Der Startschuss für das neue Projekt der Ehrenamtsinitiative Weitblick des Oberbergischen Kreises in Kooperation mit der Kreispolizeibehörde ist gefallen. Zum Thema Verkehrssicherheit sind über zehn Ehrenamtler geschult worden, die ihr Wissen nun weitervermitteln wollen, um die Risiken von Senioren im Alltag zu reduzieren.

Oberbergischer Kreis – Die Beispiele von tragischen Verkehrsunfällen aus dem Oberbergischen sorgen bei den Anwesenden für spürbare Betroffenheit. Polizeihauptkommissar Jürgen Poschner schildert bildlich die Gefahren im Straßenverkehr – gerade auch für Senioren. Da geht es um den toten Winkel, um Fehler beim Abbiegen oder um Radfahrer auf der Straße. „Wer nicht sichtbar ist, lebt ganz schön gefährlich“, betont Poschner, und die mehr als zehn Zuhörer nicken zustimmend und berichten von eigenen Erlebnissen.

Polizeihauptkommissar Jürgen Poschner schildert anschaulich die Gefahren, die im Straßenverkehr lauern (Foto: OBK).

Die Hückeswagener Standortlotsinnen der Ehrenamtsinitiative Weitblick des Oberbergischen Kreises haben ein neues Projekt ins Leben gerufen. Dahinter steckt die Idee von Margareta Coenen und Brigitte Vandenherz-Siebel, Senioren besser vor den Gefahren des Alltags zu schützen und potenziellen Bedrohungen vorzubeugen. Besonders die Themen Verkehrssicherheit und Kriminalprävention stehen im Mittelpunkt. So haben die Weitblick-Standortlotsinnen die Kreispolizeibehörde mit ins Boot geholt, die die Inhalte anschaulich vermittelt. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, richten sich die Schulungen an ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger. Und diese sollen ihr erworbenes Wissen als Multiplikatoren weitervermitteln in Vereine, Senioreneinrichtungen, in andere Gruppen oder bei Gesprächen. Mehr Schutz und Sicherheit durch Austausch lautet das Motto – eben Seniorenberatung auf Augenhöhe.

Das Team des neuen Projekts für mehr Seniorensicherheit: Jürgen Poschner von der Kreispolizeibehörde sowie Margareta Coenen, Brigitte Vandenherz-Siebel und Sylvia Asmussen (von l.) von der Ehrenamtsinitiative Weitblick (Foto: OBK).

„Wer nicht sichtbar ist im Straßenverkehr, lebt ganz schön gefährlich“, sagt Jürgen Poschner (Foto: OBK).

„Das Thema liegt uns sehr am Herzen, daher war es uns wichtig, dass wir es angegangen haben. Es ist unser Ziel, dass sich viele ältere Menschen nach unseren Erzählungen und Tipps sicherer fühlen sollen“, sagt Margareta Coenen. Nach der ersten Schulung haben die Ehrenamtler nun gut zwei Monate Zeit, um die Hilfestellungen zu transportieren. „Sozusagen als Hilfssheriffs in Sachen Verkehrssicherheit“, sagt Jürgen Poschner mit einem Augenzwinkern – und fügt ernst an: „Bei mehr als 7000 Verkehrsunfällen pro Jahr in Oberberg liegt der Handlungsbedarf auf der Hand.“

Anfang Juni findet dann die zweite von insgesamt acht Einheiten statt. Dabei geht es mit dem Bereich Kriminalprävention um das zweite wichtige Standbein des neuen Projekts und damit um Themen wie den Enkeltrick, Diebstahl oder dubiose Gewinnbenachrichtigungen. Wer Interesse hat und die erste Einheit verpasst haben sollte, kann trotzdem vorbeikommen. Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Weitere Informationen gibt es unter www.obk.de/weitblick und bei den Standortlotsinnen unter Telefon 02192 88400, per E-Mail unter hueckeswagen@gemeinsam-in-oberberg.de oder mittwochs zwischen 10:00 und 12:00 Uhr bzw. jeden ersten und letzten Donnerstag im Monat zwischen 16:00 und 18:00 Uhr im Weitblick-Büro in der Stadtverwaltung, Bahnhofsplatz 14 in Hückeswagen.

ON - Oberberg Nachrichten | Am Puls der Heimat.

Einsortiert unter:

Ihr Kommentar zum Thema

Ich akzeptiere