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Offene Gruppe der Malteser lädt Menschen ein, die ihren Partner verloren haben

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„Der Sonntag ist furchtbar“, sagt Petra Knips. Denn an diesem Tag seien die meisten Menschen mit ihrer Familie beschäftigt. „Wer seinen Partner verloren hat, weiß dann meist nicht, wie er die Stunden überstehen soll.“ Die 53-Jährige aus Dieringhausen hat das selbst erlebt: „Um mich herum sah ich lauter Händchen haltende Paare, während ich persönlich tieftraurig und verzweifelt war.“ In dieser Situation hat sie für sich und andere verwitwete Menschen in der Region eine Selbsthilfegruppe initiiert: Zusammen mit Conny Kehrbaum, Leiterin des TrauerZentrumOberberg (TZO) der Malteser in Wiehl, gründete Petra Knips im Jahr 2012 den „Sonntagstreff für Witwen und Witwer“.

Im „Wirtshaus“ an der Bahnhofstraße in Wiehl treffen sich seitdem an jedem zweiten Sonntag im Monat zwischen fünf und fünfzehn Männer und Frauen, deren Partner verstorben sind. Zu dem Sonntagstreff kann jeder ohne Voranmeldung hinzukommen, der gemeinsam mit anderen seine Freizeit aktiv gestalten will.

Johannes-Hospiz Oberberg Stiftung
Quelle: Johannes-Hospiz Oberberg Stiftung

„Unsere Treffen finden in einem abgeteilten Bereich der Gaststätte statt, und unsere Gemeinschaft bietet einen geschützten Raum für alle Gefühle der Trauer“, sagt Petra Knips. „Es gibt Tränen, und die Gedanken der Verzweiflung können ausgesprochen werden. Ebenso lachen wir aber auch gemeinsam und haben Spaß.“ Bei den Gruppentreffen entstanden Freundschaften und viele private Kontakte: Einige treffen sich nun zum Kegeln, andere gehen gemeinsam shoppen, besuchen Konzerte oder telefonieren regelmäßig miteinander.

„Einem anderen Trauernden braucht man nicht viel zu erklären, da er dieselben Gefühle durchlebt“, berichtet Petra Knips. Und ergänzt: „Man kann mit ihm auch dann noch über den Verlust klagen, wenn das eigene Umfeld davon nichts mehr hören möchte.“ Oft gebe es eine Befangenheit in Familie und Freundeskreis, die für Trauernde schwer zu ertragen sei, sagt Trauerberaterin Conny Kehrbaum von den Maltesern. „Manchmal wechseln Menschen die Straßenseite, um bloß nicht mit dem Trauernden reden zu müssen.“

„Der Verlust eines nahestehenden Menschen macht dünnhäutig“, sagt Conny Kehrbaum. Ausweichendes Verhalten verletze dann ebenso, wie das Beobachten und das Beurteilen des Trauernden. „Man macht es keinem recht: Man soll nicht zu lange schwermütig sein, aber auch nicht zu schnell wieder fröhlich“, beschreibt Petra Knips das Dilemma. Sie ist froh, dass sie in der Gruppe auch über solche Erfahrungen sprechen kann. Der „Sonntagstreff für Witwen und Witwer“ findet an jedem zweiten Sonntag im Monat ab 14.30 Uhr im Wirtshaus in Wiehl, Bahnhofstraße 20, statt. Nächster Termin ist der 16. August 2015. Weitere Informationen beim TZO unter 02262 7075550.

Quelle: ots

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