Radevormwald – Nachdem bekannt wurde, dass Bereiche der Turnhalle des Schulzentrums an der Hermannstraße als Erstaufnahmestätte für Geflüchtete bereitgestellt werden sollten, hatten Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen der Geschwister-Scholl-Schule den spontanen Impuls, durch Spenden zu helfen.

Foto: Geschwister-Scholl-Schule Radevormwald

Die Idee wurde von der SV über den Vertrauenslehrer der Schulleitung nahe gebracht, die daraufhin ihre Zustimmung zu einer Sammelaktion gab. In einem Elternbrief wurde um Kleidungsspenden gebeten, ebenso um Hygieneartikel, Spielzeug und Kuscheltiere wie auch um Unterrichtsmaterial. Die Resonanz war derart groß, dass ein eigener Sammelraum zur Verfügung gestellt werden musste. Die Ereignisse der letzten Woche um die Grundschule Stadt, die letztlich zu einem befristeten Umzug der gesamten Grundschule in die Geschwister-Scholl-Schule führten, bedingten die Bereitstellung von Unterrichtsräumen, sodass auch der Sammelraum geräumt werden musste. Nach Kontaktaufnahme mit der Zweigstelle des DRK in Radevormwald wurde vereinbart, die Spenden am Montag, den 14.12.2015, abzuholen. In diesem Zusammenhang ist es interessant zu sehen, wie sehr die Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule die Mitgliedschaft ihrer Schule im Netzwerk „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ als Auftrag sehen, den sie mit Leben und Ideen zu füllen versuchen, wie auch die Spenden aus den Erlösen zweier Sponsorenläufe an die „Opferberatung Rheinland“ und an die Beratungsstelle für Opfer rechtsradikaler Gewalt „Back Up“ in Dortmund zeigten.

Text: Heinz Baer (SV-Lehrer der Geschwister-Scholl-Schule Radevormwald)

Foto: Geschwister-Scholl-Schule Radevormwald

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