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Von Rom über Straßburg in Richtung Wüste

Oberbergischer Kreis – Rom, Straßburg, Hagen, Aue, Halle und Recklinghausen haben eines gemeinsam: Sie liegen alle im Oberbergischen Kreis. Genau wie Apfelbaum, Birnbaum, Kaffekanne, Ente, Sonnenschein, Seidenfaden oder Hardt-Hanfgarten. Insgesamt 1440 Dörfer, Ortschaften und Weiler zählen zu den 13 Kommunen in Oberberg, darunter manche bekannte Namen und einige zum Schmunzeln. Für Kreisdirektor Jochen Hagt Grund genug, die Orte Kaffekanne (Radvormwald), Sonnenschein (Wipperfürth) und Apfelbaum (Gummersbach) zu bereisen und für die dörflichen Strukturen im Kreis zu werben. „Wir sind sehr stolz auf diese Vielfalt. Unsere Dörfer stehen für Ruhe und Idylle, für Heimatverbundenheit und für eine lebendige, intakte Nachbarschaft. Das Dorf lebt vom Miteinander statt eines Nebeneinanders“, sagt Hagt.

In Kaffekanne stehen vier Häuser, darunter zwei mehr als 300 Jahre alte Fachwerkhäuser. Zwei Höfe bilden die Ortschaft Sonnenschein. Dagegen ist der Ort Ente in Wipperfürth etwas größer und hat sogar eine eigene Bushaltestelle. Und wer von Rom (Morsbach) über Straßburg in Richtung Wüste (jeweils Hückeswagen) reisen möchte, der benötigt dafür lediglich gut 70 Kilometer – zumindest, was die gleichnamigen Orte im Kreis angeht. Gleich mehrmals gibt es die Wohnsiedlungen Wald (Wiehl und Reichshof) und Straße (Gummersbach, Nümbrecht und Marienheide). Spitzenreiter sind allerdings Grunewald, das sogar acht Mal vertreten ist (Marienheide, Nümbrecht, Radevormwald, Reichshof, Waldbröl sowie dreimal Wipperfürth), ebenso wie Neuenhaus (Engelskirchen, Gummersbach, Marienheide, Radevormwald, Wiehl und dreimal Wipperfürth).

Auch die Prominenz findet sich im Kreis wieder, aber Madonna bei Engelskirchen ist ebenso wenig nach der bekannten Sängerin und Schauspielerin benannt wie Hambüchen (Hückeswagen und Wipperfürth) nach dem Turn-Weltmeister am Reck. Doch, wer weiß: Fabian Hambüchen, kam im nicht weit entfernten Bergisch Gladbach zur Welt…

Zusammengestellt hat die 1440 Dörfer und Weiler das Amt für Geoinformation und Liegenschaftskataster des Oberbergischen Kreises. „Wir haben die Lage der einzelnen Ortschaften erfasst und diese mit Koordinaten versehen, die in unserer Geo-Datenbank gespeichert sind, so dass die Aufbereitung nach der aufwändigen Grundlagenarbeit recht zügig ging. Dadurch können alle Ortschaften im Internet über unser System ‚Raum Information Oberberg‘ direkt mit der jeweiligen Lage auf der Karte eingesehen werden“, berichtet Marina Kühn (Diplom- Ingenieurin Geoinformatik), die anhand der Zugriffszahlen ein großes Interesse an der Auflistung der Ortschaften und deren Lage beobachtet.

Foto:OBK
Foto: OBK

Auch für Kreisdirektor Jochen Hagt ist die stolze Zahl von Dörfern und Weilern, die sich über die 918 Quadratkilometer zwischen Radevormald und Morsbach sowie Engelskirchen und Reichshof erstrecken, beeindruckend. „Das steht für ein hohes Maß an Lebensqualität in unserem Landkreis“, betont Hagt und ergänzt: „Die Herausforderung muss sein, das Dorfleben attraktiv zu halten und über den kommunalen Tellerrand zu schauen. Hierfür legt das Zusammenspiel von Kreis, Kommunen und ortsansässigen Vereinen die Basis.“ So hat der Oberbergische Kreis im Rahmen des Demografieforums Oberberg Fortbildungsangebote für Dorfgemeinschaften wie die „Oberbergische Zukunftswerkstatt Dorf“ entwickelt. Ziel ist es, die ortsansässigen Vereine besser in die Lage zu versetzen, ihre Dörfer zukunftsfähig und lebenswert zu gestalten. Inzwischen haben das Angebot kreisweit 25 Dörfer genutzt.

Daneben gibt es die Aktion „Unser Dorf hat Zukunft“. Für den alle drei Jahre stattfindenden Kreiswettbewerb haben sich in diesem Jahr über 50 Teilnehmer gemeldet. Ab dem 20. August wird die Bewertungskommission die Dörfer bereisen. „Für die Dörfer ist es gewissermaßen die Show für ihre allgemeine Entwicklung und Leistung. Es schlummern so viele tolle Ideen und Projekte in unseren Dörfern – und die sollte man der Öffentlichkeit unbedingt präsentieren“, erklärt Sabine Bremen vom Amt für Planung und Straßen des Oberbergischen Kreises. Dabei gehe es um Beispiele für ehrenamtliches Engagement, soziale Projekte oder um Ideen zum Abmildern von demografischen oder Mobilitäts-Problemen. „Dafür gibt es nicht nur attraktive Preisgelder und Aufmerksamkeit für die Dörfer, sondern es entsteht auch eine richtige Gemeinschaft, ein Wir- Gefühl“, betont Bremen. Bestes Beispiel ist das Bundesgolddorf Thier bei Wipperfürth, das sogar auf europäischer Ebene den „Europäischen Dorferneuerungspreis für besondere Leistungen in mehreren Bereichen der Dorfentwicklung“ geholt hat.

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