Reichshof / Denklingen – Im Fußball wäre Andreas Horath ausgebuht und mit einer roten Karte vom Schiedsrichter bestraft worden. In der Politik und im Demokratieverständnis des SPD Ratsherren – und stellvertretenden SPD Reichshof Vorsitzenden – gehören Unsportlichkeit und eine bewusste Geschäftsschädigung anscheinend zu legalen Mitteln. Leider gibt es in der Politik keinen Schiedsrichter, der den Wirt vom „Denklinger Hof“, Dietmar Sachs, vor den geistigen Aussetzern dieses politisch unreif agierenden SPD Funktionärs schützt.

Andreas Horath (links) zusammen mit seinen empörten Bürgern und der stv. SPD-Bürgermeisterin Susanne Maaß (Schild in der Hand).

Andreas Horath – versuchte AfD Stammtisch zu verhindern

In den sozialen Netzwerken, Twitter und Facebook, empörte sich der SPD Ratsherr über einen geplanten AfD Stammtisch in Denklingen. In seinen Veröffentlichungen brachte er alle AfD Mitglieder aus dem Oberbergischen Kreis mit Nazi-Ideologien und Fremdenhass in Verbindung – komplett ohne die gebotene Differenzierung. Natürlich liefert der in Brüchermühle ansässige SPD Politiker und Inhaber einer Werbeagentur für seine Anschuldigungen keinerlei Beweise. Weder nannte er Personen, noch sonstige Beweise. Er bediente sich ganz klar und lupenrein aus dem Repertoire von Populisten. In seinem Fall kann man ihn spätestens jetzt als Linkspopulisten bezeichnen. Seine offene Anfeindung im Internet – schon allein betrachtet – wären eigentlich ein Grund für einen Rücktritt als Ratsherr, weil seine Anschuldigungen und sein gezeigtes Benehmen, eine nachweisliche Verharmlosung der Gräueltaten des Hitler-Regimes sind und auch einem Gemeinde-Funktionär nicht angemessen sind. In der Bundespolitik mussten schon zahlreiche prominente Politiker für solche abstrusen Vergleiche ihren Hut nehmen!

Viel schlimmer, als dieser unverhältnismäßige Nazi-Vergleich, war jedoch der Druck, der von Andreas Horath gegenüber dem Wirt vom Denklinger Hof in den sozialen Netzwerken aufgebaut wurde. Seine Äußerungen sollten dazu führen, dass der Wirt aus Angst vor starken Umsatzeinbußen, den AfD Mitgliedern ihren AfD Stammtisch absagt. Im Gespräch mit den Oberberg Nachrichten stellte Dietmar Sachs klar, dass er sehr verwundert war, dass er mit diesen Postings von Horath mit der AfD in Verbindung gebracht wurde. Als Gastwirt würde er von solchen politischen Veranstaltungen leben. In der kommenden Woche seien auch die Grünen da.

Der AfD Stammtisch am 8. August 2017 hätte seine Meinung und Einstellung nicht geändert. Die AfD darf auch – wie jede andere zugelassene Partei – in Zukunft bei ihm Tagen. Auf der gestrigen Sitzung wurden weder fremdenfeindliche Themen, noch irgendwelchen Nazi-Ideologien thematisiert, noch sonst wie besprochen. Oberberg Nachrichten war während des kompletten Stammtischs anwesend und kann eine vorbildliche demokratische Wahlvorbereitung für die anstehende Bundestagswahl bestätigen. Kein Streit – keine Hetze. Man hätte meinen können, bei der CDU Oberberg zu Gast zu sein. Kein Wunder – sind viele AfD Mitglieder ja ehemalige CDU und FDP Mitglieder, was oft von links angehauchten Schreiberlingen und scheinbar von vielen Politikern der SPD vergessen wird. Selbstverständlich kann man einen Björn Höcke in die rechtsaußen Ecke verorten und ihm muss demokratisch auf die Finger geguckt werden, in anderen Parteien, wie zum Beispiel der SPD, findet man auch sehr fragwürdige Persönlichkeiten. Man muss nur genauer hinschauen. Genau das sollten auch die Demokraten in Oberberg bei der AfD. Erst wird gehetzt, und am Ende fliegen Pflastersteine, wie beim G20-Gipel in Hamburg!

Weniger vorbildlich demokratisch, war eher das Verhalten vor der Tür gestern Abend. Ganze dreizehn Demonstranten, rund um die hohen SPD Reichshof Funktionäre, Andreas Horath und auch die stellvertretende Bürgermeisterin Susanne Maaß, standen vor der Filiale der Volksbank Oberberg und hielten Schilder in die Höhe, die ihre Abneigung gegenüber der AfD zeigten. Das ist deren gutes Recht. Beim genaueren Hinschauen, merkt man dann aber, dass dieses Recht der freien Meinungsäußerung mit Beleidigungen und Diffamierungen bestückt war. Auf einem großen Rollbanner steht zum Beispiel „FCK AfD“. Das steht für „Fuck AfD“. Unterste Ghettosprache die zudem eine lupenreine Beleidigung ist. Wenn man aufmerksam durch Oberberg läuft, findet man überall an Verkehrsschilder und Bushaltestellen Aufkleber mit „FCK AfD“. Durch dieses Spannplakat kann man nun eine Verbindung zu diesen Sachbeschädigungen und Beleidigungen ganz klar in Richtung SPD – zumindest in diesem Fall der SPD Reichshof verorten.

