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Gummersbach: Lesen und Schreiben lernen in der Zweitsprache

Deutsch: Gelungener Auftakt einer Veranstaltungsreihe des Kreises

Gummersbach – Die Fachtagung für Lehrkräfte aller Schulformen veranstaltet vom Kommunalen Integrationszentrums (KI) des Oberbergischen Kreises war schnell ausgebucht. Die Beteiligten nutzen die Chance, individuelle Lösungen für ihre Schulen zu erarbeiten. Die deutsche Sprache klingt für viele Menschen fremd und ungewohnt.

„Angesichts der steigenden Zahl der Zuwanderer und Flüchtlinge sowie der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund ist das Beherrschen der deutschen Sprache ein wichtiger Schlüssel zum Schulerfolg und zur Teilhabe an unserer Gesellschaft „, sagt Birgit Pempera, pädagogische Leitung des Kommunalen Integrationszentrums (KI) des Oberbergischen Kreises . „Wer Deutsch als Zweitsprache lesen und schreiben lernt, braucht individuelle Methoden, um zum Erfolg zu gelangen – entsprechend der jeweiligen Voraussetzungen.“

Reger Austausch im KI-Orga-Team (v.l.n.r.): Erika Waedt, Dorothea Wirtz, Dr. Ellen Schulte-Bunert, Birgit Pempera, Annika Reuter. (Foto: OBK)
Reger Austausch im KI-Orga-Team (v.l.n.r.): Erika Waedt, Dorothea Wirtz, Dr. Ellen Schulte-Bunert, Birgit Pempera, Annika Reuter. (Foto: OBK)

Auch für viele Lehrerinnen und Lehrer der oberbergischen Schulen ist das aktuell eine große Herausforderung. Hilfestellung dabei gibt das KI des Oberbergischen Kreises: die Fachveranstaltung „Lesen und Schreiben lernen in der Zweitsprache Deutsch“ im Berufskolleg Dieringhausen bildete den Auftakt für eine Reihe von Fachveranstaltungen zum Thema Deutsch als Zweitsprache. „Die Fachtagung war bereits ausgebucht, kurz nachdem die Einladung an die oberbergischen Schulen erfolgt war. Das zeigt eins ganz deutlich: Das Thema ist hochaktuell!“, sagt Organisatorin Dorothea Wirtz (KI).

Als Expertin der Fachtagung hatte das Team Dr. Ellen Schulte-Bunert, Lehrbeauftragte der Universität Flensburg gewonnen. Sie ist Autorin zahlreicher Veröffentlichungen im Bereich Deutsch als Fremdsprache/ Deutsch als Zweitsprache und bekannt durch ihr Mitwirken am bundesweiten FörMig Programm („Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund“). Für die rund 50 Lehrerinnen und Lehrer gab diese erste Fachtagung zahlreiche Gelegenheiten sich darüber auszutauschen, wie Kinder lernen, auf deutsch zu lesen und zu schreiben und welche Medien und Materialien dafür geeignet sind.

Die Gelegenheit zum Austausch nutzten die Teilnehmenden auch in der Mittagspause (Foto: OBK)
Die Gelegenheit zum Austausch nutzten die Teilnehmenden auch in der Mittagspause (Foto: OBK)

Ein weiteres wichtiges Thema: Wie können auch Kinder und Jugendliche, die erst später als sogenannte Seiteneinsteiger in die Klassen kommen, das deutsche Alphabet erlernen? Auf der Fachtagung wurden dazu Best practice – Modelle aus verschiedenen Schulformen vorgestellt und lieferten erfolgreiche Erkenntnisse aus der Praxis. Die Bewirtung in der Mittagspause durch die Schülerfirma der jakob-Moreno-Schule Gummersbach war hervorragend und kam gut an. Diese Veranstaltung bildet den Auftakt für eine Reihe von Fachveranstaltungen und Fachforen zum Thema Deutsch als Zweitsprache. „Wir wollen damit Gelegenheit bieten, individuelle Lösungsansätze für die jeweilige Arbeit vor Ort zu erarbeiten“, sagt Dorothea Wirtz vom KI.

Interessierte Lehrerinnen, Lehrer und weitere pädagogische Fachkräfte können sich über die E- Mail-Adresse [email protected] melden, um in einen entsprechenden Verteiler aufgenommen zu werden. Sie werden so frühzeitig über Veranstaltungshinweise wie (landesweite) Fortbildungen, Online-Materialien, Literaturempfehlungen und kostenlose Downloads informiert.

Veröffentlicht von:

Aline Walter
Aline Walter ist Redakteurin und kaufmännische Mitarbeiterin bei ARKM. Als Reporterin versorgt die Studentin des Medienmanagements sowie der Unternehmensführung die Oberberg-Nachrichten täglich mit aktuellen Nachrichten und Berichten aus der Region.

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