Nach Auswertung der Einsätze in den vergangenen Wochen, liegt keine sachliche Grundlage für eine weitere Vorhaltung eines Notarztes in Bergneustadt vor!

Oberbergischer Kreis/Bergneustadt – In Bergneustadt finden aktuell umfangreiche Bauarbeiten im Bereich des Südrings und des Autobahnzubringers statt. Bürgerinnen und Bürger sowie die Stadtverwaltung äußerten gegenüber der Kreisverwaltung in diesem Zusammenhang Bedenken zur Sicherstellung der Notfallversorgung.

Das Amt für Rettungsdienst, Brand- und Bevölkerungsschutz des Oberbergischen Kreises analysierte und bewertete die Notfallversorgung im betroffenen Gebiet auch mit Blick auf die eingebrachten Bedenken. Das Fachamt stand und steht dazu in engem Austausch mit den verantwortlichen Vertretern der Stadt Bergneustadt, der Feuerwehr, der Kreispolizeibehörde und den Verkehrsplanern.

Wenngleich für die Erhöhung der Rettungsmittel aus fachlicher und sachlicher Sicht kein Handlungsbedarf bestand, reagierte der Oberbergische Kreis auf das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung. Landrat Jochen Hagt ließ deshalb zunächst einen Notarztstandort in Bergneustadt einrichten. Seit dem 1. Juni 2019 verstärken ein Notarzt und eine Notarzteinsatzfahrzeug die Rettungswache Bergneustadt. Nach umfangreicher Auswertung der Einsätze in den vergangenen Wochen, ist die weitere Vorhaltung eines Notarztes in Bergneustadt nicht erforderlich.

Im bisherigen Alarmierungszeitraum zeigten die Auswertungen für den in Bergneustadt stationierten Notarzt eine mittlere Inanspruchnahme von 1,2 Einsätzen pro Tag. Die durchschnittliche Einsatzzahl ist durch die Baustellensituation in Bergneustadt nicht gestiegen.

Alle Beteiligten sind sich einig, dass die Verkehrssituation im Baustellenbereich Bergneustadt keinen Anlass gibt, um das Notarzteinsatzfahrzeug weiter vorzuhalten. Zu den Stoßzeiten ist das Verkehrsaufkommen hoch, jedoch ohne signifikante Auswirkung auf die Einsätze des Rettungsdienstes. Der zusätzliche Dienst für Bergneustadt wird am 14. Juli 2019 eingestellt. Das Fahrzeug wird bedarfsgerecht im Kreisgebiet eingesetzt.

Quelle: obk

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Oberberg-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@oberberg-nachrichten.de

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