Viel schlimmer ist aber, dass führende Rathaus Funktionäre scheinbar diese Sachbeschädigungen und damit verbundene Beleidigungen auch noch auf Spannplakaten feiern. Vertrauen in der Politik hat auch etwas mit Seriösität zu tun. Andreas Horath hat mit seiner Hetze und Hasstiraden, gegenüber dem Denklinger Hof und der AfD Oberberg, leider dieses Vertrauen massiv geschädigt. Er hat mit seinen geistigen Aussetzern sogar einen Steuerzahler aus seiner Gemeinde bewusst im Ruf geschädigt. Steuern, die am Ende sein Ratsherren Mandat bezahlen.

„Kauft nicht beim … wenn“ – Das ist 1933er Rhetorik!

Eine Entschuldigung gegenüber dem Gastwirt Dietmar Sachs ist nun wohl mehr als fällig. Im laufenden Bundestagswahlkampf wurde gestern die offizielle Schlammschlacht eröffnet. Schlamm ist braun. Aus der Sicht der SPD Funktionäre vielleicht deshalb genau das richtige Mittel. Nur wenn man sich die Äußerungen zwischen den Zeilen von Andreas Horath anschaut, dann ist sein „kauft nicht beim … wenn“ wohl ebenso „1933er Rhetorik“. Gut, dass beim Werfen mit braunem Schlamm auch beim Werfer immer etwas hängen bleibt. In Facebook ist Andreas Horath mit seiner populistischen Hetze nicht nur auf Gegenliebe gestoßen. Einige Menschen in Oberberg zeigen Rückgrat, vor allem gegenüber im linkspopulistischen Spektrum verortete Politiker, was sie von ihren eher undemokratischen Mitteln halten.

Es bleibt zu hoffen, dass diese befremdlichen Wege des SPD Ratsherren und seiner stellvertretenden SPD Bürgermeisterin die Ausnahme im anstehenden Bundestagswahlkampf bleiben. Sachliche Auseinandersetzung mit den AfD Positionen wäre ratsamer, als blinder Hass. Hass schürt nur neuen Hass!

Denklinger Hof Wirt Dietmar Sachs ist schwer von SPD Ratsherren Andreas Horath enttäuscht.

Gerade mal 13 Demonstranten motivierte Andreas Horath

Die gestrige Demonstration mit gerade mal 13 Personen zeigte, dass scheinbar kein normaler Bürger dem Aufruf von Andreas Horath gefolgt ist. Ganz im Gegenteil. Aufgrund der Äußerungen gab es eher eine Solidarisierung mit dem Wirt. Im Fußball würde man vom Eigentor reden. Gerade mit solchen, eher als peinlich einzustufenden Aktionen, von Oberbergs Linkspopulisten, helfen Sie der AfD wohl mehr, als sie ihr schaden. Auch dieser Artikel wäre wohl nie entstanden, wenn der Wirt im Internet nicht so massiv angegriffen worden wäre. Wir werden den Wirt in Kürze nochmal Fragen, ob Herr Horath sich bei ihm entschuldigt hat. Wenn nicht, dann kann man wohl nur hoffen, dass der Souverän, bei den anstehenden Wahlen, gerade in Denklingen diesen Roten Scharfmachern die rote Karte zeigt. Vielleicht kommt dann ein Umdenken, wie man mit politischen Gegnern umzugehen hat…

 

Demonstration von Rot-Grüner Bildungspolitik? Wälen, oder vielleicht doch besser Wählen? …

Hinweis:
Zu diesem Thema gibt es noch einen Video-Beitrag:

Video: Geschäftsschädigung als Demokratieverständnis ?

 

Text und Fotos: Sven Oliver Rüsche

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Veröffentlicht von:

Sven Oliver Rüsche

Sven Oliver Rüsche ist parteilos, Herausgeber der Oberberg-Nachrichten und schreibt über Vereine, Menschen, Tourismus und die Wirtschaft. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002.

Kommentare

  1. Peter Schmidt
    10. August 2017 um 22:04 Uhr

    Beim letzten Foto hat wohl die SPD Bildungspolitik zugeschlagen.

  2. Heinz Seifert
    11. August 2017 um 17:55 Uhr

    Herr Horath ist nicht Inhaber einer Werbeagentur. Die hatte er mal mit jemanden gegründet, ist aber nach kurzer Zeit wieder ausgeschieden. Arbeiten ist nicht sein Ding.
    Herr Horath hat eine Naziphobie, obwohl er keine Ahnung hat was wirklich wahr ist und was nicht.

  3. Gerhard Bauer
    12. August 2017 um 08:03 Uhr

    „Kauft nicht beim Juden“ – sind wir schon wieder soweit? Die Pseudo-Demokraten der Altpartein haben aus der Geschichte nichts gelernt. Die Antwort vieler Wähler wird sein: jetzt erstrecht AfD.

  4. Sven Oliver Rüsche
    13. August 2017 um 13:16 Uhr

    Laut unseren Informationen ist Herr Horath als Werbeagentur tätig – zumindest in Abhängigkeit diverser SPD-Internetprojekte:
    Hinweis zur Werbeagentur von Andreas Horath aus Brüchermühle.

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