Gummersbach – Im Oberbergischen Kreis gibt es oft langsames Internet. Und das nicht nur an Orten, wo es einen weißen Fleck auf der DSL/VDSL Karte der örtlich verfügbaren Internetprovider gibt. Oft liegt langsames Internet unbewusst an der falschen Konfiguration der Hardware, oder durch vorerst unbekannte Fremdstörer.

Langsames Internet kann oft behoben werden

Es ist wohl mit die schlimmste Situation, wenn Sie Highspeed Internet bestellt haben und dann nur einen Bruchteil von der bestellten Internetgeschwindigkeit geliefert und benutzen können. Nun meldet sich Internetexperte Sven Oliver Rüsche zu Wort. Nach seiner langjährigen Erfahrung wird immer zuerst laut über die Deutsche Telekom geschimpft, aber oft ist der DSL Anschluss bis zur Telefondose sehr gut. Erst hinter dem Internetrouter fangen dann die Probleme an. Solange nur ein Benutzer den Internetanschluss zum reinen Internetsurfen nutzt, gibt es oft keine Probleme. Erst wenn zum Beispiel ein T-Entertain Mediareceiver an den Router gehangen wird, tauchen plötzlich Probleme auf. Das Bild ruckelt, oder bleibt stehen. Oft haben die Aufnahmen auf dem Entertain-Festplatten-Receiver Unterbrechungen in der Aufnahme. Laut Sven Oliver Rüsche sind diese Performance Probleme keine Leitungsprobleme, sondern oft eine Falschkonfiguration des Routers.

„Bei der allseits beliebten Fritz Box gibt es die Möglichkeit zeitkritische Anwendungen zu priorisieren und weniger wichtige Geräte (zum Beispiel das Smartphone oder das Tablett) künstlich weniger Priorität einzuräumen. Dann hat der Online-Gamer oder der HD-Stream immer „Vorfahrt“ im Netzwerk“, so der Tipp vom Internetexperten Rüsche.

Langsames Internet – hier zum Beispiel können Stromkabel das WLAN massiv stören.

Ratgeberportal für die Behebung von langsames Internet

Der Internetexperte betonte jedoch, dass die falsche Priorisierung im Heimnetz nur eine von zahlreichen „hausgemachten“ Probleme für langsames Internet ist. Sehr oft sind es auch „fundiertes Halbwissen“, dass die Augen vor eigenen Fehlern verschließt. Beim WLAN zum Beispiel lassen sich die Benutzer oft von den theoretischen Werten blenden und meinen, dass ihr WLAN ja mehr als ein Gigabit pro Sekunde übertragen kann und der 16.000er Anschluss ja dann auf jedem im WLAN befindliche Gerät abrufbar sein sollten. Falsch gedacht! Auch hier steckt der Teufel im Detail und in der verwendeten Hardware und natürlich an der Anzahl an verbauter Antennen im WLAN-Router und auch des genutzten WLAN-Endgerätes. Natürlich blockieren auch Nachbarschaftsnetze die volle Geschwindigkeit, wenn diese auf den selben Frequenzen „funken“.

„Von der Telekom-Steckdose bis zum Endgerät lauern zahlreiche Störquellen, die für ein langsames Internet sorgen können. Einen wirklich guten Ratgeber bietet die Internetseite mehr-speed.de – dort wird auf alle möglichen Störfaktoren für ein langsames Internet eingegangen. Neben Konfigurationstipps und Hardwareempfehlungen, hat diese Seite auch eine gute Übersicht über alle am Ort verfügbaren Internetprovider. Oft ist die Telekom im Oberbergischen Kreis die erste Wahl, aber es gibt oft auch Kabelnetzbetreiber, die eine wirkliche Highspeed-Alternative sein könnne, falls die Hauptschuld für langsames Internet wirklich bei der Deutschen Telekom liegen sollte …“, so der Gummersbacher Internetexperte Sven Oliver Rüsche.

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