Flensburg – Campus Halle

Großer Kampf wurde nicht belohnt

Den Pessimisten unter den Fans war es vorher schon lar, man fährt nach Flensburg, ohne Chance, aber man will die „Jungs“ unterstützen. Die Optimisten unter den Fans, die sahen noch die kleine Chance, die nach der knappen Hinspielniederlage da war. Und so begaben sich rund 60-70 Gummersbacher Fans in  die Hölle Nord; in die Campus Halle des SG Flensburg – Handewitt um Ihre Mannschaft dort lautstark zu unterstützen. Alle hatten die Hoffnung, daß es nicht eine so hohe Niederlage wie in der Hinrunde der HBL gibt.

Sogar der erste Mann in der Kreisstadt, Bürgermeister Helmenstein war mit dem Business Club angereist, um die Blau Weißen anzufeuern.

Und schon kurz nach Spielbeginn ging der VfL in Führung, was aber leider nicht lange anhielt.

In der ausverkauften Halle, vor 6000 Zuschauern, bot der VfL eine gute Leistung, stand aber am Ende als Verlierer auf dem Podium.

Im Spiel war es der SG Torwart Mattias Andersson, der den großen Unterschied an diesem Abend ausmachte. Immer wieder scheiterten die Spieler von Trainer Emir Kurtagic an dem Schlussmann der Norddeutschen. Beste Spieler des VfL waren Kentin Mahé mit 9 Toren und Adrian Pfahl der es auf 6 Tore brachte.

Wenn man diese Chancen genutzt hätte und die beiden VfL Torhüter einen besseren Tag gehabt hätten………, ja dann wäre auch der Pokal wieder in greifbare Nähe gerückt. Aber weder Aljosa Rezar, noch der zwischenzeitlich eingewechselte Vjenceslav Somic konnten den Flensburger Angreifern was entgegen setzen.

Die Spieler des VfL kämpften und rackerten auf dem Spielfeld und selbst der nicht ganz fitte Christoph Schindler schonte sich nicht. Als dann auch noch Adrian Pfahl sich scheinbar das Knie verdrehte und auf dem Parkett liegen blieb, da wurden die VfL Fans auf der Tribüne plötzlich sehr ruhig. Die Blau Weißen Fans waren trotz zahlenmäßiger Unterzahl immer wieder aus den 6000 anwesenden Zuschauern heraus zu hören.

Mit hängenden Köpfen, aber nicht als der große Verlierer, holten die VfL Spieler sich ihre Silbermedaille ab.

Von ihren Fans trotzdem gefeiert, saßen die meisten Spieler noch minutenlang fassungslos auf dem Spielfeld, denn eine Finalniederlage auf europäischer Ebene, das hatte man in Gummersbach schon lange nicht mehr erlebt.

Die Spieler fuhren am selben Abend noch nach Hause, während die mitgereisten Fans noch den Abend, die Nacht und den darauffolgenden Tag in Flensburg nutzten, um sich die Stadt an der Börde mal näher anzusehen.

Am kommenden Mittwoch kommt es dann in der Eugen Haas Halle zum letzten Heimspiel des VfL in dieser Saison. Gegner ist die HSG Wetzlar und der VfL will die Hinspielniederlage unbedingt wieder auswetzen.

 

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