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„Gut Dinge will Weile haben“ – Projekte im Schloss Homburg auf der Zielgeraden

Nümbrecht – Nach erfreulichem Aufbau des Autobahnschildes zu „Schloss Homburg“ an der A4, folgt nun die Vollendung zweier weiterer Projekte des Wahrzeichens der Stadt Nümbrecht. Zur Vorstellung und Enthüllung dieser luden am 14.03.2016 Herr Grootens, Kreisdirektor, und Frau Dr. Sievers-Fägel, Museumsdirektorin, ins Forum von Schloss Homburg ein.

Unter dem Motto „Gut Dingen will Weile haben“ begrüßte Klaus Grootens zunächst alle Anwesenden und hielt schließlich fest, welche Projekte für Schloss Homburg und das gesamte Betriebsgelände zukunftssichernd sind.

Zum einen seien alle, nach langer Zeit des Kämpfens und Wartens, erfreut über den Aufbau des Autobahnschildes an der A4, welches sowohl Leute, die aus der oberbergischen Region kommen, als auch Anreisende auf das Wahrzeichen aufmerksam machen soll. Zur Zukunftssicherung des Schlosses fehlte bisher allerdings noch ein Meilenstein: das neue Besucherleitsystem. Und die Vollendung dieses Projektes leuchtet nun Tag für Tag immer heller am Ende des Tunnels.

Die Idee zu dem Besucherleitsystem entstand bereits vor vielen Jahren. Nachdem die Beteiligten dieses Projektes sich allerlei Inspirationen aus ihrer Umwelt und den Besucherleitsystemen anderer Schlösser geholt hatten, begann das Projekt auch in Nümbrecht. „Die Hardware stand bereits seit der Eröffnung der Neuen Orangerie von Schloss Homburg. Die Software hingegen wurde vor ca. einem Vierteljahr vollendet“, so Frau Dr. Sievers-Flägel.

Das komplette Projekt des Besucherleitsystems ist innerhalb des „Schloss-Teams“ entstanden. Somit wurden alle Texte, Fotos und weitere Elemente der Infotafeln vom schlosseigenen Team recherchiert, geschrieben und bearbeitet. Für das Design zog das Team sich die „Kasperkloeppl kommunikation & design gbr.“ mit ins Boot.

Das neue Besucherleitsystem soll dem Allgemeinbesucher, der zum Beispiel mit seiner Familie für einem Ausflug kommt, unter den Arm greifen und ihm sowohl Sichtbares als auch Nicht-Sichtbares, wie archäologische Grabungen, von Schloss Homburg zeigen und erläutern.

Hierzu wurden auf dem gesamten Gelände des Schlosses 10 Stelen mit 14 Infotafeln zu verschiedenen Themen, wie zum Beispiel dem Rasenlabyrinth, der Mühle oder dem Barockgarten, aufgestellt. Auf diesen Infotafeln werden dem Besucher dann wichtige Informationen zu den jeweiligen Themen geliefert.

Durch die durchdachte Präsentation der Tafeln mit einem Mix aus Piktogrammen, Fotos und Texten soll sich der Besucher auf dem Gelände des Schlosses auch auf eigene Faust zurechtfinden und wohlfühlen können.

Auch an die ausländischen Besucher wurde gedacht, denn alle Infotafeln sind nicht nur in der deutschen Sprache verfasst, sondern zeigen auch die englische Übersetzung.

Während die Stelen eine Art Dauerausstellung darstellen sollen, präsentieren Banner, die auf dem gesamten Gelände aufgebaut sind, den aktuellen Slogan von Schloss Homburg. So ist momentan der Slogan „Treffpunkt Museum“ zum diesjährigen Jubiläum des Schlosses im August zu sehen. Und auch eine 3D-Tafel, welche an der Schranke zum Geländebeginn angebracht ist, informiert den Besucher über den Lageplan.

Auch die Sponsoren für die Baumaßnahmen des Projektes, die Kreissparkasse Köln (Christian Brand, Geschäftsführer) und der Förderverein Schloss Homburg e.V. (Werner Krüger, Vorstandsmitglied), waren am Montag anwesend.

„Durch das Besucherleitsystem wird das Schlossgelände leben, auch wenn das Schloss an sich geschlossen ist. Besucher werden der Geschichte des Schlosses Homburg zu jeder Zeit auf die Spur gehen können. Das ist wichtig, denn das Schloss Homburg ist der Leuchtturm unserer Heimat“, merkt Christian Brand an. Und auch Werner Krüger ist stolz darüber, bei dem Projekt mitwirken zu können.

Doch nicht nur das neue Besucherleitsystem wurde am Montag präsentiert. Auch wurde ein Blick hinter die Kulissen der neuen Ausstellung „bzzz…viel Fliegen“ im White-Cube und der Neuen Orangerie des Schloss Homburgs gewährleistet. Die Fliegenausstellung feiert am 17.03.2016 Eröffnung und kann bis Ende Juli 2016 besucht werden. Ausgestellt wird jeder Bereich, der mit Fliegen zu tun hat.

Hier sind neben lebenden Fliegen, Fliegen als Krankheitserreger, Maden als Wundheiler und Fliegenfischen auch Fliegen in Karikaturen ausgestellt. Eye-Catcher der Ausstellung sind zum einen große, ausgestellte Fliegenexemplare, die von der Decke des Ausstellungsraums hängen, zum anderen aber auch eine Kadaver-Station im Außenbereich, bei der man live oder im Film den Verwesungsprozess eines Tieres mitverfolgen kann.

Das komplexe Thema „Fliege“ kann im White-Cube auch an Forscherplätzen selbst entdeckt und untersucht werden. Zahlreiche Programme und Veranstaltungen (z.B. für Schulklassen) werden im Rahmen der Fliegen-Ausstellung angeboten und sollen Kultur und Natur miteinander in Verbindung setzen.

Schauen Sie doch ab morgen, dem 17.03.2016, persönlich bei der Ausstellung im Schloss Homburg vorbei und erleben Sie die weitläufige Welt der Fliegen.

Text/Fotos: Aline Walter

Veröffentlicht von:

Aline Walter
Aline Walter ist Redakteurin und kaufmännische Mitarbeiterin bei ARKM. Als Reporterin versorgt die Studentin des Medienmanagements sowie der Unternehmensführung die Oberberg-Nachrichten täglich mit aktuellen Nachrichten und Berichten aus der Region.

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