für eine unerwartete Rutschpartie sind. Dazu gehören in erster Linie Brücken, weil sie von oben und unten durch die kalte Luft abgekühlt werden und deshalb das Wasser bei feuchter Witterung dort viel schneller gefriert als auf Straßen und Wegen, deren Untergrund die Wärme noch weitaus länger speichern kann.
Eine weitere Gefahr geht von Straßen aus, die durch Wälder oder an Gewässern entlang führen. Da die wärmenden und trocknenden Sonnenstrahlen nur schwer durch den dichten Baumbestand dringen, herrschen in Wäldern oft kältere und feuchtere Luftverhältnisse als außerhalb. Straßen, die unmittelbar hindurchführen, sind genauso davon betroffen und so muss dort schon mit überfrorener Nässe gerechnet werden, wenn es anderswo noch trockenen Boden bei Plusgraden gibt. Auch die Nähe von Gewässern führt oft zu Bodennebel und erhöhter Feuchtigkeit auf den Straßen, die ein Risikofaktor für Straßenglätte sind.

Vorbeugen statt Nachsorgen

Um trotz der vorprogrammierten Glätte sicher durch den Winter zu kommen, sollten alle, unabhängig von ihrer Art der Fortbewegung, einige besonders wichtige Dinge beachten:

  • Autofahrer: Es kann nicht oft genug erwähnt werden, im Straßenverkehr steht und fällt alles mit den Winterreifen, für die seit drei Jahren eine gesetzliche Pflicht besteht. Im Unterschied zu Sommerreifen haben sie ein stärkeres Profil und wesentlich bessere Gripeigenschaften. So etwa der vom TÜV Saarland ausgezeichnete Semperit Speed Grip 2, der neben zahlreichen anderen Winterreifen bei Tirendo erhältlich ist. Diese Reifen erlauben es dem Fahrer selbst bei schwierigen Straßenbedingungen durch Schneematsch und Eisglätte, sein Fahrzeug so gut wie möglich unter Kontrolle zu halten. Zu erkennen sind die Winterreifen durch die Kennzeichnung „M+S“ oder eine Schneeflocke an der Seite.
  • Radfahrer: Seit wenigen Jahren gibt es auch für Fahrräder Winterreifen, die zunächst ein stärkeres Stollenprofil haben. Die Stollen sind zusätzlich mit Spikes versehen, so dass damit sogar auf Eisflächen gefahren werden kann. Abgesehen davon sollte man bei schwierigen Straßenverhältnissen den Luftdruck bis zum zulässigen Minimum absenken, so dass der Reifen eine größere Berührungsfläche mit dem Untergrund und dadurch auch besseren Grip hat.
  • Fußgänger: Zu guter Letzt sollten natürlich auch Fußgänger ihr Schuhwerk den Wetterbedingungen anpassen. Modische Schuhe mit glatten Sohlen können auf eisglatten Bordsteinen und Straßen zu gefährlichen Stürzen und sogar Knochenbrüchen führen. Um das zu verhindern sollte man zu Winterschuhen mit einer rutschfesten Sohle aus einer möglichst weichen Gummimischung und mit möglichst grobem Profil greifen. Damit ist man bei Schnee, Regen und auch Eis stets auf sicheren Beinen unterwegs.

Veröffentlicht von:

Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist Herausgeber der Oberberg-Nachrichten. Als Familienunternehmer und Internet-Unternehmer der ersten Stunde schreibt er über Trends, Innovationen und die Wirtschaft in Oberberg. Autor:

ON - Oberberg-Nachrichten | Am Puls der Heimat.

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