Gummersbach – Am 20. April 2016 veranstaltete die Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach zusammen mit dem Jobcenter Oberberg im Forum Gummersbach unter dem Motto „Chancen bieten – Chancen nutzen“ die fünfte oberbergische Zeitarbeitsmesse.

Rund 13 Personaldienstleister stellten sich dabei mit eigenem Stand vor. Vertreten waren sowohl Personaldienstleister mit Hauptsitz in Oberberg, wie zum Beispiel Stewe aus Bergneustadt oder die Pe-S Personal-Service GmbH aus Gummersbach, als auch Unternehmen, die ihren Hauptsitz nicht im Oberbergischen haben.
Hier standen sie den Besuchern der Messe mit Beratung, Information und Antworten auf deren Fragen rund ums Thema Zeitarbeit zur Seite.
Doch bevor es für interessierte Besucher, welche auf der Suche nach Stellenangeboten im Bereich der Zeitarbeit waren, auf die Suche nach Jobs ging, wurde ein Stopp beim angebotenen Bewerbungscheck gemacht. Hier hatten die Messebesucher nicht nur die Chance ihre Unterlagen von Fachleuten der Agentur für Arbeit prüfen zu lassen, sondern konnten sich, nach einem angemessenen Styling der angehenden Friseurinnen der Nestor Bildungsinstitut GmbH, auch vom Fotostudio Lina Sommer bewerbungstauglich ablichten lassen.

Mit diesem Rundum-Angebot der Zeitarbeitsmesse wurden nicht nur diejenigen zufrieden gestellt, welche auf der Suche nach einem Job waren. Auch zahlreiche „Laufkunden“ sowie Aussteller zeigten sich deutlich beschwingt von der Veranstaltung: „Die Zeitarbeit ist besonders in unserer Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Im Gegensatz zu umliegenden Großstädten, welche vorwiegend auf Dienstleistungen ausgerichtet sind, spielt bei uns der Produktionsfaktor eine große Rolle“, so Frau Wallau, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit.

Durch gesetzlich festgelegte Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel Tarifverträge, entfernt sich die Zeitarbeiter immer mehr von seinem negativen Status. Die Kriterien und Anforderungen an Personaldienstleister steigen, weshalb sich schwarze Schafe in diesem Gebiet immer weiter zurückziehen und wirklich „sauberen“ Unternehmen mit gutem Ruf Platz machen. Doch auch Bewerber für Zeitarbeit bewegen sich auf verschiedenen Niveaus. „Auch wenn noch ca. 80-90 % aller Zeitarbeiter eine Helfertätigkeit ausüben, gibt es derweilen immer mehr Fachkräfte, welche ebenfalls auf der Suche in diesem Bereich sind“, erklärt Herr Schulte, Teamleiter in der Agentur für Arbeit. Deshalb ist es nicht nur wichtig, dass Bewerber sich angemessen und qualifiziert präsentieren, sondern auch Personaldienstleister auf sich aufmerksam machen und ihr Unternehmen für Bewerber attraktiv gestalten. Durch Aktionen wie die Zeitarbeitsmesse in Gummersbach haben diese die Möglichkeit ebenfalls aktiv zu werden und um qualifizierte Arbeitnehmer zu werben. „Zudem ist die Zeitarbeitsmesse für jeden freiwillig und fördert eine unverbindliche Beschäftigung mit dem Thema Zeitarbeit, welches immer mehr an Bedeutung zunimmt“, beteuert Frau Wallau.

Nach dem Stand aus dem Monat Juni letzten Jahres gibt es in Deutschland rund 950.000 Menschen, die Zeitarbeit in Anspruch nehmen – wobei diese gerade einmal 3 % aller Beschäftigten ausmachen. „Ziel unserer gemeinsamen Arbeit mit der Agentur für Arbeit ist es, Nachhaltigkeit zu schaffen“, spricht Herr Kaminetzki, Teamleiter „Arbeitsvermittlung“ des Jobcenters Oberberg. „Wir setzen nicht darauf ein ‚rein-raus-Geschäft’ zu fördern, sondern möchten unseren Kunden mit der Zeitarbeit die Chance bieten in verschiedene Betriebe hinein zu schnuppern, bei Unternehmen einen Eindruck von sich zu hinterlassen und im besten Fall durch die Zeitarbeit einen ersten Schritt oder den Eintritt in ein Unternehmen zu schaffen“.

Somit versuchen das Jobcenter Oberberg und die Agentur für Arbeit zwei Seiten zusammenzubringen: zum einen die Kunden, welche auf der Suche nach einer Beschäftigung in der Zeitarbeit sind, sowie die Kunden, welche diese Beschäftigungen vermitteln. Gute Konditionen und Zufriedenheit auf beiden Seiten ist dabei das Bestreben.

Text und Foto: Aline Walter

Veröffentlicht von:

Aline Walter
Aline Walter ist Redakteurin und kaufmännische Mitarbeiterin bei ARKM. Als Reporterin versorgt die Studentin des Medienmanagements sowie der Unternehmensführung die Oberberg-Nachrichten täglich mit aktuellen Nachrichten und Berichten aus der Region.

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