Ratgeber

Motorradfahren im Winter: Mit der richtigen Ausrüstung kann’s los gehen!

Das herbstliche Wetter hat Deutschland voll im Griff. Die ersten Bäume haben bereits ihr Blätterwerk fallen gelassen. Die ersten massiven Regenschauer haben in Europa zu zahlreichen Überflutungen geführt. Aus diesem Grund denken einige Motorradliebhaber bereits jetzt daran ihr geliebtes Zweirad über den Winter sicher zu verstauen. Doch diesem Trend folgen nicht alle. Der milde Winter der letzten Jahre und die technischen Erneuerungen veranlassen zahlreiche Motorradfans ihre Maschine auch in den Wintermonaten in Betrieb zu nehmen. Doch Achtung: Die Inbetriebnahme eines Motorrads bei winterlichen Verhältnissen sollte gut überlegt sein. Außerdem gibt es einige Punkte im Bereich der Reifen und der Schutzkleidung zu beachten. Hier einige Tipps wie Sie mit Ihrem Zweirad sicher in den herbstlichen und winterlichen Verhältnissen vorankommen.

Bild: rusak/clipdealer.de
Bild: rusak/clipdealer.de

Regel Nummer 1: Niemals den Helm vergessen!

Grundsätzlich gilt es niemals seinen Helm zu vergessen. Der Helm muss mit, egal wie kurz oder wie lange man fährt. Motorradliebhaber, die bereits eine größere Tour mit ihrer Maschine in anderen europäischen Ländern bzw. eine Tour durch die Vereinigten Staaten von Amerika unternommen haben, werden wissen, dass die Helmpflicht nicht überall gesetzlich verankert ist. In der Bundesrepublik Deutschland herrscht aber die Helmpflicht vor. Und dies ist auch gut so! Zu oft mussten Zweiradfahrer ihr Leben auf Deutschlands Straßen lassen, einfach weil diese entweder auf den Helm vergessen hatten oder diesen einfach nicht aufsetzen wollten. Der Helm kann Ihr Leben retten! Vergessen Sie dies niemals!

Regel Nummer 2: Bei Eis und Schnee bleibt das Motorrad stehen!

Egal wie schön die Sonne am Morgen vom Himmel gestrahlt hat, der Schnee hat über den Tag die Straßen eingenommen. Falls Sie also morgens mit der Maschine zur Arbeit gefahren sind, gilt es diese jetzt stehen zu lassen, egal wo dies gerade sein mag. Im Grunde genommen gibt es folgende Grundregel: Bei Eisregen oder Schnee bleibt der zweirädrige Liebling, egal ob Moped oder Motorrad dort stehen, wo es gerade ist. Leider vergessen diese Regel zahlreiche Moped – bzw. Motorradlenker und versuchen immer wieder die wenigen Kilometer von der Arbeitsstelle bis zu ihrer Wohnung bzw. ihrem Haus auch bei Eisregen oder Schnee zurückzulegen. Zumeist enden diese Versuche in verheerenden Unfällen, nicht zuletzt mit Todesfällen.

Regel Nummer 3: Winterreifen sind auch für Motorräder gesetzlich verpflichtend!

Fahrzeuglenker werden vom Staat Deutschland dazu gesetzlich verpflichtet die Räder ihres Auto über im Winter an die verändernden Straßenverhältnisse anzupassen, sprich entsprechende Winterreifen zu montieren. Diese Regel gilt ebenso für Motorräder. Leider ist zahlreichen Motorradfahren, die ihr Motorrad über die letzten Wintermonate eingestellt hatten, dies vermutlich nicht bewusst. Bereits im letzten Jahr haben sich aus diesem Grund zahlreiche Unfälle mit Motorräder ereignet, an denen Sommerreifen montiert waren. Die deutsche Rechtslage besagt, dass seit der Neuregelung im Jahr 2013 Motorräder, die über die Wintermonate angemeldet sind und im deutschen Straßenverkehr zum Einsatz kommen, mit Winterreifen bestückt werden müssen. Auch wenn es dafür kein vorgeschriebenes gesetzliches Datum gibt, ab dem Winterreifen angelegt werden müssen, so gilt für Zweirädrige Maschinen, laut ADAC, dass das Motorrad bzw. der Roller bei „Schneeglätte, Schneematsch, Reifglätte oder Glatteis“ nur mit entsprechenden winterlichen Reifenprofilen betätigt werden darf.

Regel Nummer 4: Schutzkleidung für Nässe und Kälte nicht vergessen!

Hier ist die Rede von Funktionswäsche. Schutzkleidung, die besonders wasserabweisend, winddicht und kälteabweisend ist. Diese Kleidung sollte aber nicht nur in den Wintermonaten zum Einsatz kommen. Entsprechende Funktionswäsche sollten Motorradfahrer bei jeder längeren Ausfahrt mitführen. Ersten schützt diese nicht nur bei einem Regeneinbruch, sondern auch vor etwaigen Abschürfungen bei einem leichten Sturz. Dabei darf man niemals auf die Handschuhe vergessen. Hierbei sollte man ein Paar für den Sommer und ein unterschiedliches Handschuhpaar für herbstlich – winterliche Verhältnisse ohne Baumwollinnenfutter besitzen. Nutzten Sie stattdessen entsprechende Unterziehhandschuhe. Bei der Schutzkleidung kommt es nämlich vor allem auf die entsprechenden Materialien an.

Quelle: http://www.motoin.de/Material-Lexikon:_:16.html
http://www.ipa.fraunhofer.de/Materialwissenschaft.358.0.html

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche verantwortet die Redaktion Oberberg-Nachrichten. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist telefonisch unter 02261-9989-885, oder über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected] - Redaktionssprechstunde: Mo, Di und Do von 10-12 Uhr.

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